Umschulung Heilerziehungspfleger

Umschulung zum/zur Heilerziehungspfleger/in

Heilerziehungspfleger/innen gehören zu den sozialen Berufen. Sie pflegen Menschen mit Behinderung, mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Dabei spielt das Alter der Schützlinge keine Rolle, die Betreuten kommen aus allen Altersstufen.

 

Welche Aufgabenbereiche erfüllt ein Heilerziehungspfleger/in?

Wenn die Klienten sehr eingeschränkt sind, handelt es sich teilweise um eine pflegerische und fördernde Tätigkeit. Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, die Patienten zu unterstützen, ihren Alltag möglichst selbständig zu bewältigen. Sie helfen Personen mit Behinderung bei der Grundpflege. Duschen, an- und ausziehen, mit Medikamenten versorgen und kochen oder füttern. Im organisatorischen Bereich unterstützen sie ihre Anvertrauten den Alltag zu verwalten. Heilerziehungspfleger/innen gestalten die Freizeit für ihre Schützlinge abwechslungsreich. Sie begleiten und schaffen einen gesunden Lebensstil für ihre Klienten.

 

Zukunftsaussichten und Gehalt für Heilerziehungspfleger/innen

Pflegekräfte fehlen überall und der Mangel ist auch bei den Heilerziehungspfleger/innen eklatant. Dies stellt für Interessenten einen immensen Vorteil bei der Jobauswahl dar. Selbst in kleineren Städten und Gemeinden sind die Absolventen dieser Ausbildung gesucht. Unterschiedliche Einrichtungen sind auf die Unterstützung von qualifizierten Heilerziehungspflegern angewiesen:

  • Tagesstätten für Menschen mit Behinderung
  • Wohn- und Pflegeeinrichtungen
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Einrichtungen der Sozialpsychiatrie
  • Wohngruppen
  • Mobile Sozialdienste
  • Kinderbetreuungen
  • Schulen

 

Das Beschäftigungsangebot bietet den idealen Einstieg für Umschüler und eine aussichtsreiche Qualifikation, auch für Interessenten über 50 Jahre.

Während der Umschulung oder Fortbildung gibt es keine Vergütung. Die meisten Einrichtungen vergüten allerdings Praktika während der Qualifikation. Das Berufspraktikum für die staatliche Anerkennung wird geregelt mit 1627 Euro pro Monat bezahlt.

Nach der erfolgreichen Umschulung erhalten Heilerziehungspfleger/innen im Vergleich mit anderen medizinischen Berufen ein gutes Gehalt. Kaufleute im Gesundheitswesen, Altenpfleger und Ergotherapeuten verdienen weniger. Sie erhalten im Schnitt sogar 1000 Euro mehr als medizinische Fachangestellte. Durchschnittlich verdienen Heilerziehungspfleger annähernd so viel wie Gesundheitspfleger und Hebammen. Einschlägige Studien ermitteln einen mittleren Betrag von 3669 brutto monatlich. Wie bei allen Berufen, existiert ein West-Ost und Süd-Nord Gefälle, im Westen und Süden zahlen die Einrichtungen mehr.

 

Welche Voraussetzungen existieren für die Umschulung zum Heilerziehungspfleger/in?

Für die Ausbildung oder Weiterbildung zum Heilerziehungspfleger/in setzen die Institute und Fachschulen mindestens einen mittleren Bildungsabschluss voraus. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einschlägige Berufserfahrung führt auch zum Ziel. Die detaillierten beruflichen Voraussetzungen regulieren die Bundesländer unterschiedlich.
Interessenten für die Fortbildung zum Heilerziehungspfleger treffen auf folgenden Mindestvoraussetzungen:

  • Mittlerer Schulabschluss
  • Einschlägige Berufserfahrung von mindestens 2 Jahren
  • Alternativ abgeschlossene Berufsausbildung in relevanten Bereichen
  • Gesundheitliche Eignung
  • Geeignete Persönlichkeit

 

Die Hoch- oder Fachhochschulreife, plus einschlägige praktische Berufserfahrung, ermöglicht ebenfalls den Zugang zu dieser Fortbildung.
Meist fordern die Regularien auch ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis.

Neu hinzukommt ab 15.03.2022 die Impfprävention gegen Covid-19. Ab diesem Stichtag gilt in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, sozialpädiatrischen Zentren und anderen medizinischen Einrichtungen: Geimpft, genesen oder eine attestierte, ärztliche Befreiung.

 

Inhalte und Dauer einer Umschulung zum Heilerziehungspfleger/in – berufsbegleitend oder in Vollzeit

Die Ausbildung für Heilerziehungspfleger/innen findet an Fachschulen oder per Fernlehrgang statt. Die Bundesländer regulieren die Details der Aus- oder Fortbildung. Sie kann in Vollzeit innerhalb von 2 – 3 Jahren oder berufsbegleitend innerhalb von 3 – 5 Jahren stattfinden. Ein Teil der Ausbildung wird in Form von theoretischem Unterricht gelehrt, ergänzt durch Praktika. Inhaltlich steht im fachlichen Unterricht folgendes auf dem Programm:

  • Pädagogik
  • Heilpädagogik
  • Religions- und Medienpädagogik
  • Spiel und Gestaltung (Musik, Bewegung, …)
  • Hauswirtschaft
  • Medizin
  • Psychologie
  • Pflege

 

In Praktika trainieren sie die Fähigkeit, Menschen mit Behinderung im alltäglichen Leben zu unterstützen. Heilerziehungspfleger/innen sind wichtige Bezugspersonen. Im Berufspraktikum erlernen sie, ihre Klienten persönlich, pflegerisch und organisatorisch, bei der Bewältigung des Alltagslebens zu fördern. Sie übernehmen in der praktischen Anleitung Kontakte zu Ärzten, medizinischen Einrichtungen und Angehörigen der Betreuten.

