Umschulung: Informationen, Anbieter und Umschulungsberufe

Umschulung ab 50
Eine Umschulung eröfffnet oft neue Berufschancen.

Schon jetzt ist absehbar, dass aufgrund der Bevölkerungsentwicklung das Renteneintrittsalter weiter steigen wird. Durch immer bessere, medizinische Möglichkeiten, wird auch die Lebenserwartung weiter steigen.

Hinzu kommen die rückläufigen Geburtenzahlen innerhalb Deutschlands. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Gesellschaft, sondern zunehmend auch die Arbeitswelt. All diese Fakten lassen es nämlich langfristig absehbar werden, dass der Arbeitsmarkt immer mehr auf ältere Arbeitnehmer angewiesen ist. Statistisch nimmt jeder Fünfte im Alter von 50 – 55 Jahren noch einmal an einer weiterbildenden Maßnahme teil.

Durch die stetige Differenzierung der Berufe ist es heute beinahe schon zu Seltenheit geworden, dass das gesamte Berufsleben mit der Erstausbildung bewältigt werden kann. Das Stichwort heute lautet: lebenslanges Lernen. Generell ist es in jedem Falle unabhängig vom Alter immer lohnenswert, etwas gegen drohende oder bereits eingetretene Arbeitslosigkeit zu unternehmen und sich durch eine Umschulung neue Perspektiven zu schaffen.

 

Die Gründe für eine Umschulung im höheren Lebensalter

Oft ist es der Fall, dass ältere Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen den erlernten Beruf nicht mehr ausüben können. Dabei sind es nicht immer nur physiologische Beeinträchtigungen, weil beispielsweise ein Leben lang schwer körperlich gearbeitet wurde und jetzt der Rücken oder die Schultern der Belastung nicht mehr standhalten.

Die Zahl der psychischen Krankheiten steigt merklich. Dabei stehen Depressionen und Burnout an vorderster Stelle der Gründe, den erlernten Beruf aufgrund der Arbeitsplatzsituation, Mobbing oder Überforderung aufzugeben. Vielfach hat sich auch der Arbeitsmarkt so entwickelt, dass der einmal gelernte Beruf heute nicht mehr gefragt ist oder die Anforderungen an das Berufsbild so differenziert geworden sind, dass der ältere Arbeitnehmer damit überfordert ist. Durch Umstrukturierung vieler Berufszweige ist ein erhöhter Einsatz von Technik notwendig geworden, deren Bedienung eine entsprechende Qualifikation verlangt, die ältere Arbeitnehmer nicht vorweisen können. Besonders die Arbeit mit Computern ist für viele 50jährige noch Neuland und Grund genug, in einen neuen Beruf umzuschulen, der ihren Fähigkeiten mehr entspricht.

 

Entscheidung für die richtige Umschulung

Oftmals lässt sich für eine Umschulung ein Beruf finden, in dem bereits erworbenes theoretisches und praktisches Wissen aus dem Erstberuf genutzt werden kann. So kann zum Beispiel ein Handwerker, der sein ganzes Berufsleben lang mit Baustoffen umgegangen ist, sein Wissen darüber gut als Verkäufer oder Berater in einem Baumarkt einbringen.

Es gibt zahlreiche Berufsgruppen, in denen auch langfristig nach Arbeitskräften unabhängig vom Alter gesucht wird. In Branchen wie der Alten- und Krankenpflege oder in Heilberufen ist ein Mangel an Fachkräften langfristig absehbar. Eine Initiative der Bundesregierung „Perspektive 50Plus“ zeigt älteren Menschen die Möglichkeiten auf, sich auch im fortgeschrittenen Alter noch einmal beruflich neu zu orientieren, Chancen zu nutzen und den Start einer neuen Karriere zu fördern. Nicht nur von der Bundesregierung sondern auch von Unternehmen ist das Potenzial der über 50jährigen erkannt worden.

Die Wirtschaft ist langfristig zum Umdenken gezwungen, Arbeitsplätze nicht ausschließlich mit jungen, unerfahrenen Arbeitnehmern zu besetzen. Auf der anderen Seite sollten auch ältere Arbeitnehmer motiviert sein, neue Herausforderungen anzunehmen und beispielsweise über Kurse den Umgang mit dem PC und den neuen Medien zu erlernen, die aus kaum einem Beruf heute noch wegzudenken sind.

 

Bedenken überwinden – Qualitäten der Arbeitnehmer 50+

Wer sich als älterer Arbeitnehmer dazu entscheidet, sich im Rahmen einer Umschulung noch einmal neu zu qualifizieren, muss als erstes die eigenen Bedenken ablegen, mit jüngeren Schülern zusammen die Schulbank zu drücken. Umschulungen für ältere Menschen sind keine Seltenheit mehr. Daher haben sich auch viele Bildungseinrichtungen bereits auf die besonderen Anforderungen und Eignungen dieser Personengruppe eingestellt.




Auch Arbeitgeber haben sich darauf eingestellt, die Qualitäten älterer Arbeitnehmer schätzen zu lernen. Die Softskills sind in der Regel bei Arbeitnehmern 50+ wesentlich stärker ausgeprägt: Sie sind routinierter im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern, können Konflikte effektiver lösen und bringen Werte wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber mit. Sie können durch ihre vorausgegangenen beruflichen und persönlichen Erfahrungen Möglichkeiten und Grenzen besser bewerten und auch ihre Ansprüche an die Qualität ihrer Arbeit sind durchschnittlich stärker ausgeprägt als bei Berufsanfängern. Tipp: Umfassende Informationen zum Thema Umschulung finden Sie auch hier.

 

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