Umschulung wegen psychischer Erkrankung

informationen Einer von zehn gemeldeten Krankheitsfällen geschieht heute aufgrund einer psychischen Erkrankung. Die wachsende Zahl psychisch erkrankter Arbeitnehmer ist das Ergebnis steigender Arbeitsbelastung, Angst vor Jobverlust und der schweren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Konkurrenzkampf innerhalb des Kollegiums oder ein kaum noch zu bewältigendes Arbeitspensum.

Häufigste Folge dieser Arbeitsplatzsituation sind Angststörungen, Depressionen und Burnout. Arbeitnehmer, die an solchen Erkrankungen leiden, sind in der Regel gezwungen, ihr krank machendes Arbeitsumfeld zu verlassen.




Zurück ins Arbeitsleben nach einer Depression

Zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung einer Depression gelten berufliche Faktoren, die die Arbeitnehmer überfordern; dazu gehören:

* zu hohe Verantwortung
* psychische Anforderungen wie Zeitdruck oder zu hoher Schwierigkeitsgrad der Aufgaben
* schlechte Arbeitsplatzsituation. U.a. Streit unter Kollegen und Konflikte mit Vorgesetzten
* Ungleichgewicht zwischen Leistung und Belohnung sowie
* unsicheres Beschäftigungsverhältnis

Depressionen, die aus einer akuten Arbeitssituation heraus entstehen, müssen in aller Regel längerfristig therapiert werden. Wer eine Depression erfolgreich überstanden hat, hat danach dann auch wieder gute Chancen, zurück ins Arbeitsleben zu finden. Um einen Rückfall zu verhindern, muss sich jedoch etwas an der Arbeitssituation geändert haben. Oftmals ist eine Umschulung der beste Weg, um sich nach bestandener Depression unvoreingenommen neuen Aufgaben zu stellen. Vor allem gilt es, die Faktoren, die ursächlich für das Entstehen der Depression waren, zukünftig zu meiden. Dazu gehört in erster Linie für ausreichend Pausen zu sorgen, um Überforderung zu vermeiden. Ratsam ist es außerdem, die ersten Schritte zurück ins Berufsleben gemeinsam mit einem Arzt zu gehen.

Es gibt Berufsgruppen, die psychisch besonders belasten und daher häufiger in Depressionen enden. Gefährdet sind laut Bundespsychotherapeutenkammer Menschen im Dienstleistungssektor; hier besonders in der Call-Center-Branche. Auch Personal in der Pflegebranche erkrankt statistisch häufiger an Depressionen.
Positiv auf die Psyche wirken sich dagegen Berufe aus, die an der frischen Luft ausgeübt werden können: Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft sowie Berufe im Bauwesen. Auch Bankfachangestellte und Büromitarbeiter erkranken seltener an Depressionen. Diese Berufe sind entsprechend individueller Neigungen und Interessen besonders als Umschulungsberufe geeignet für diejenigen, die einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einer Depression anstreben.

Zurück ins Arbeitsleben nach Burnout

Auslöser für die zunehmende Anzahl der Burnout-Erkrankungen sind die Veränderungen in der Arbeitswelt. Die zunehmende Komplexität der Aufgaben verlangt ständige Weiterbildungen, die oftmals noch zusätzlich zur normalen Arbeit geleistet werden müssen. Auch Konkurrenzdruck innerhalb der Betriebe fördert die Entstehung des Erschöpfungssyndroms. Hinzu kommen Zeitdruck, Mangel an Feedback und zu hohe Erwartungen, die an den Arbeitnehmer gestellt werden.

