Umschulung zum Heilpraktiker / zur Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Weiterbildung ab 50
Ideal für alle ab 50: Ganzheitliche Heilungsansätze lernt man in der Umschulung zum Heilpraktiker.

Viele gesundheitsbewusste oder an Krankheiten leidende Menschen haben begriffen, dass die Schulmedizin nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Wissenschaftliche Untersuchungen belegt, dass Naturheilkunde und  fernöstliche Medizin (insbesondere chinesische Medizin – TCM), die noch vor 20 Jahren als Humbug galt, viele positive Effekte hat, nachweislich wirken und Kranke heilen.

Interessenten in der zweiten Lebenshälfte sind aufgrund Ihrer Lebenserfahrung mit 40, 50, 55 oder 60 Jahren für einen beruflichen Neuanfang als Heilpraktiker besonders geeignet. Hier erfahren Sie Wissenswertes über eine Weiterbildung oder Umschulung zum Heilpraktiker für Psychotherapie.

 

Umschulung zum Heilpraktiker/zur Heilpraktikerin für Psychotherapie

Eine Umschulung ist für viele Menschen eine interessante Alternative zu ihrem bisherigen Berufsweg und in manchen Fällen sogar eine notwendige Maßnahme, um auf dem Arbeitsmarkt neue Chancen wahrzunehmen.

Schulmedizin & alternative Medizin ergänzen sich

Heute wird daher oft versucht, eine Balance zwischen Schulmedizin und jahrtausendealtem Wissen anderer Völker zu finden. Auch in Europa wurden dabei im Laufe der Jahrhunderte viele alternative medizinische Techniken entwickelt, traditionelle westliche Medizin, Naturheilkunde wie die Lehren nach Hildegard von Bingen oder auch die Bachblüten-Therapie seien hier als Stichwort genannt. Worauf man sich konzentriert, dies ist eine Sache der persönlichen Präferenz. Beachten Sie bitte aber einige Aspekte, wenn Sie Heilpraktiker/in werden wollen:

 

Für wen ist eine Umschulung zum Heilpraktiker für Psychotherapie sinnvoll?

Menschen, die in medizinischen Berufen tätig waren oder jene, die sich für Medizin interessieren, jedoch über keine akademische Ausbildung verfügen, können eine Umschulung zum Heilpraktiker für Psychotherapie in Angriff nehmen. Aber auch alle, die sich gut in andere Menschen einfühlen können und sich für Psychologie begeistern, können eine Umschulung in Betracht ziehen. Für diesen Beruf gibt es in Deutschland keine gesetzlich vorgeschriebenen Umschulungen oder Ausbildungsabläufe. Dennoch werden diese Umschulungen an Instituten oder in Form von Fernstudien angeboten.

 

Darf man als Heilpraktiker Psychotherapie anbieten?

Ja, denn Heilpraktiker für Psychotherapie gehört in Deutschland zu den einzigen drei Berufsgruppen, die psychotherapeutische Behandlungen anbieten dürfen. Dabei gibt es jedoch Unterschiede im beruflichen Werdegang. Ein Psychiater hat ein abgeschlossenes Studium der Medizin und eine entsprechende Facharztausbildung. Ein Psychologe verfügt über ein abgeschlossenes Studium der Psychologie. Psychotherapeuten haben eine nicht-akademische Ausbildung in diesem Bereich. Die Psychotherapie als solche darf aber nur von ärztlichen Psychotherapeuten, von psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sowie von Heilpraktikern für Psychotherapie ausgeübt werden. Der allgemeine Heilpraktiker hingegen darf keine Therapie für psychisch Kranke anwenden.

Voraussetzungen für diesen Beruf

Die Ausübung dieses Berufs richtet sich in Deutschland nach dem § 1 des Heilpraktikergesetzes (HeilprG). Demnach ist für die Ausübung dieser Tätigkeit zwingend eine staatliche Erlaubnis notwendig. Vorgeschrieben ist eine amtsärztliche Untersuchung zur Sicherstellung, dass durch die Tätigkeit Patienten kein Schaden zugefügt wird. Außerdem muss sich die Art der Tätigkeit von der eines Arztes deutlich unterscheiden. Für die Umschulung zum Heilpraktiker sind einige weitere Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Mindestalter von 25 Jahren
  • Gesundheitliche Tauglichkeit
  • mindestens einen qualifizierten Hauptschulabschluss
  • einwandfreies Polizeiliches Führungszeugnis

 

Was sind die persönlichen Voraussetzungen für diesen Beruf?

