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Die Krankenversicherung für Studenten 50plus: Wichtig zu wissen!

17. November 2019
Krankenversicherung Seniorenstudium

Das Wichtigste zur Krankenversicherung als Student über 50 Jahren

Wieviel eine Krankenversicherung Sie kostet, wenn Sie mit über 50 oder 60 Jahren studieren, hängt vor allem von Ihrer Einkommenssituation ab: Sie beginnen mit über 50 ein Studium und bestreiten Ihren Unterhalt von Ersparnissen? Sie studieren mit mit 50 oder 60 Jahren berufsbegleitend, beziehen also weiter ein Gehalt? Sie haben ein Seniorenstudium aufgenommen und erhalten Rente ausgezahlt? Wie Sie Ihr Studium mit über 50 finanzieren, entscheidet maßgeblich über die Kosten der Krankenversicherung. 

In diesem Artikel erfahren Sie alles zu günstigen Krankenversicherungen für alle, die mit 50 ein Studium beginnen, interessante Alternativen zur freiwilligen Krankenversicherungen und wie Sie mit der richtigen Krankenversicherung im Seniorenstudium bares Geld sparen können.

 

Was ist die optimale Krankenversicherung bei einem Seniorenstudium?

Die ideale Krankenversicherung für jeden, der im Alter von 50, 60 oder 65 Jahren ein Studium beginnen möchte, richtet sich nach individuellen Kriterien, wenn bestimmte Versicherungsleistungen Ihnen besonders wichtig sind. Wenn Sie eine Erkrankung haben, insbesondere eine chronische, dann sollten Sie sich unbedingt erkunden, ob potentielle Krankenversicherungen die Kosten für spezifische Behandlungen tragen. In allen übrigen Fällen entscheiden sich spätberufene Studenten im Alter meist nach dem günstigsten Preis der Krankenversicherungen. 

 

Kann man sich bei einem Studium mit über 50 gesetzlich pflichtversichern lassen?

Nein, das geht nicht. Zwar sind Studenten in Deutschland gesetzlich pflichtversichert. Für die gesetzliche Pflichtversicherung macht es auch keinen Unterschied zwischen Fernstudium oder Präsenzstudium. Die gesetzliche Pflichtversicherung ist sehr günstig und somit auch als Krankenversicherung bei einem Seniorenstudium interessant. Hier stellt sich jedoch folgendes Problem:

  • Die gesetzliche Pflichtversicherung endet mit 30 Jahren, selbst wenn das Studium noch nicht abgeschlossen ist.
  • Studenten über 30 müssen eine freiwillig Krankenversicherung abschließen.
  • Nur in Ausnahmefällen kann der Studententarif verlängert werden.

 

Kann die gesetzliche Pflichtversicherung bei einem Erststudium mit 50 Jahren verlängert werden?

Nein, leider besteht diese Option nicht. Zwar sind Fälle anerkannt, die eine Verlängerung der gesetzlichen Pflichtversicherung für Studenten zulassen, jedoch wird diese Ausdehnung  nur bis maximal 37 Jahre gewährt.

 

Wann zahlen Studenten 50plus keine Beiträge zur Krankenversicherung?

Es gibt zwei Konstellationen, in denen Sie keine Krankenversicherung bezahlen müssen, wenn Sie mit über 40 ein Studium beginnen:

  • Sie haben kein eigenes Einkommen, aber Ihr Ehe- oder Lebenspartner ist gesetzlich versichert. Hier ist in der Regel eine kostenlose Familienversicherung der GKV möglich und Sie zahlen keinen eigenen Beitrag zur Krankenversicherung.
  • Sie haben kein Einkommen, bestreiten Ihren Lebensunterhalt nicht durch eigenes Vermögen, sondern beziehen Arbeitslosengeld II (ALG-II), Grundsicherung im Alter oder Leistungen bei Erwerbsminderung. Hier werden Die Krankenkassenbeiträge vom Jobcenter übernommen.

 

Wonach bemisst sich der Preis einer freiwilligen Krankenversicherung bei einem Studium mit 50 Jahren?

Die Beiträge zu den freiwilligen Krankenversicherungen variieren von Anbieter zu Anbieter. Maßgeblicher Unterschied im Preis kommt durch die sogenannten Zusatzbeiträge zustande. 

Der Beitragssatz richtet sich nach Ihrem Einkommen, dass Sie neben dem Studium erzielen. Wenn Sie nicht (mehr) einer Berufstätigkeit nachgehen und sich nur noch auf Ihr Seniorenstudium konzentrieren möchten, dann richtet sich der Beitragssatz nach den aufgewendeten Ersparnissen, aus denen Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten.

 

Wie hoch sind die Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung für Studenten im Seniorenstudium?

Wenn Sie keiner Arbeit nachgehen, sondern von Rücklagen leben, dann geben Sie bei einer gesetzlichen, freiwilligen Krankenversicherung, dass Sie monatlich 1000 Euro für Ihren Unterhalt aufwenden. Denn die Grenze für den geringsten Beitragssatz in Höhe von 14,0 Prozent liegt im Jahr 2019 bei 1.038,33 Euro (fiktives Einkommen). Sie müssen somit mindestens 145 Euro für Ihre Krankenversicherung aufbringen, wenn Sie mit über 50 Jahren studieren beginnen. Doch tatsächlich werden die Kosten der Krankenversicherung höher sein:

 

Wie findet man bei einem Studium mit 50, 60 oder 65 Jahren eine günstige Krankenversicherung?

Eine günstige Krankenversicherung für alle, die mit über 50 studieren möchten, werden Sie nur finden, indem Sie sich Informationen bei mehreren Krankenversicherungen über die Höhe der Zusatzbeiträge einholen. Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung variieren kaum. Die böse Überraschung können jedoch Zusatzbeiträge ausmachen.

Tipp: Suchen Sie nach der gesetzlichen Krankenversicherung mit den niedrigsten Zusatzbeiträgen. 

 

Günstige Krankenversicherung: Berufsbegleitendes Studium mit 50, 60 oder 65 Jahren

Wenn Sie neben Ihrer Berufstätigkeit im Alter ein Studium beginnen, gleich ob Fernstudium oder Präsenzstudium, dann richtet sich Ihr Krankenkassenbeitrag nach Ihrem Einkommen. Sie können aufgrund des berufsbegleitenden Studiums in keinen günstigeren Krankenkassentarif wechseln. Das Studium mit über 50 Jahren wirkst sich weder Kosten steigernd, noch senkend aus. 

 

Sinkt der Krankenkassenbeitrag für Rentner, die ein Seniorenstudium aufnehmen?

Nein, der Beitrag zur Krankenversicherung in der Rente ist unabhängig von der Tatsache, dass Sie sich im Alter für ein Studium entschieden haben. Ihre Beträge richten sich ausschließlich nach der Höhe Ihrer Rente.

 

Vorteile einer privaten Krankenversicherung, wenn man mit über 50 studiert?

Auch im fortgeschrittenen Alter kann es eine interessante Option sein, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Spätester Zeitpunkt für einen Wechsel sind 55 Lebensjahre. Beachten Sie, dass eine Gesundheitsprüfung der Aufnahme in eine private Rentenversicherung entgegenstehen kann.

 

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