Gibt es beim Seniorenstudium Anwesenheitspflicht?

Exclamation and Question Mark IconRegeln für die Anwesenheitspflicht

In der Regel sollten nicht mehr als zwei Veranstaltungstermine pro Semester versäumt werden, um eine Kurs-Belegung anerkannt zu bekommen. Sicher wird diese Regel unterschiedlich strikt angewendet, dies hängt nicht zuletzt von den Dozierenden ab.

Doch insbesondere bei Universitäten, die eine Eintragung im Belegbogen beim Seniorenstudium verlangen, sollte diese Regelung bedacht werden. Der Belegbogen dient dem Nachweis von Leistungserbringung zum Beispiel in Form von aktiver Teilnahme. Dass eine regelmäßige Teilnahme in diesen Fällen gewünscht wird, davon ist auszugehen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass der Lernerfolg auch nicht besonders effektiv ist, wenn zu viele Termine versäumt werden. Schließlich melden sich Seniorinnen und Senioren für ein Seniorenstudium an, um ihr Wissen zu erweitern und etwas zu lernen.

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je strukturierter ein Seniorenstudium ist, umso eher wird Anwesenheitspflicht verlangt.

Falls keine Teilnahme möglich ist

Müssen Veranstaltungstermine zum Beispiel aufgrund persönlicher Gründe versäumt werden, so sollte den Dozierenden vorher Bescheid gesagt werden. Die meisten schätzen eine vorherige Entschuldigung als kooperatives Verhalten. Macht ein Krankheitsfall das Fehlen notwendig, sollte dennoch zum Beispiel telefonisch Kontakt aufgenommen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein/e SeniorstudentIn Referate abhalten sollte.

Sollen Referate gehalten werden und der Referent fehlt unentschuldigt, reagieren Dozierende sehr ungehalten, wobei in der Regel auch andere Fakultätsmitglieder von diesem Verhalten erfahren. Ein Referat einfach platzen zu lassen, ist – auf den Punkt gebracht – einer der schlimmsten Faux Pas. Damit tun Sie sich also keinen Gefallen. Der Lehrende rechnet nämlich damit, dass mit dem Referat ein bestimmter Zeitraum der Veranstaltung abgedeckt wird – manchmal die komplette Veranstaltung. Einfach nicht zu erscheinen, ist daher schlichtweg unfair. In diesem Sinne wird von SeniorInnen genauso viel verlangt wie von anderen Studenten.

Ist es absehbar, dass es im Semester mehr Fehlzeiten als nur zwei Termine sein werden, dann sollte offene Rücksprache mit dem Dozierenden gehalten werden. Erklären Sie die Gründe ehrlich, dann können Sie auch am ehesten mit Verständnis rechnen und bekommen eventuell als respektvolle Geste für Ihre Ehrlichkeit trotzdem die Belegung bestätigt.

Eine regelmäßige Teilnahme ist aber letztlich auch eine Art der Höflichkeitsbezeigung gegenüber dem Dozenten und eine Honorierung von dessen umfassender Vorbereitungstätigkeit und des Abhaltens der Veranstaltung. Dies gilt insbesondere dann, wenn in der Veranstaltung sowieso wenig Besucher vorhanden sind. Die besten Informationen über Anwesenheitspflichten sind jedoch vor Ort einzuholen, da es von Uni zu Uni auch Unterschiede gibt. Klären Sie den Sachverhalt beizeiten, wenn Sie öfter fehlen müssen. Sie können sich damit jede Menge Ärger und ein schlechtes Gewissen ersparen.

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