Für die Ausübung der Psychotherapie sind bestimmte persönliche Eignungen und Fähigkeiten erforderlich. Natürlich ist nicht jeder für den Beruf eines Heilpraktikers für Psychotherapie geeignet. Dazu gehören neben Kommunikationsfähigkeit und einer ausgeprägten stabilen Persönlichkeit auch Soft Skills. Zu den wichtigsten individuellen Voraussetzungen zählen dabei:

  • Interesse und Freude an Kontakten mit Menschen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Empathie für besorgte und kranke Klienten
  • gute schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeit
  • eigene psychische Gesundheit
  • Geduld im Umgang mit gestressten und unter Schmerzen leidenden Menschen

 

Wie gelingt der Quereinstieg?

Die Umschulung zur Heilpraktikerin ist für Quereinsteiger gut geeignet, denn offiziell wird keine medizinische Ausbildung benötigt um die Umschulung machen zu können. Jedoch benötigen Anwärter ohne medizinische Vorkenntnisse erfahrungsgemäß eine längere Vorbereitungszeit bis sie erfolgreich die Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie ablegen können. Kompakte Intensivkurse sind für Quereinsteiger somit nicht geeignet. Entscheiden Sie sich lieber für eine Vollzeitausbildung über einen längeren Zeitraum hinweg, um sich selbst Zeit für die neue, anspruchsvolle Materie zu geben.

 

Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten nach der Umschulung

Hat man eine Umschulung zum Heilpraktiker für Psychotherapie erfolgreich absolviert, gibt es verschiedene Möglichkeiten diesen Beruf auszuüben. Dazu zählen:

  • Selbstständige Tätigkeiten in einer eigenen Praxis
  • als Angestellter in einer Arztpraxis
  • in einer Praxisgemeinschaft mit anderen Heilpraktikern
  • Anstellung in einer sozialen Einrichtung
  • Tätigkeit in privaten Organisationen, Institutionen oder Stiftungen

 

Wie viel verdient ein Heilpraktiker für Psychotherapie?

Die meisten Absolventen einer Heilpraktikerschule begeben sich nach der Umschulung in die Selbstständigkeit. Hier ist es jedoch schwer eine genaue Zahl für das zu erwartende Einkommen zu nennen. Arbeitet man als unselbstständiger Erwerbstätiger in diesem Bereich so schwanken die monatlichen Einkommen je nach Bundesland. Die Spannweite liegt dabei zwischen 1.200 und 4.000 € pro Monat.

 

Wie sieht der Ablauf der Umschulung aus?

Die Umschulung kann entweder in Vollzeit erfolgen oder als berufsbegleitende Teilzeitausbildung erfolgen. Danach erfolgt eine zweiteilige staatliche Zulassungsprüfung. Diese besteht aus einer mündlichen sowie einer schriftlichen Klausur. Die Lehrpläne für die Umschulung richten sich bei den meisten angebotenen Kursen, Seminaren und Fernstudien nach den Anforderungen der staatlichen Prüfung.

Das Ausbildungsziel besteht darin, den zukünftigen Heilpraktikern für Psychotherapie alle notwendigen Kenntnisse zu vermitteln

  • um psychische Symptome richtig zu erkennen und
  • zu diagnostizieren,
  • sowie mithilfe einer geeigneten Therapie zu behandeln.

 

Woran erkenne ich ein gutes Ausbildungsinstitut?