Burnout verändert das Leben. Vielfach muss nach der erfolgreichen Behandlung ein neuer Lebensweg eingeschlagen werden. Erkrankte stehen unter hohem Druck. Oftmals trägt derjenige mit seinem monatlichen Einkommen, entscheidend zum Familieneinkommen bei. Dennoch: Burnout erfordert eine ambulante oder stationäre Therapie sowie ein Herausnehmen aus dem krank machenden Arbeitsumfeld. Ein Wiedereinstieg in das Berufsleben kann nur dann erfolgreich gelingen, wenn sich die Arbeitssituation, die ursächlich für den Burnout war, geändert hat. Andernfalls ist ein erneuter Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit. Kann dies für den alten Arbeitsplatz nicht gewährleistet werden, bleibt nur die Umschulung und die berufliche Neuorientierung.
Viele, die einen Burnout erlebt haben, wollen danach ohnehin nicht zurück in den alten Job, weil die zu hohe Arbeitsbelastung und die Arbeitsbedingungen überhaupt erst zum Burnout geführt haben. Burnout kann auch als Chance gesehen werden, einen anderen und gesünderen Weg im Berufsleben zu finden. Meistens können sich an Burnout Erkrankte in einem neuen Arbeitsumfeld schneller erholen und besser neu durchstarten. Dafür geeignet sind Berufe, in denen sich der Arbeitnehmer seine Zeit größtenteils individuell einteilen kann und er nicht unter dem Druck steht, Terminsachen erledigen zu müssen. Daher ist Betroffenen anzuraten, vor dem Beginn einer Umschulung ein Praktikum zu absolvieren, um sicher zu sein, auch den richtigen Umschulungsberuf gefunden zu haben.




Förderungsmöglichkeiten für eine Umschulung psychisch erkrankter Arbeitnehmer

Je nachdem, ob eine Krankheit noch immer akut oder bereits überwunden ist, gibt es verschiedene Förderungsmöglichkeiten für eine berufliche Neuorientierung im Rahmen einer Umschulung. Der erste Weg führt in der Regel über Reha-Maßnahmen. Ist eine Rückkehr in den alten Beruf dennoch nicht in Aussicht, ist darüber ein ärztlicher Nachweis notwendig.

Bevor eine Umschulung genehmigt wird, muss geprüft werden, wie belastbar der Arbeitnehmer ist und ob eine dauerhafte Ausübung eines neuen Berufes möglich scheint. Um eine Umschulung finanziert zu bekommen, muss der Betroffene dann einen Antrag beim Rehabilitationsträger stellen. Dies kann die Berufsgenossenschaft, die Renten- oder auch die Unfallversicherung sein. Die Genehmigung ist immer stark abhängig von der Art der Erkrankung und den Heilungschancen bzw. den Auswirkungen auf das Berufsleben. Wer aber glaubhaft versichern kann, das die vorangegangene psychische Erkrankung den neuen Beruf nicht beeinträchtigt, hat gute Chancen darauf, eine Umschulung genehmigt zu kriegen.

16 Kommentare

  1. Hallo.
    Ich leide seit nunmehr 20 Jahren an Angst-Panikstörung und kann meinen Beruf eigentlich nicht mehr ausüben.
    Ich habe bis vor kurzem in einer Einrichtung des Caritasverbandes als Koch mit psychisch belasteten Lehrlingen zusammen gearbeitet.Offiziel war ich über die Aktivo da,habe aber auch Inoffiziell als Mitausbilder fungiert.Leidere wurde ich nicht übernommen wegen zu hohen Kosten nach der Aktivo.
    Jetzt muß ich ich an einem Bewerbunscoutching teilnehmen wo mein psychisches Problem nicht verstanden wird und ich ein Stellenangebot in der normalen alla Cart Gastronomie bekomme.Ich kann das nicht mehr.Ich würde gerne mit Menschen als Ergotherapeut oder ähnliches arbeiten.meine Psychologin glaubt das ich dafür prädestiniert sei.Vieleicht können sie mir mit Vorschlägen und oder Tipps weiter helfen.
    Vorab vielen Dank
    Frank Opper

    1. Danke für die Offenheit.
      Wehr Dich, mit allem was Du hast!
      Lass Dich nicht verwursten, sei es Dir selbst Wert!

    2. Author

      Hallo Herr Opper,

      danke für Ihre Offenheit.
      Eine Psychotherapie ist bei einer Angst-Panikstörung ein sehr sinnvolles Vorhaben, das Sie sicherlich dabei unterstüzten wird, für Ihre nächsten beruflichen Herausforderungen gewapnet zu sein. Ergotherapie ist ein Ausbildungsberuf. Ich weiß nicht, inwiefern Sie eine zwei- oder dreijährige Ausbildung in Ihr Leben integrieren können? Ein Teilzeitstudium oder Fernstudium wäre ja eine Lösung, dies wird z.B. von der Diploma Hochschule angeboten: http://www.nebenbei-studieren.de/diploma-hochschule/

      Herzliche Grüße!

