Seniorenstudium

senioren studium
Warum nicht einfach nochmal studieren?

Neben dem regulären Studium ist das sogenannte Seniorenstudium eine neben dem regulären Studium weitere, beliebte Option für Bildungshungrige der älteren Generation. Die Auswahl an Studienmöglichkeiten ist enorm und viele Universitäten bieten spezielle Seniorenuniversitäten.

Unverbindlich und je nach Interesse studieren, ohne an Maßgaben gebunden zu sein: Das Seniorenstudium bietet im Vergleich zum regulären Studium ebenfalls interessante Möglichkeiten, den persönlichen und geistigen Horizont zu erweitern und neue Wissensfelder zu erschließen.




Was ist ein Seniorenstudium?

Bei letzterem handelt es sich dabei um ein fächerübergreifendes Studium, das de facto ein spezieller Gasthörer-Status ist, aber bestimmte Rahmenbedingungen mit sich bringt. So bieten Universitäten, die Seniorenstudiengänge im Programm haben, hierfür spezielle Begleit-, Veranstaltungs- und Orientierungshilfen an, um die Bewältigung des Pensums zu unterstützen. Über 50 Universitäten offerieren spezielle Studiengänge für Senioren, die Angebote sind in ihrem Aufbau allerdings uneinheitlich und von Universität zu Universität bzw. von Fachhochschule zu Fachhochschule verschieden.

Es geht beim Seniorenstudium grundsätzlich nicht um das Erwerben eines bestimmten Abschlusses – obwohl manche Universitäten auf Senioren zugeschnittene Abschlüsse oder Zertifikate bieten – sondern um die Freude an der eigenen Weiterbildung und die Erweiterung des Horizontes im Alter. Ein Seniorenstudium ist vielmehr interessegeleitet, die einzelnen Studierenden können sich ihre Veranstaltungen selbst zusammensuchen. Als Voraussetzung ist normalerweise kein Abitur erforderlich, in Einzelfällen aber doch. In Bayern, genauer gesagt in München, gibt es zum Beispiel striktere Regelungen. Dort wird etwa ein Abitur als Voraussetzung für ein Seniorenstudium verlangt.

Aktuell sind rund 40.000 Senioren-Studenten in irgendeiner Weise studentisch an Hochschulen aktiv bzw. registriert – die Zahl hat sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Es gibt reguläre Studenten, Seniorenstudenten, Absolventen einer speziellen Universität für Senioren und es gibt Gasthörer, die das Gros ausmachen. Die Zahl der Seniorenstudenten wurde im Jahr 2001 auf 25.000 beziffert, eine Angabe, die sicher eine Tendenz nach oben mit einschließt.

Gründe für ein Seniorenstudium

Warum sich viele SeniorInnen für diese Studienformen entscheiden, liegt sicher darin begründet, dass nicht das strikte Pensum eines regulären Studiums absolviert werden muss, aber dennoch eine interessengeleitete Weiterbildung gegeben ist. Außerdem sind die Seniorenstudiengänge in die Universitätsabläufe integriert, dass heißt ältere Semester und jüngere Studenten sitzen in gemeinsamen Veranstaltungen. Der Kontakt mit jüngeren Menschen ist sicher auch ein Kriterium, warum Senioren das Seniorenstudium im Gegensatz zu einer speziellen Uni für Senioren meist bevorzugen, zumal der Zugang zu Wissensquellen wie umfangreichen Bibliotheken auch ganz andere Möglichkeiten bietet.

Der Austausch der Generationen ist nicht zu unterschätzen, wobei auch die spezielle Uni für Senioren ihre Reize hat. Alles Wissenswerte wie Leistungsanforderungen, Vor- und Nachteile, Zeitaufwand und Kosten eines Seniorenstudiums finden Sie im Folgenden. Grundsätzlich sei gesagt, dass das Seniorenstudium im Vergleich zu einem regulären Studium ebenfalls unter Umständen interessante Optionen und weiterqualifizierende Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt bietet.

