Umschulung zum Familientherapeuten/ zur Familientherapeutin

Bringen Sie die ganze Familie unter Ihrer professionellen Begleitung an einen Tisch!

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass die Medien nicht von schockierenden Familiendramen berichten. Diese sind meist der Höhepunkt vorausgehender Spannungen innerhalb der Familie. Damit die Situation erst gar nicht eskaliert, ist der Einsatz von Familientherapeuten gefragt. Der Berufsalltag von Familientherapeuten gestaltet sich aufgrund der individuellen Begebenheiten als besonders abwechslungsreich, wovon Sie sich nachfolgend selbst überzeugen können.

 

Das Berufsbild des Familientherapeuten/ der Familientherapeutin

Die Arbeit des Familientherapeuten verlangt häufig die Fähigkeit, sich in andere Personen hineinversetzen zu können, da die Probleme der Betroffenen meist von emotionalem Ursprung herrühren. Die Situationen, in welchen ein Familientherapeut genau zu Rate gezogen wird, sind vielseitig. Generell ist das Konfliktpotenzial so konzentriert, dass die Familie beinahe zu zerbrechen droht.
Überwiegend handelt es sich hierbei um kinderlose Partnerschaften.

Häufige Kernthemen sind zum Beispiel:

  • Essstörungen
  • Schulden
  • Beruf

 

Zukunftsaussichten für Familientherapeuten

Das Einsatzgebiet für Sie als ausgebildeten Familientherapeuten ist weitreichend. Wenn Sie es bevorzugen, die Zuständigkeitsbereiche mit weiteren Therapeuten zu teilen, so empfiehlt sich beispielsweise die Arbeit in einer Gemeinschaftspraxis.

Bereitet es Ihnen hingegen Freude, eigenständig Entscheidungen zu treffen, so ist auch die Gründung einer eigenen Praxis eine attraktive Option.

Streben Sie dagegen ein gewöhnliches Angestelltenverhältnis an, so sind Sie in sozialen Einrichtungen, diversen Beratungsstellen oder Therapiezentren bestens aufgehoben. Persönliche Diskussionsrunden in den heimischen vier Wänden sind im Rahmen von Hausbesuchen ebenfalls nicht unüblich.

Regelmäßige Weiterbildungsangebote dienen dazu, Ihr Fachwissen immer auf dem neuesten Stand zu halten und so konkurrenzfähig zu bleiben. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, sich mittels Fortbildungen für höhergestellte Tätigkeiten zu qualifizieren beziehungsweise auf bestimmte Kernbereiche zu spezialisieren.

In den kommenden Jahren ist eine steigende Nachfrage an Familientherapeuten zu erwarten, da der Beratungsbedarf innerhalb von Partnerschaften stetig steigt.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Der Beruf des Familientherapeuten kann nicht im Rahmen einer Berufsausbildung erworben werden, daher besteht auch keine Möglichkeit, an einer allgemein geregelten und anerkannten Umschulungsmaßnahme teilzunehmen.
Vielmehr sind es spezielle Lehrgänge und Fortbildungskurse, welche Sie zum/ zur Familientherapeuten/in ausbilden.
Je nach Anbieter können die Themenschwerpunkte variieren. Um zu gewährleisten, dass Ihre Wunschinhalte im Programm vermittelt werden, ist es ratsam, den persönlichen Kontakt mit dem Anbieter selbst zu suchen.
Gelegentlich ist es möglich, einzelne Seminare oder Kurse mit speziellen Themenschwerpunkten zu belegen, welche Sie zur qualifizierten Fachkraft in den jeweiligen Bereichen ausbilden.
Vereinzelt wird die Umschulung zum Familientherapeuten als komplette Ausbildung im Gesamtpaket angeboten.

Die Anbieter der Weiterbildung zum Familientherapeuten sind vorrangig von privater Natur, sodass die hierfür anfallenden Umschulungskosten nicht zu verachten sind. Die Dauer der Fortbildungsmaßnahme ist nicht einheitlich geregelt, die Mindestdauer umfasst in jedem Fall mehrere Monate.