  2. Hallo Herr Opper!
    Ich habe seit, meiner Kindheit, Epilepsie.1998 hatte ich die Chance, eine Umschulung zur Bürokauffrau zu beginnen. Alle Daten, wurden ohne schriftliche Benachrichtigung, gelöscht. Seit 1999 bin ich Hausfrau und Mutter. jetzt werde ich meine Chance, mit 46 Jahren, nutzen. Ich bin in neurologischer Behandlung. Ich hoffe, Sie haben gute Unterstützung. Auch mit gesundheitlichen Einschränkungen, hat man Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Ich drücke Ihnen alle Daumen.
    Viele Grüße
    Anja Semmelhaack

    1. Hallo Frau Semmelhaack,
      ich war die letzten 12 Jahre auch Hausfrau und Mutter und wurde 2015 von meinem Mann ohne vorherige Warnung verlassen. Durch die ganzen Veränderungen, Wohnortwechsel, Verlust sozialer Kontakte, Schulwechsel des Kindes mit enormen Lernschwierigkeiten und Jobsuche, sowie ständiges Ausfüllen von Formularen wegen Unterhalt und Scheidung, fühle ich mich ziemlich minderwertig und habe ständig Angst zu versagen, da ich auch seit Mitte des Jahres wieder halbe Tage arbeite und mich der Anforderung an den Beruf, den ich auch nicht erlernt habe nicht gewachsen fühle, geht es mir jeden Tag schlechter und habe dazu noch immer Schuld Gefühle meinem Kind gegenüber, ihm als Mutter nicht mehr gum genug gerecht zu werden. Mein Mann hat alles, seinen Job, sein Haus, keine Veränderung, neue Freundin etc. Ich fühl mich vollkommen nutzlos uns hilflos. Wie kann ich psychologische Hilfe bekommen, da mein Hausarzt mich nicht ernst nimmt. Habe Angst bald vor dem psychischen und sozialen Aus zu stehen Vielleicht können Sie mir einen Rat geben, wie ich am besten eine psychologische Hilfe bekomme und dadurch vielleicht auch die Möglichkeit einen neuen Beruf zu erlernen, durch Umschulung, z.B. Physiotherapeutin oder Erzieherin, statt BüroJob mit Zahlen und Gesetzen, zu erlernen. Schließlich muß ich noch mind. 15 Jahre arbeiten. Wäre für jeden Ratschlag und Hinweis dankbar, da ich mich gar nicht traue
      meinem Hausarzt noch mal nach 1 1/2 Jahren zu sagen, dass ich es alleine nicht schaffe, den Anforderungen gerecht zu werden. Hat damals nach Trennung eine Kur abgelehnt. Vielleicht wäre ich sonst gar nicht in so ein tiefes Loch gefallen und immer ängstlicher geworden. Wer kann mir helfen?

      1. Author

        Hallo Frau Meurers,

        Sie brauchen sich gar nicht gegenüber Ihrem Hausarzt zu schämen. Psychotherapien werden heutzutage häufiger als Krankengymnastik verordnet und sind bei weitem keine Schande. Viel schlimmer wäre es, nichts zu tun. Sprechen Sie also bitte Ihren Hausarzt darauf an oder aber, wenn Sie das nicht möchten, suchen Sie sich direkt über psychotherapeutensuche.de Therapeuten in Ihrer Nähe und nehmen Kontakt zu diesen auf. Wenn Ihr Hausarzt derart barsch auf die Frage nach einer Kur reagiert, sollten Sie sich unbedingt eine neue Ärztin/ Arzt suchen.

        Viel Erfolg!

      2. Einen neuen Beruf erlernen ist mit Sicherheit sinnvoll, wenn man mit Ängsten und seinem Selbstbewusstsein ein Problem hat. Ich bin z.Z in Ausbildung zum Physiotherapeuten. Das Angebot an freien Stellen ist ganz gut. Das wichtigste ist aber bei einem neuen Beruf, dass er zu einem passt. Grundsätzlich empfehle ich nicht in die Dienstleistung zu gehen. Auch nicht von Null an in die Physiotherapie. In meinem Fall ist das anders, weil ich schon 20 Jahre als Masseur gearbeitet habe und ich derzeit nur einen Aufbaukurs mache. Dauer des Kurses 18 Monate inkl Ferien und Praktikumszeit. Meine Erfahrung nach ist Bewegung in der Natur, gesunde Ernährung und echte Freunde das Beste was gegen depressive Verstimmung hilft. Bei einer schweren Depression hilft nur zusätzlich Medikamente. Alles Gute für Dich ! Manfred

