Umschulung zum Floristen/ zur Floristin

Sie lieben Blumen? Dann ist das die richtige Umschulung für Sie.

Die Tätigkeit als Florist/-in: Umschreibung des Berufsbildes

Floristen und Floristinnen stellen nach erfolgreicher Umschulung dekorative Gestecke und sonstige Arrangements aus Zierpflanzen her und verkaufen diese – häufig als Selbstständige im eigenen (kleinen oder großen) Geschäft. Sie gehen bei der Gestaltung ihrer blumigen Kreationen zum einen sehr häufig auf die Vorstellungen ihrer Kund/-innen ein, können aber auf der anderen Seite auch selbst kreativ werden und eigene Gestecke, Sträuße, Kränze, Brautschmuck und ähnliches kreieren und anbieten. Zum Aufgabenbereich der Florist/-innen gehört es darüber hinaus, Schaufenster und Räumlichkeiten zu dekorieren beziehungsweise zu gestalten. Auch gehören die Pflege und Versorgung der Pflanzen im (eigenen) Geschäft zum täglichen Standard. Natürlich sind für die Unterhaltung eines solchen Geschäfts aber auch kaufmännische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten – beispielsweise die Berechnung von Verkaufspreisen, die Bedienung der Kasse oder das Einholen verschiedener Angebote – notwendig.

Was das Gehalt eines/einer ausgebildeten Florist/-in nach der Umschulung betrifft, so gelten für gewöhnlich die Regelungen der „Industriegewerkschaft Bauern-Agrar-Umwelt“, da diese im Normalfall die tariflichen Bestimmungen festlegt. Für Berufseinsteiger sollte ein Gehalt von etwa 1.600 bis 1.650 Euro möglich sein, dass natürlich (wie in den meisten Berufen) nach oben hin offen ist. Jedoch sollte Anwärter/-innen der Umschulung grundsätzlich bewusst sein, dass hier meist die kreative Arbeit selbst wesentliche Triebfeder ist und ein Manager-Gehalt weniger zu erwarten sein wird.

 

Zukunftsaussichten für Florist/-innen

Besonders an Feiertagen oder für sonstige Feierlichkeiten sind Florist/-innen geschätzte Fachleute. Aber auch im Allgemeinen legen die meisten Menschen Wert auf schöne Pflanzen oder geschmackvolle Sträuße und Gestecke, um das eigene Heim (oder das Büro und ähnliches) gemütlicher zu gestalten beziehungsweise für eine angenehme Atmosphäre zu sorgen. Der kreative Aspekt sowie die Arbeit mit Pflanzen im Allgemeinen wird von vielen Florist/-innen als entscheidender Beweggrund für die Entscheidung zu dieser Tätigkeit betont.

Am Beruf des/der Florist/-in reizt viele Bewerber/-innen darüber hinaus die Möglichkeit des selbstständigen Arbeitens in einem eigenen Geschäft beziehungsweise Unternehmen. Für Florist/-innen, denen es gelingt, diese Aspekte zu vereinen und Kund/-innenwünsche sowie neue Trends stets geschmackvoll umzusetzen, sollte es demnach auch in Zukunft reichlich zutun geben.

 

Dauer der Umschulung zum/zur Florist/-in und wesentliche Inhalte

In der Regel erfolgt die Umschulung zum/zur Florist/-in dual und entsprechend einer betrieblichen Ausbildung. Der theoretische Teil wird demnach an einer Berufsschule vermittelt und der praktische im Betrieb beziehungsweise dem jeweiligen Blumenladen. Die Dauer beträgt für gewöhnlich drei Jahre, kann jedoch unter speziellen Bedingungen verkürzt werden, etwa wenn zuvor eine ähnliche Ausbildung absolviert wurde oder eine betriebliche Einstiegsqualifizierung (erfolgreich) stattgefunden hat.