8 Kommentare

  1. Sehr Geehrte Damen Und Herren,
    Ich interessiere mich für das Studium der Philosophie. Ich lebe in Kroatien, und ich bin 48 Jahre alt. Ich frage , wie lange es dauert studij, um Philosophie und seinen Preis zu studieren. Wie sie organisiert Vorträge.

    vielen Dank für Ihre Antwort

    Anda

  2. Hallo,

    würde gerne Theologie nebenbei studieren. Bin w. 53 J alt,
    zum studium gehört ebenfalls das Altgriechisch und Bibel-hebräisch. Habe kein Abi.

    Was können Sie mir empfehlen? Freue mich auf Ihre
    Antwort.

    vielen Dank
    Michaela

  3. Ich bin deutsche Sprachberater fuer die U3A in Grossbritannien (eine Art von Universitaet fuer Menschen ueber 55 Jahre) und ueberlege eine Lernreise nach Muenchen fuer naechstes Jahr. Ich werde bis zu 20 Leute mitbringen, und frage mich ob wir Kontakt mit aehnlichen Gruppen in Muenchen machen koennten?
    Ich frage mich auch, ob wir etwas mit der Universitaet Muenchen machen koennten; vielleicht in Verbindung mit einem Seniorenstudium?
    Bitte schicken mir Antworten direkt per E-mail!

  4. Ich habe mit 63 Jahren eine Webdesignausbildung absolviert und möchte so gerne mit meinen bereits 66 Jahren noch eine Grafikdesignausbildung bzw. -studium nachholen. Jedoch erlaubt es meine finanzielle Situation nicht mehr.

    Gibt es für mich eine Möglichkeit diesen schon lange gehegten Lebenstraum noch zu erfüllen? Wer kann mir raten bzw. helfen?

    Ich würde mich über eine baldige Antwort per E-Mail riesig freuen.

    1. Author

      Liebe Sabine,
      eine Förderung über das Jobcenter wird es wohl nicht mehr geben. Interessanter wäre doch, die Frage zu beantworten: Warum wollen Sie das über ein Studium lernen? Es gäbe ja auch die Möglichkeit über Bücher oder das Internet im Selbststudium, oder aber, das kostet ein wenig, über die VHS oder einen kostengünstigen Fernkurs (siehe rechts oben die Möglichkeit zur Informaterialbestellung) Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass mir all das, was ich mir selber beigebracht habe, viel mehr im Leben gebracht hat, als alles, was ich je in Schule oder Studium gelernt habe.

  5. Ich bin 51 Jahre alt habe Abitur von Beruf Industriekaufmann. Mein langjähriger Arbeitgeber ging insolvent. Ich fände ein Studium Fachrichtung Soziale Arbeit sehr toll und passend für mich. Noch dazu gibt es da diese Möglichkeit eines Dualen Studiums indem gleich von anfang an real in einem Praktikumsbetrieb gearbeitet wird und gleichzeitig auch studiert wird. Ist zwar ein bisschen spät doch warum sollte es misslingen. Ich würde danach auch in diesem Beruf arbeiten und das wären noch mindestens zehn Jahre. Allein mir fehlt das Geld . Schade.

    1. Author

      Hallo Herr Migdalek,

      ich würde Ihnen sehr empfehlen, als Quereinsteiger schon einmal etwas Erfahrung zu sammeln, z.B. in der Obdachlosenhilfe, bei einer Tafel, bei der Bahnhofsmission, bei der Telefonseelsorge, in einem Jugendfreizeitzentrum…und dann parallel ein Fernstudium wie z.B. an der ASFH Berlin anzufangen. Diese sind nicht teuer im Vergleich zu dualen Studiengängen, eine gute Freundin von mir hat diesen Weg gerade eingeschlagen und ist sehr angetan davon.

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