      3. da geht einem ja der Hut hoch, wenn man das liest! Was für ein schlechter Hausarzt! Den würde ich unbedingt wechseln oder/und selbständig einen psychologischen Arzt aufsuchen, da braucht man ja keine Überweisung. Der regelt dann alles andere. Von einer “Kur” versprechen Sie sich lieber nicht so viel, zumal es diese ja nicht mehr gibt, sondern REHABILITATION. Das bedeutet, dass die Einrichtungen verpflichtet sind, innerhalb von 5 Wochen die Menschen wieder arbeitsfähig hin zu kriegen. Es ist ein harter Arbeitstag in der Reha. Gute Klinik “Rosengarten -Heiligenfeld” in Bad Kissingen. Guter Tip! vorher krank geschrieben sein, auf keinen Fall arbeitsfähig rein gehen, und hinterher über Hamburger Modell ins Arbeitsleben oder den Job wechseln. —- Istja nun schon im Oktober gewesen, Ihr Beitrag, vielleicht geht es Ihnen ja schon gut! aber zuletzt möchte ich Ihnen eindringlich abraten Erzieherin zu werden!!!! Es sei denn Sie wohnen in einem kleinen Dorf mit 500 Einwohnern. Ich bin/war Pädagogin in Berlin. Es ist/war die Hölle, ob Kita oder Schule, ob Erzieherin oder Lehrerin. Ihnen alles Gute!

  3. Ich beziehe zu 100% befristet EWR wegen psych. Probleme.

    Ich habe einen Ausbildungsberuf mit Aufstiegsfortbildung kfm. erlernt. Nach xx Jahren wurde ich mies gekündigt, Suizidversuch, Depressionen.Nun läuft die EWR demnöchst aus.
    Ich bin 50+, 8 Jahre aus dem kfm. Beruf, Kontakt zu Menschen fällt mir immer noch schwer, die Angst vor den Raubtieren da draussen sitzt tief. Mache Therapie, manchmal gehts, aber auf Dauer sehe ich das nicht, ein falscher Satz und ich breche innerlich zusammen.

    Bilanz: Was kann ich? Ich kann sehr gut Maschine/Tastatur schreiben, kenne mich in der EDV hervorragend aus, habe zu Hause prima Equipment, spreche mehrere Sprachen fliessend, insgesamt: an den Kenntnisse liegt es nicht.

    Also Schreibkraft HomeOffice, keine Menschen, nur die Aufgabe.
    Endlich wieder eine Aufgabe.

    Habe ich Chancen eine Bildung zur “Med. Schreibkraft” finanziert zu bekommen?

    1. Author

      Hi Fragerin,

      danke für deinen ehrlichen Einblick in dein Leben. Du solltest unbedingt diese Therapie fortführen, damit du psychisch gestärkt wieder in das Arbeitsleben zurückkehren kannst. Eine Umschulung zur Med. Schreibkraft solltest du m.M.n. schon finanziert bekommen, diese dauert ja nur etwas ein halbes Jahr. Jobs für Medizinische Schreibkräfte im Home Office gibt es ja auch bzw. auch andere texterische und journalistische Tätigkeiten, die du alle im Home Office erledigen kannst. Doch versuch erstmal wieder psychisch stabil zu werden – damit die Raubtiere da draußen zu Kätzchen werden 😉

  4. Ich bin ganz aufgeregt, dass ich diese Seite entdeckt habe und habe gleich ganz viel Hoffnung eine neue Zukunft. Ich bin 54 Jahre alt und hatte vor 5 Jahren ein Burn Out nach jahrelangen unerkannten Depressionen, zwei Städtewechsel und Rückkehr in den Beruf als Pädagogin unter unvorsrellbaren Anforderungen, zeitgleich mit den Wechseljahren und der Diagnose einer Autoimmunerkrankung. sowie einer 2. chronischen Erkrankung, beide voller Schmerzen.
    Die letzten 5 Jahre hatte ich 5 Jobs, alle habe ich aus Gründen fehlender Gesundheit verloren. den letzten kürzlich im Dezember. Nun kümmere ich mich erst mal um meine Gesundheit und um Zukunftspläne.
    Hier auf der Seite habe ich Mut bekommen, eine Umschulung zu beantragen, trotzt des Alters. Vielen Dank für die vielen wichtigen Informationen! Alles Gute für Alle!