 

Für welche Berufsgruppen eignet sich eine Umschulung zum/ zur Heilerziehungspfleger/in?

Am besten aufgestellt für die Umschulung sind Interessenten für soziale Berufe. Empathie, Beobachtungsgabe und soziale Kompetenz zeichnen das Berufsbild aus. Wer diese Fortbildung anstrebt, sollte gute kommunikative Fähigkeiten besitzen. Freude an praktischen und kreativen Elementen runden, aufgrund der Aufgabenstellung, das Bild ab.

Heilerziehungspflegehelfer, Pflegehelfer oder verwandte Berufe im medizinischen Umfeld besitzen die idealen Voraussetzungen.
Eine Ausbildung im pflegerischen oder medizinischen Bereich ist nicht erforderlich. Praxis im pflegerischen Bereich erleichtert allerdings den Einstieg und kann die Ausbildung verkürzen.

 

Förderung der Umschulung zum/zur Heilerziehungspfleger/in

Bei der Ausbildung in Fachschulen und anderen Bildungsanbietern entstehen Kosten für die Fortbildung, die in vielen Fällen übernommen werden. Verschiedene Optionen stehen dafür zur Verfügung

 

Die öffentlichen Träger geben nach Bewilligung einen Bildungsgutschein aus. Damit übernehmen die Ämter Kosten für die Fortbildung und Fahrtkosten. Je nach persönlicher Situation trägt die Bundesagentur für Arbeit die Lebenshaltungskosten während einer Umschulung.

 

Anbieter der Umschulung in Fachschulen

Im gesamten Bundesgebiet bieten zahlreiche private und staatliche Institutionen die Qualifikation und Umschulung zum/ zur Heilerziehungspfleger/in an. Das Angebot ist flächendeckend in allen Regionen Deutschlands verfügbar. Damit ist eine wohnortnahe Weiterbildung realisierbar. Die gute regionale Abdeckung verringert die Fahrtwege, einige Institute bieten staatlich anerkannte Fortbildungen als Fernlehrgang an.

Jeder Bildungsanbieter benötigt eine staatliche Anerkennung, um den zertifizierten Abschluss ihrer Absolventen zu gewährleisten. Die Einhaltung der Standards bezüglich Qualität und Ausbildung steht dabei im Vordergrund.

 

Welche Weiterbildungsangebote gibt es als Alternative?

Im pflegerischen Bereich entsteht ein weites Feld an Qualifikationen, die Heilerziehungspfleger/innen alternativ oder zusätzlich wahrnehmen können. Interessierten stehen viele Arten, sich zu spezialisieren, offen. Wer sich noch tiefer fortbilden möchte, kann zwischen den Fachbereichen Pädagogik, Therapie, Kaufmännische Weiterbildung wählen oder ein Studium anschließen.

Pädagogische Weiterbildungen:

  • Sonderpädagogik
  • Erziehungsberatung
  • Arbeit mit Menschen mit Lernbehinderung
  • Psychomotorik, Sensomotorik, Motopädie
  • Entspannungstherapie
  • Kaufmännische Fortbildungen im Gesundheitswesen:
  • Fachwirt/in Erziehungswesen
  • Fachwirt/in Gesundheits- und Sozialwesen
  • Qualitätsbeauftragter Gesundheits- und Sozialwesen

 

Studium:

  • Soziale Arbeit
  • Bildungswissenschaften, Erziehung
  • Psychologie, Rehabilitationspsychologie
  • Gesundheitsmanagement

 

Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern im Gesundheitssektor steigt – und damit die Chancen in diesen Berufen. Junioren und über 50 -jährige finden in diesem Segment spannende Möglichkeiten. Und das Beste daran, es gibt eine breite Facette an Jobangeboten zur Auswahl.

 

Funktioniert die Umschulung zum/zur Heilerziehungspfleger/in und alternative Berufe als Fernstudium?

Ja, die Ausbildung oder Umschulung funktioniert auch als Fernstudium. Renommierte Bildungsinstitute für Fernlehrgänge bieten zertifizierte Ausbildungen an. Alternativ zur Fortbildung als Heilerziehungspfleger gibt es zahlreiche verwandte Qualifikationen als Fernstudium. Die Bundesagentur für Arbeit finanziert Fernlehrgänge mit dem Bildungsgutschein AZAV und übernimmt die kompletten Kosten der Fortbildung.

Im Fernlehrgang können Absolventen ihr individuelles Lerntempo selbst bestimmen. Der Lernort wird individuell gewählt, lästige Fahrtzeiten fallen weg. Regionale Berufspraktika ergänzen den theoretischen Teil und persönliche Mentoren beraten und begleiten die Absolventen. Ein Fernstudium ist die ideale berufsbegleitende Maßnahme und liefert hervorragende Erfolgsquoten.

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