Eine gute Ausbildung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass medizinisches Basiswissen vermittelt wird. Denn alternative Medizin ergänzt die Schulmedizin und umgekehrt. Ideal ist es, wenn Sie bereits eine Art medizinischer Ausbildung vorweisen können, auf der Sie aufbauen können. Fragen Sie bei Krankenkassen oder anderen medizinischen Qualitätsstellen nach, welche Ausbildung bei welchem Anbieter als seriös in Frage kommt. Fragen Sie auch, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit eine Ausbildung in Frage kommt. Möglich ist es auch, bei einem Heilpraktiker anzufragen, der eine Basisausbildung als Arzt hat, sich aber für die ganzheitliche Behandlung entschieden hat.

 

Probleme bei der Ausbildung zum Heilpraktiker

Dennoch ist bei der Ausbildung zum Heilpraktiker oder zur Heilpraktikerin Vorsicht angebracht. Die Fragen sind: Wird Ihnen in der Ausbildung auch wirklich solides Wissen vermittelt, das Sie qualifiziert, um Menschen später bei ihren Nöten zu helfen? Die Berufsbezeichnung des Heilpraktikers ist nicht geschützt, daher sind auf dem Markt viele unseriöse Anbieter zu finden. Genauso wenig, wie Sie jedem vertrauen würden, der am Türschild die Bezeichnung „Heilpraktiker“ angebracht hat, sollten Sie auch jeder sogenannten Ausbildungsmöglichkeit über den Weg trauen.

 

Welche Lerninhalte werden in der Umschulung vermittelt?

Die Schwerpunkte der Weiterbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie liegen dabei in folgenden Bereichen:

  • Psychiatrische Diagnostik und Psychopathologie
  • Formen von psychischen Erkrankungen und psychoaffektiven Störungen
  • Psychotherapeutische Verfahren
  • Forensische Psychiatrie
  • ICD 10 und Heilpraktikergesetz

 

Wie viel kostet eine Umschulung?

Die Kosten für eine Umschulung hängen in erster Linie von der Art der Ausbildung sowie von der gewählten Schule ab. Für die einzelnen Ausbildungsvarianten fallen Kosten in unterschiedlicher Höhe an.

Fernstudium (ca. 130 € pro Monat)

● Abendstudium (ca. 5.000 bis 6.000 € für die gesamte Ausbildung)

● Ausbildung in Vollzeit oder Teilzeit (rund 7.000 € für die gesamte Ausbildung)

 

Was verdient man während der Ausbildung?

Dabei muss man unterscheiden, ob Sie sich nebenbei zur Heilpraktikerin umschulen lassen und weiter zumindest in Teilzeit arbeiten oder ob man durch Leistungen vom Amt gefördert wird. Eine Umschulung durch die Agentur für Arbeit, die Rentenversicherung oder das Jobcenter ist immer an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. Es gibt formale Zulassungskriterien für eine Umschulung sowie Förderungen seitens des Arbeitsamtes oder der Rentenversicherung.

 

Welche Förderungen gibt es für eine Umschulung?

In Deutschland können Personen, die sich umschulen lassen, unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung über die Agentur für Arbeit oder durch das Jobcenter erhalten. Außerdem gewähren manche Institute und Ausbildungsstätten auch Rabatte.

Förderung bei Arbeitslosigkeit durch Arbeitsagentur

Arbeitslose können eine Förderung über die Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen, wenn Sie über einen Bildungsgutschein bewilligt bekommen. Wird dieser nach § 81 SGB III gewährt, so übernimmt die Agentur die vollen Kosten der Ausbildung. Ihr Lebensunterhalt wird während der Maßnahmen durch ein Umschulungsgeld in Höhe des Arbeitslosengeld 1 (ALG I) gesichert. Für den Bildungsgutschein muss man beim zuständigen Sachbearbeiter ein Beratungsgespräch vereinbaren und seine Umschulungswunsch glaubwürdig zum Ausdruck bringen. Bereiten Sie sich unbedingt auf diesen Termin vor!

Förderung älterer Arbeitnehmer

Das Programm WeGebAU sieht für ältere Arbeitnehmer ab 45. Jahren, sowie gering qualifizierte Personen eine Förderung von bis zu 75 % der Ausbildungskosten im Fall einer Umschulung vor.

