Berufliche Weiterbildung

Berufliche Bildung
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Arbeitslosigkeit kann die oder den Betreffenden hart treffen, wobei nicht nur die finanziellen Einbußen eine Rolle spielen, sondern auch die psychosozialen Verluste einen harten Einschnitt darstellen können.

Denn Berufstätigkeit bedeutet auch Kontakte, eine sinnvolle Beschäftigung und Befriedigung bei Erfolgserlebnissen. Daher lohnt es sich, alle Kräfte zu mobilisieren, um einen Wiedereinstieg zu schaffen, denn Verrentung ist in den seltensten Fällen eine Option. Menschen ab 50 sehen sich dabei besonderen Herausforderungen gegenüber, doch Arbeitsagentur und Weiterbildungsmarkt bergen für die Altersgruppe 50+ auch besondere Chancen. Doch wer nach dem Motto “Fürs Lernen neuer Dinge bin ich zu alt” lebt, der könnte es durchaus schwer haben…

Weiterbildung als Schlüssel

Denn um einen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu finden, ist häufig Weiterbildung der richtige Schlüssel. Das Berufsleben wird immer dichter, von MitarbeiterInnen wird immer mehr verlangt, lebenslanges Lernen ist die Devise. Die Zeiten, in denen eine einmalige Ausbildung oder ein Studium eine Beschäftigung bis zur Rente garantierten, sind längst vorbei. Neue Medien, neue Trends in der Gesellschaft und eine globalisierte Welt verlangen heute ständige Weiterbildung und Weiterentwicklung.




Durch das erfolgreiche Bewältigen einer Weiterbildung werden ArbeitnehmerInnen im Falle der Arbeitslosigkeit besser für den Arbeitsmarkt qualifiziert, können zusätzliche Fähigkeiten erwerben, die die beruflichen Chancen verbessern können. Sei es ein Computerkurs, Kurse im gefragten Berufsfeld Gesundheit, Sprachen oder Sonstiges: Auch für Menschen ab 50, die arbeitslos geworden sind, gibt es zahlreiche Optionen, um die Perspektiven für eine künftige Berufstätigkeit zu verbessern. Ob nun eine Maßnahme, die von der Arbeitsagentur spezifisch für eine bestimmte Gruppe, die von Arbeitslosigkeit betroffen ist, angeboten und finanziert oder ob Eigeninitiative ergriffen wird: Auf dem heutigen Bildungsmarkt bieten sich zahlreiche Möglichkeiten.

Dabei ist grundsätzlich zu klären, ob einfach der eigenen Neigung im Sinne der Selbstverwirklichung gefolgt wird oder ob gezielt Weiterbildungen ausgewählt werden, die die Chancen im Job durch Fokussierung auf gefragte Felder nachweislich erhöhen. Denn zu einer lohnenden Qualifizierung, die die künftige Berufstätigkeit in den Blick nimmt, gehört auch die Analyse des Marktes.

Neue Berufsfelder, neue Möglichkeiten

In den vergangenen Jahren sind dabei zahlreiche neue Berufsfelder entstanden, die den gesellschaftlichen Trends entsprechen. Daher ist unter Umständen zu überlegen, ob an bestehende berufliche Qualifikationen aufgebaut wird oder ob völlig neue Wege beschritten werden. Weiterbildungen sollten aber in jedem Fall in Angriff genommen werden, denn sie unterstreichen die eigene Leistungsfähigkeit und Aufnahmefähigkeit.

Eine erfolgreich absolvierte Zusatzqualifizierung kann so einem durch den Verlust der Arbeit möglicherweise beschädigten Selbstwertgefühl wieder auf die Sprünge helfen. Sogar für Menschen, die finanziell nicht auf Berufstätigkeit angewiesen sind, kann neues Engagement um neues Wissen deswegen behilflich sein. Wie ein chinesisches Sprichwort besagt: „Lernen ist wie ein Schwimmen gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“

 

2 Kommentare

  1. Da ich mein Selbstwertgefühl wieder aufbauen möchte denke ich, es ist wichtig einen möglichen Jobverlust als Sackgasse zu sehen.

    Ich bin zwar aktuell im Job, weiss aber nur zu gut wie lange ich letztes Mal brauchte wieder reinzukommen.

    Deshalb freue ich mich auf neue Beiträge.

  2. …im ersten Satz sollte es natürlich heißen “nicht als Sackgasse zu sehen”

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