Inhaltlich können Sie im theoretischen Teil vor allem mit der Vermittlung von Kenntnissen zu den einzelnen Pflanzenarten, deren richtiger Behandlung und Pflege rechnen. Hinzu kommen darüber hinaus (mindestens) Grundlagen zu den Bereichen Vermarktung und Einkauf, außerdem werden in der Regel hier auch die verschiedenen Werkstoffe und ihre Verwendung behandelt.

Im Betrieb lernen Sie dagegen die Praxis – und damit das, was für die Meisten diesen Beruf so interessant macht – kennen. Dazu gehören unter anderem das Binden von Sträußen, das Anfertigen von Gestecken und Kränzen, ebenso wie die Herstellung von Trauer- und/oder Brautfloristik. Natürlich werden Ihnen dabei auch die unterschiedlichen Arbeitsinstrumente (Scheren, Messer, Zangen und ähnliches) und deren Verwendung vermittelt. Besonders wichtig und bedeutend für den praktischen Arbeitsalltag sind jedoch ebenso die kaufmännischen und organisatorischen Aspekte, etwa die angemessene Kalkulation und das Einholen verschiedener Angebote. Auch die Leistungs- und Kostenabrechnung wird Ihnen hier praktisch vermittelt werden können, ebenso wie der richtige Umgang mit Kund/-innen.

 

Zielgruppe(n) für eine Umschulung zum/zur Florist/-in

Grundsätzlich ist für die Umschulung zum/zur Florist/-in kein geregelter Schulabschluss als Zugangsvoraussetzung vorgesehen. Jedoch eignet sie sich besonders gut für diejenigen, die bereits in einem (oder mehreren) der Gärtnerei-Bereiche beziehungsweise im Gartenbau tätig waren. Umschulungswillige sollten außerdem ein Interesse für und/oder einen besonderen Bezug zur Arbeit mit (Zier-)Pflanzen mitbringen. Außerdem sollten sie eine gewisse Affinität sowie einen guten Blick für das Dekorieren besitzen und Freude an der Arbeit mit Kund/-innen haben. Wer auf die Selbstständigkeit hinarbeiten möchte, tut außerdem gut daran, die organisatorischen und kaufmännischen Strukturen zu verinnerlichen und sich regelmäßig mit diesen auseinander zu setzen.

Wesentlich für den Beruf des/der Florist/-in bleiben jedoch vor allem ein hohes Maß an Kreativität und ein Gespür für Ästhetik, wenn es um die Zusammenstellung von Blumen(-Kreationen) geht. Auch sollten sich Interessierte der Tatsache bewusst sein, dass ein überdimensionaler Lohn meist nicht zu erwarten ist.

 

Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung zum Floristen beziehungsweise zur Floristin

Da die Ausbildungsvergütung für Florist/-innen in der Regel nicht besonders hoch ist (sie liegt zwischen mindestens 230 Euro im ersten und etwa 620 Euro im abschließenden Lehrjahr), wird es für Interessierte durchaus entlastend sein zu lesen, dass zusätzlich die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden kann. In der Regel wird diese vor allem auch dann gewährt, wenn Umschüler/-innen weder bei den Eltern wohnhaft sind, noch in einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft leben, in welcher der Partner beziehungsweise die Partnerin eine gewisse Einkommenshöchstgrenze überschreitet.

 

Anbieter der Umschulung zum/zur Florist/-in

Vorrangig wird die Umschulung (wie auch die Ausbildung) zum/ zur Florist/-in von den jeweiligen Betrieben – also Blumenläden – angeboten. Darüber hinaus gibt es einige spezielle Gärtnereien für Zierpflanzen, die entsprechende Plätze für Umschüler/-innen zur Verfügung stellen.

 

Die Umschulung zum/ zur Florist/-in: Fernstudium und verwandte Fachbereiche

Im Vergleich zu anderen Umschulungsangeboten wird jenes zum/zur Florist/-in nur sehr vereinzelt auch in Form eines Fernstudiums oder Fernlehrgangs angeboten. Dennoch: sowohl in der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) wie auch am Institut für Lernsysteme (ILS) ist ein Fernlehrgang im Bereich der Gartengestaltung zu finden.