Wie lange dauert eine Umschulung in der Regel?

Exclamation and Question Mark IconDa es sich bei einer Umschulung um eine verkürzte Ausbildung handelt, nimmt sie weniger Zeit in Anspruch als eine reguläre Ausbildung. Während eine Berufsausbildung beispielsweise zur Krankenschwester 3 Jahre Zeit braucht, dauert die Umschulung zur Krankenschwester lediglich 2 Jahre bei einem gleichwertigen Abschluss.

Dasselbe gilt in der Regel für sämtliche Ausbildungsberufe. Wie lange eine Umschulung dauert, wird letztlich von mehreren Faktoren beeinflusst. Es zählen Vorkenntnisse, die wöchentliche Umschulungszeit und ob die Umschulung in Vollzeit oder Teilzeit absolviert wird.

Warum nimmt eine Umschulung weniger Zeit in Anspruch als eine reguläre Berufsausbildung?

Der Lehrplan für eine Umschulung wird von der zuständigen Handelskammer erstellt und richtet sich nach der regulären Ausbildungsdauer. Verkürzt wird um rund 2/3 der regulären Zeit. Die Dauer der Umschulung richtet sich nach der entsprechenden Dauer des Lehrberufes, die im Rahmen einer vollwertigen Ausbildung absolviert werden muss. Da eine klassische Lehrausbildung rund 3 Jahre dauert, kann von einer durchschnittlichen Umschulungsdauer von 2 Jahren ausgegangen werden.




Eine Umschulung kann – mit wenigen Ausnahmen – nur derjenige absolvieren, der bereits einen Beruf erlernt hat oder zumindest mit einer Ausbildung begonnen hat. Er besitzt also bereits Vorkenntnisse, idealerweise sogar in derselben Berufsgruppe und hat bestimmte Lerninhalte bereits vermittelt bekommen. Aus diesen Gründen ist eine Umschulung verkürzt und um bestimmte Lerninhalte aus einer regulären Berufsausbildung reduziert.

Dauer einer beruflichen Umschulung in Teilzeit

Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit, eine berufliche Umschulung auch in Teilzeit zu absolvieren. Hier spielen oftmals private Gründe eine Rolle, beispielsweise die Vereinbarkeit einer Umschulungsmaßnahme mit Familie und Kindern.

Eine Umschulung, die in Teilzeit absolviert wird, dauert in der Regel zwischen 24 und 36 Monaten. Die Zeit, die wöchentlich für die Umschulung aufgebracht werden muss, liegt dabei zwischen 20 bis 30 Zeitstunden. Durch das Arbeitsamt geförderte Umschulungen in Teilzeit dürfen die Grenze von 25 Zeitstunden pro Woche nicht überschreiten.

Wer sich für eine berufliche Umschulung in Teilzeit entscheidet, muss keine Abstriche in der Wahl des Umschulungsberufes machen. Generell ist jeder Ausbildungsberuf auch als Umschulung in Teilzeit zu absolvieren. Einschränkungen bestehen eher darin, einen Betrieb zu finden, der eine Teilzeit-Umschulung anbietet.

Ausbildungsdauer und Verlauf einer Umschulung

In der Regel überspringt der Teilnehmer einer Umschulung bei einer betrieblichen Ausbildung das erste Ausbildungsjahr und steigt direkt im 2. Jahr ein. Die Teilnehmer müssen die theoretischen Ausbildungsinhalte aus dem ersten Ausbildungsjahr eigenständig nachholen oder sie im Rahmen von Zusatzangeboten wie Förderkursen gemeinschaftlich erarbeiten.

In einer schulischen Umschulung wird überwiegend theoretischer Lernstoff vermittelt. Daneben sieht der Rahmenplan schulischer Umschulungen in der Regel ein mindestens 6 wöchiges Praktikum vor, welches in der freien Wirtschaft absolviert wird. Im Praktikum können die Teilnehmer ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden.

Eine betriebliche Umschulung setzt sich aus den praktischen und den theoretischen Ausbildungsinhalten zusammen, die zum Teil im Betrieb und zum anderen Teil in der Berufsschule gelehrt werden. Bei einer betrieblichen Umschulung überwiegen die praktischen Ausbildungsinhalte. Beendet ist eine betriebliche Umschulung dann, wenn eine Prüfung bei der zuständigen Kammer (z.B. der IHK oder dem entsprechenden Bildungsträger) erfolgreich abgelegt wurde.

3 Kommentare

  1. HALLO , ich bin in einer verzwickten Mühle.
    Bin 51 , steh vor einer Berufskrankheit und möchte Umschulen oder den Betriebswirt machen .. leider hat man mir die Hilfe oder Rat mir einen Beruf auszuwählen verweigert . Ich stehe so ziemlich Ratlos da.

    Ich würde mich freuen von Ihnen zu wissen oder hören .
    Mit freundlichen Grüssen
    Raquel Iglesias

    1. Author

      Hallo Her Iglesias, in der Regle hat man bei diagnostizierter Berufserkrankung und einem mit guten Jobchancen ausgestatteten Umschulungsberuf gute Chancen. Wer hat Ihnen denn die Hilfe verweigert? Waren Sie schon bei der Rentenversicherung?

  2. Hallo Frau Iglesias.
    Ich habe das gleiche erlebt!
    Die Bundesversicherungsanstalt arbeitet mit dem Berufsförderungswerk zusammen. Ein Studium wird nicht bezahlt auch keine Weiterqualifizierung – sofern es eine Höherqualifizierung ist. Die Dame der BfA meinte:”Dann würde ja jeder das machen!” Also entweder auf gleichem Niveau oder eine Herabqualifizierung – Ich selbst empfinde es als eine Herabwürdigung meiner Qualifizierung . Was aus den vielen Einzelfällen der BfA wird, so sehe ich es, kümmert nicht. Auch mir wurde ALG II vorgeschlagen. Viele wandern nach einer gewissen Zeit in Hartz IV ab und in die Altersarmut. Ich habe mich bei einem Förderprogramm für Migrationshintergrund beworben. Da sehe ich noch eine Möglichkeit. Die Förderungsmöglichkeiten werden aus einem anderen Topf bezahlt sonst sehe ich auch keinen Lichtblick in meiner Situation.

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