Gehirnnahrung

Ein wichtiges Puzzleteil: Brainfood.

Schon in der Antike wurde darüber nachgedacht, inwieweit Körper und Geist miteinander zusammenhängen. Dabei ist der Geist auf den Körper angewiesen, der Körper wiederum vom Geist abhängig. Auch die modernen Wissenschaften konnten bekräftigen, dass die Leistungsfähigkeit, die Stimmung, der Denkprozess und die Gesundheit eines Menschen stark von seinen Ernährungsgewohnheiten abhängen. Ist der Körper ausreichend mit allem versorgt, funktioniert auch der Denkapparat.

Die Gehirnleistung und Verarbeitung von Impulsen und Informationen lässt sich durch eine optimale Versorgung an ausgewählten Nahrungsmitteln sogar noch steigern. Dabei hat die Gehirnaktivität eine unmittelbare Auswirkung auf die Emotionen und das Wohlgefühl des Menschen. Der Begriff „Brainfood“ hat sich längst etabliert, der Mensch kann sich zwar nicht klug essen oder seinen I. Q. erhöhen, jedoch kann er sein Gehirn durch richtige und ausgewählte Ernährung bis in das hohe Alter leistungsstärker und reaktionsfähiger machen, kurz, durch die so bezeichnete Gehirnnahrung dauerhaft fit halten.

Das Gehirn braucht Futter

Etwa tausendfünfhundert Kilokalorien werden täglich vom Organismus im Ruhezustand verbraucht, davon benötigt alleine das Gehirn, obwohl es nur zwei Prozent des gesamten Körpergewichts ausmacht, bis zu fünfundzwanzig Prozent. Das liegt ganz einfach daran, dass das Gehirn das leistungsstärkste Organ im menschlichen Körper ist. Sobald es denkt, fühlt, wahrnimmt, Sinneseindrücke speichert oder die lebenswichtigen Funktionen im Körper steuert, bezieht und verbraucht es Energie und jede Menge Sauerstoff. Über das dichte Netz der Nervenfasern werden Impulse und Informationen geleitet, wofür an die hundert Milliarden Nervenzellen aktiviert werden. Sogar der Appetit und der Schlaf werden durch diese enorme Schaltzentrale geregelt.




Selbst kann das Gehirn keine Energie speichern, so bedarf es genügend Vital- und Nährstoffe, Spurenelemente und Vitamine, um gut zu funktionieren. Gerade im Alter muss verstärkt auf eine richtige und ausgewogene Ernährung geachtet werden, die sowohl den Körper, insbesondere aber auch das Hirn gesund und fit hält. Je älter der Mensch wird, desto schwerfälliger wird seine Hirntätigkeit, die durch energiereiche Gehirnnahrung wieder angeregt werden kann . Doch Brainfood erhöht nicht nur die Leistung an sich, sondern verhindert auch Gehirnunterfunktionen und den Abbau von Gehirnzellen.

Gehirnnahrung ist wichtig: Besonders im Alter

Der Mensch, gerade im Alter von fünfzig Jahren und aufwärts, muss dafür sorgen, sein Gehirn durch genügend Glukose, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralstoffe anzukurbeln. Glukose ist dabei der wichtigste Energieträger und in kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln zu finden. Proteine dienen dem Muskelaufbau und liefern wichtige Aminosäuren, die besonders für die Gehirnleistung und Stimmung wichtig sind. Sie sind die Basis für Hormone und Botenstoffe und sorgen dafür, dass der Mensch aktiv und konzentriert bleibt. Fette bauen die Zellen auf, Vitamine und Mineralstoffe regen die Stoffwechselvorgänge an.

Ist der Körper mit all dem ausreichend versorgt, laufen die Prozesse in ihm reibungslos ab und das Gehirn kann das von Geburt an vorhandene Grundpotential vollständig ausschöpfen. Unter Brainfood versteht man demnach geeignete Nahrungsmittel, die die Gehirntätigkeit positiv beeinflussen und die Leistung steigern. Die wichtigsten sind Nüsse, Bananen, Brokkoli, fetter Fisch, Paprika, Kohl, Amaranth, grüner Tee und Milch.

Wie aus den verschiedenen Beispielen leicht zu ersehen, sind im Alter und für das Gehirn Lebensmittel mit reichhaltigen Vital- und Nährstoffen notwendig, die die Energie liefern.

Die Zubereitung sollte schonend erfolgen und abwechslungsreich sein. All das zählt unter den Begriff „Brainfood“ und kurbelt den Denkapparat an, entsäuert den Körper, damit er genügend Nährstoffe verwerten kann und fördert die Sauerstoffzufuhr.

Zu guter Letzt sollte ein älterer Mensch am Tag auch ausreichend viel trinken, um sein Gehirn neben der richtigen Ernährung weiterhin fit und gesund zu halten. Gerade im Alter lässt das Durstgefühl nach, wobei allgemein betrachtet der Durst bereits ein Mangelgefühl ist und der Körper damit ein Warnsignal sendet, dass er nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist. Schwitzen und Schweißausbrüche beschleunigen den Flüssigkeitsverlust im Körper. Daher sollte das Trinken nicht vergessen werden. Eine zu geringe Menge an Flüssigkeit reduziert den Wassergehalt im Körper, durch den im Alter entstehenden Muskelschwund nimmt die intrazelluläre Flüssigkeit ab. Wer wenig trinkt, fördert Gehirnunterfunktionen, Unwohlsein, Verwirrung und auch Depressionen. Durch das Trinken werden die Nährstoffe dorthin transportiert, wo sie im Organismus benötigt werden, während andererseits die Schadstoffe aus dem Körper gespült werden.

Des Weiteren sollten ältere Menschen große Mahlzeiten lieber vermeiden, auch keine zu langen Pausen zwischen den Mahlzeiten einlegen. Über den Tag verteilt ist es sinnvoller, mehrere kleinere Mahlzeiten zu essen und den Körper so zu stärken. Auch Bewegung darf nicht fehlen, ist gut für die Gesundheit und regt den Stoffwechsel und die Hirnfunktion an.

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