Finanzierung durch die Rentenversicherung

Die Rentenkasse (GKV) fördert Umschulungen für einen beruflichen Neuanfang, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Insbesondere mit medizinischer Ausbildung haben Sie hohe Chancen, die Weiterbildung zum Heilpraktiker finanziert zu bekommen.

Indirekte Förderungen

Wer keinen Anspruch auf eine direkte Förderung hat, kann unter Umständen auch auf den BAföG zurückgreifen. Dabei handelt es sich um einen Bildungskredit, der nach dem Ausbildungsabschluss wieder zurückgezahlt werden muss.

Förderungen für eine berufliche Umschulungsmaßnahme werden in Deutschland auch von einigen Bundesländern gewährt. Brandenburg und Nordrhein-Westfalen bieten Bildungsschecks an, in Hessen gibt es den sogenannten Qualifizierungsscheck und Rheinland-Pfalz gewährt Bürgern den Quali-Scheck.

 

 

Wie lange dauert eine Umschulung zum Heilpraktiker für Psychotherapie?

Die Dauer liegt zwischen sechs bis 15 Monaten und hängt davon ab, ob Sie sich in Vollzeit oder Teilzeit berufsbegleitend weiterbilden.  Für die Ausbildung schreibt das Gesetz aber keine bestimmte Stundenanzahl als Minimum vor. Es können jedoch drei Varianten unterschieden werden:

Umschulung in Vollzeit

In der Regel bewegt sich der Zeitrahmen zwischen 6 und 12 Monaten. Die Ausbildungsdauer schwankt je nach Schule oder Ausbildungsinstitution. Die Ausbildungseinheiten werden auch als Wochenendkurse oder Kompaktkurse angeboten. Intensivunterricht eignet sich nur für Heilpraktiker-Anwärter mit medizinischen Vorkenntnissen.

Berufsbegleitende Umschulung in Teilzeit

Die Umschulung zum Heilpraktiker neben dem Beruf dauert zwischen 12 Monaten und zwei Jahren. Hier werden von den Instituten ebenfalls verschiedene Varianten angeboten: insbesondere Abendschule und Wochenendkurse.

Umschulung im Rahmen eines Fernstudiums

Diese Variante ist die am erfolgversprechendste Form der Umschulung und dauert rund 15 Monate. Sie sind während der Ausbildung maximal flexibel und können nebenbei Ihrer regulären Arbeit nachgehen oder ein Praktikum machen.

 

Vorteile des Fernstudium

Ein Fernstudium kann innerhalb von 15 Monaten absolviert werden, wenn man dafür mindestens 9 Stunden pro Woche in die Ausbildung investiert. Somit auch neben dem Beruf oder während der Elternzeit möglich. Wichtig ist jedoch, dass man den Lehrstoff nicht unterschätzt und sich auf die mündliche und schriftliche Prüfung sehr gut vorbereitet. Wer bereits aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit über medizinische Kenntnisse verfügt, tut sich mit der nebenberuflichen Ausbildung natürlich leichter.

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Was können Heilpraktiker für ihren beruflichen Erfolg tun?

… wenn Sie sich für eine qualifizierende Ausbildung entschieden haben, die hält, was sie verspricht, dann eröffnen sich gute Berufsperspektiven. Denn wie bereits erwähnt, verlassen sich viele Menschen nicht mehr alleine auf die Schulmedizin, sondern suchen schonende und alternative Verfahrensweisen, um Gebrechen zu heilen oder zu bessern. Wer eine gute Ausbildung als Heilpraktiker/in hat, hat daher gute Zukunftschancen, vor allem:

  • wenn sich Erfolge herumsprechen und nachweislich Wirkung da ist. Bitten Sie zufriedene Kunden um Rezensionen im Internet und honorieren Sie Weiterempfehlungen mit Preisnachlässen, etc..
  • Ständige Weiterbildung ist aber auch hier ein Muss. Vertiefung von Gelerntem und Erweiterung des Wissens sorgen für eine qualitative Arbeit, die Sie und andere zufriedenstellt. Erstellen Sie eine Webseite, die umfassende Auskunft über Ihre Qualifikationen, Erfahrungen und Behandlungsschwerpunkte gibt.

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