Umschulung zum/zur Gesundheitsberater/in

Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit.

Gesundheitsberater/innen haben die Aufgabe, ihren Klienten in allen relevanten Gesundheitsfragen zu beraten und auf diese Weise eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise zu erreichen. Dabei geht es weniger um das Behandeln von Krankheiten, sondern vielmehr um den Erhalt der Gesundheit. Zu den Klienten der Gesundheitsberater/innen gehören Menschen, die ihren Gesundheitszustand positiv beeinflussen möchten etwa durch eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und das Reduzieren von Stress.

Auf diese Weise sollen Risikofaktoren für zahlreiche Erkrankungen minimiert werden. Arbeitgeber für Gesundheitsberater/innen sind unter anderem Krankenkassen, Ernährungsberatungsstellen und Gesundheitszentren, aber auch in Schulen und Kindertagesstätten kommen sie zum Einsatz.

 

Zukunftsaussichten für Gesundheitsberater/innen

Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen. Besonders in unserer Wohlstandsgesellschaft fällt es aber vielen Menschen zusehends schwer, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen, was an allgemeinem Stress, aber auch an einem Überangebot an Lebensmitteln. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich fortsetzen, sodass zu erwarten ist, dass auch eine erhöhte Anzahl an Gesundheitsberater/innen erforderlich wird. Wer sich in diesem Bereich fortbilden und erfolgreich tätig sein möchte, sollte auf ein regelmäßiges Auffrischen der eigenen Kenntnisse achten und sich stetig weiterbilden.

 

Länge und Inhalt der Umschulung

Klassische Umschulungen zum/zur Gesundheitsberater/in werden aktuell in Deutschland nicht angeboten; es gibt aber zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen, die für eine spätere Tätigkeit in diesem Bereich qualifizieren. Diese können in Vollzeit oder auch berufsbegleitend absolviert werden. Alternativ werden auch Fernstudiengänge angeboten. Die Dauer sowie die Inhalte variieren teils deutlich von Anbieter zu Anbieter. Meist dauert es zwischen 14 und 20 Monaten, bis die Weiterbildung abgeschlossen werden kann. Zu den Inhalten, die im Verlauf der Fortbildung vermittelt werden, gehören unter anderem die folgenden:

  • Medizinische Grundlagen
  • Gesundheitsvorsorge
  • Gesundheitsförderung
  • Ernährung
  • Sport und Bewegung
  • Hygiene
  • Entspannungstechniken

 

Zielgruppe der Umschulung

Eine Weiterbildung zum/zur Gesundheitsberater/in eignet sich für alle Menschen, die auf der Suche nach einer Tätigkeit im Gesundheitsbereich sind und gerne mit Menschen arbeiten. Im Idealfall besteht eine Affinität zu einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise. Besonders Arbeitssuchende, die sich gerne mit diesem Bereich befassen, können hier unabhängig von Alter eine Karriere beginnen. Voraussetzungen sind Fingerspitzengefühl, gute Kommunikationsfähigkeiten und natürlich das entsprechende Fachwissen, das im Rahmen einer entsprechenden Umschulung erworben werden.

 

Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung zum/zur Gesundheitsberater/in

Wer eine Umschulung zum/zur Gesundheitsberaterin absolvieren möchte, sieht sich nicht selten mit hohen Kosten konfrontiert. Besonders Arbeitssuchende können diese nicht aus eigener Kraft bewältigen – und müssen es auch nicht, denn der Staat bietet unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten für die angestrebte Weiterbildung an. Wer etwa Arbeitslosengeld II bezieht, kann sich an das zuständige Jobcenter wenden. Die Behörde kann bei entsprechender Eignung die Kosten für eine Fortbildung im Bereich Gesundheitsberatung vollständig oder zumindest anteilig übernehmen. Voraussetzung hierfür ist zunächst das Stellen eines Antrags. Dieser wird gemeinsam mit dem persönlichen Ansprechpartner durchgegangen. Nur bei einer fachlichen sowie persönlichen Eignung des Antragstellers kann die Kostenübernahme bewilligt werden.

Außerdem müssen realistische Chancen auf eine Anstellung im gewünschten Bereich bestehen. Werden alle erforderlichen Kriterien erfüllt, wird ein Bildungsgutschein ausgestellt, der zur Teilnahme an einer Umschulung bei einem vorab festgelegten Bildungsträger berechtigt und eine Übernahme der Kosten durch die Behörde garantiert.

 

Anbieter der Umschulung

In Deutschland gibt es zahlreiche Einrichtungen, die auch Fortbildungen im Bereich Gesundheitsberatung anbieten. Oftmals handelt es sich dabei um Lehrveranstaltungen, die auf bereits erworbenen Kenntnissen aufbauen und in diesem Zusammenhang weitere Qualifikationen bieten. Eine Teilnahme ist unter anderem bei den folgenden Institutionen möglich:

 

Quereinstieg zum/zur Gesundheitsberater/in

Der Beruf des Gesundheitsberaters/der Gesundheitsberaterin eignet sich ideal für Quereinsteiger, die bereits eine gewisse Affinität zu gesunder Ernährung und Lebensweise haben. Da es keine reguläre Umschulung in diesem Bereich gibt, ist es oftmals sinnvoll, nicht nur eine Fortbildung zu absolvieren, sondern sich mit mehreren Kursen die entsprechenden Kenntnisse anzueignen. Grundsätzlich können aber auch Personen aus vollkommen anderen Berufsbereichen durch einen Quereinstieg eine Tätigkeit in der Gesundheitsberatung aufnehmen.

Voraussetzung sind aber immer eine entsprechende Ausbildung und umfassende Fachkenntnisse, die für einen erfolgreichen Einstieg in diesen Bereich zwingend erforderlich sind.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Eine Umschulung zum/zur Gesundheitsberater/in erfordert in vielen Fällen die Anwesenheit der Teilnehmer in den Räumlichkeiten der ausgewählten Bildungsstätte. Es gibt aber persönliche Situationen und Lebenslagen, in denen dies nicht problemlos möglich ist. Das ist etwa dann der Fall, wenn noch einer Beschäftigung im alten Beruf nachgegangen wird oder im Haushalt kleine Kinder leben, die eine konstante Betreuung erforderlich machen. Wer sich außer Stande sieht, regelmäßig die Unterrichtsräume und Veranstaltungen zu besuchen, kann alternativ auch ein Fernstudium in Betracht ziehen. Dieses ist bei unterschiedlichen Fernuniversitäten möglich und kann flexibel von Zuhause aus stattfinden. Umschulungen zum/zur Gesundheitsberater/in sind in diesem Zusammenhang ebenso möglich wie die folgenden verwandten Bereiche:

  • Gesundheitswissenschaften
  • Gesundheitspädagogik
  • Gesundheitspsychologie
  • Gesundheitsökonomie
  • Gesundheitsmanagement
  • Gesundheit und Soziales