Folgende Umschulungsinhalte sind stellvertretend für die Weiterbildung zum Familientherapeuten aufgeführt:

  • Psychosomatik und Entwicklungspsychologie
  • Persönlichkeitspsychologie
  • Beratung inklusive Konfliktmanagement
  • Mediation
  • Kommunikation

Während der gesamten Maßnahme wird ein starker Praxisbezug hergestellt. Vor allem im sogenannten Therapeutentraining erlangen Sie alle erforderlichen Fertigkeiten, welches Ihre spätere Therapeutenpersönlichkeit unmittelbar beeinflusst.

 

Zielgruppe der Umschulung zum/ zur Familientherapeuten/in

Die Voraussetzungen dieser Fortbildung erfahren einen besonderen Stellenwert, da Quereinsteigern aus anderen Berufen die Zulassung hierfür verwehrt bleibt.
Somit richtet sich die Fortbildung zum Familientherapeuten ausschließlich an Fachkräfte mit einer einschlägigen Vorbildung.
Darunter fallen zum Beispiel folgende Berufe:

  • Pädagogen
  • Sozialarbeiter
  • Psychologen
  • Heilpraktiker
  • Erzieher

 

Möglichkeiten zur finanziellen Förderung

Die Teilnahme an einer Umschulungsmaßnahme soll entweder die drohende Arbeitslosigkeit abwenden oder diese beenden. Wer die erforderliche Willenskraft zur Teilnahme an einer Fortbildung aufbringt, soll in finanzieller Hinsicht Entlastung erfahren. Dafür stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. In erster Linie gilt, dass Sie sich an den Sachbearbeiter der Institution wenden, von welcher Sie Leistungen beziehen.
Der Bildungsgutschein gehört zu den populärsten Fördermitteln der Agentur für Arbeit. Dieser kann je nach Zuständigkeit auch vom Jobcenter ausgestellt werden. Neben Ihrer persönlichen Eignung ist hier vor allem Ihre Überzeugungskraft gefragt, da es sich um eine freiwillige Leistung handelt.
Hat Ihnen die mittels Bildungsgutschein geförderte Umschulungsmaßnahme zum Neueinstieg im Berufsleben verholfen, steht es Ihnen frei, rückwirkend einen Antrag auf die Gewährung einer Weiterbildungsprämie zu beantragen.

Ausschließlich für Fortbildungen ist der Bezug des sogenannten Aufsteigs-BAFÖGs möglich.

Beziehen Sie bislang lediglich geringe Einkünfte, so bietet das Bildungsministerium für Bildung und Forschung finanzielle Unterstützung in Form von Bildungsprämien.

 

Mögliche Anbieter der Umschulung zum/ zur Familientherapeuten/in

Hier finden Sie einen Auszug möglicher Veranstalter, welche die Umschulung zum/ zur Familientherapeuten/in anbieten:

  • ifs in Köln und Essen: Im Lehrgang „Systematische Familientherapie und Grundzüge der Supervision” konzentriert sich darauf, Probleme und Konflikte auf Augenhöhe zu erkennen und anschließend zu therapieren.
  • Leuphana Universität Lüneburg: Die Fortbildung Mit der Weiterbildung „Systematische Beratung und Familientherapie” stärken Sie, als pädagogische Fachkraft, Ihre bisherige Beratungs- Entscheidungs- sowie Handlungskompetenz.
  • Deutsche Paracelsus Schulen und Naturheilverfahren GmbH: Das Umschulungsangebot zum „Kinder-, Jugend-, und Familienberater” qualifiziert Sie für die alltäglichen Herausforderungen in diesen Bereichen. Unter anderem spezialisieren Sie sich darauf, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und hilfreiche Therapieansätze zu entwickeln.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung im Fernstudium

Die Möglichkeit, eine berufliche Umschulung via Fernstudium zu absolvieren, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Folgende Anbieter ermöglichen Ihnen unter anderem das Lernen in Eigenregie neben Ihrer derzeitiger hauptberuflichen Tätigkeit:

  • Institut Kappel Wuppertal: Im Zeitraum von zwölf Monaten erlernen Sie alle erforderlichen Kompetenzen, welche Sie in der Funktion eines qualifizierten Familientherapeuten benötigen.
  • Europäisches Fachinstitut für Berufsbildung (FIB): Hier werden Sie innerhalb von acht Monaten zum Paar- und Familientherapeuten ausgebildet. Der wöchentliche Zeitaufwand beträgt etwa vier bis sechs Stunden pro Woche.