    1. Author

      Liebe Ellen, vielen Dank für das tolle Lob! Das hat uns sehr gefreut. Alles gute für die Zukunft und dass das Jahr 2017 viel gutes bringen möge!

  5. Ich bin auch sehr froh diese Seite gefunden den zu haben. Ich bin 55 Jahre alt. War bis 2011 als Krankenschwester tätig. Insgesamt war ich in diesen Beruf seit 1980 beschäftigt. 2011 hatte ich dann einen Zusammenbruch. Es wurde eine schwere Depression diagnostiziert. Ich warbeite i Kliniken, nehme medikamente die mich müde machen. Ich bin i psychologischer Behandlung. Meine Ängste sich die noChance sehr präsent. Ich bin bis ende Dezember in voller Erwerbsminderungsrente. Dann sollte ich wider arbeiten. Nur kann ich nicht mehr auf Station arbeiten. Meine Arbeitsvertrag ist ruhig gestellt. Ich habe die Anerkennung zum behinderungsgrad 50% . Was kann ich jetzt tun? Eine Umschuldung oder Weiterbildung ? Ich bin total verzweifelt, weil ich nicht weiß was ich tun kann!

    1. Author

      Liebe Bärbel,

      vielen Dank für Ihre Anfrage und ich finde es respektabel, dass Sie trotz der harten Zeit, die Sie hinter sich haben, sich auf die Suche nach einer Umschulung begeben wollen. Ich kann mir vorstellen, dass es im Krankenhaus sehr stressig war. Haben Sie schon mal an eine Umschulung zur Medizinischen Fachangestellten gedacht? In vielen Praxen geht es ja ruhiger und auch körperlich nicht so fordernd zu wie in einer Klinik.

  6. Mittlerweile befinde ich mich (48 Jahre/m.) innerhalb eines Jahres zum 2.ten Mal mit Depressionen zu Hause. Ich bin Handelsfachwirt und war die letzten 14 Jahre im Lebensmittel-Außendienst tätig. Nun bin ich seit knapp 3 Monaten erneut krank geschrieben, nachdem ich beim ersten Mal nach 7 Monaten mit anschließender Wiedereingliederung , den Schritt zurück an die selbe Arbeitsstelle gewagt habe. Habe allerdings nur ein halbes Jahr durchhalten können, danach ging es nicht mehr. Ich bin viele Jahre der Karriere hinterher gelaufen, ohne zu erkennen, dass diese mich kaputt macht. Ich hoffe das es auch Erfüllung, Spaß und Freude im Leben und Beruf gibt. Das habe ich total vernachlässigt. Nun weiß ich nicht, wo ich (beruflich) hingehöre. Da ich sportlich viel unterwegs bin und Ernährung mich sehr interessiert, überlege ich in diese Richtung umzuschulen. Allerdings liegen die Tätigkeitsfelder Verkauf (Außendienst) und Beratung (z.B. Fitnesscoach) nicht weit auseinander. Besteht da eine Chance, sich über die Arbeitsagentur umschulen zu lassen. In meinen derzeitigen Beruf kann und möchte ich nicht zurück. Alternativen innerhalb des Unternehmens sind nur mit Umzug möglich.
    Ich hoffe mein Text ist nicht zu lang und ermüdend.
    Viele Grüße an alle.

    1. Author

      Hallo Marco, danke für Ihre Anfrage. Vielleicht muss es ja gar keine Umschulung sein – sondern eine Weiterbildung oder Kurzausbildung z.B. zum Ernährungsberater oder Coach tut es auch? In einigen Bereichen zählt ja mehr die Persönlichkeit und das Wissen und nicht eine förmliche Ausbildung von drei Jahren. Hier sehe ich auch größere Chancen eine Finanzierung z.B. über einen Bildungsgutschein zu erhalten. Infos zum Thema Weiterbildungen gibt es z.B. auf Weiterbildungsfinder.de

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