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Als Rentner nach Finnland auswandern – mit diesen Tipps gelingt´s

7. Oktober 2019

Seit Jahren präsentiert sich Finnland für viele Menschen als großer Sehnsuchtsort. Die weite unberührte Natur, das gesunde Klima und die schönen Küsten sind gewichtige Argumente, um nicht nur im Rahmen einer Reise über einen Aufenthalt nachzudenken. Worauf zu achten ist, damit im gehobenen Lebensalter bzw. als Rentner ein angenehmes Auswandern möglich ist und welche Hürden dafür bedeutsam sind, klären wir in diesem Ratgeber.

 

Vorbereitende Fragen

Bevor es möglich ist, sich im Detail mit den Vorzügen und Besonderheiten des Lebens in und der Auswanderung als Rentner/in nach Finnland zu befassen, müssen einige vorbereitende Fragen geklärt werden. Erst dann bietet sich die Möglichkeit, die Art des Aufenthalts einzugrenzen und sich genauer mit den Details zu befassen bevor man als Rentner nach Finnland auswandert.

 

Die Dauer des Aufenthalts

Finnland ist bekannt für seine schönen Sommer, in denen die Sonne nie untergehen zu scheint und die Temperaturen sogleich angenehm mild bleiben. Für viele Senioren ist dies ein Argument, um nur in den Sommermonaten fest in Finnland verankert zu bleiben und nicht komplett auszuwandern. Staatsbürger der EU genießen die Möglichkeit, sich bis zu drei Monate dort aufhalten zu können, ohne sich vor Ort melden zu müssen.

Wer Skandinavien zu seiner neuen Wahlheimat machen und ganz dort verweilen möchte, benötigt über eine Aufenthaltsgenehmigung. Das Land ist inzwischen bekannt für seine besonders innovative Art der Abwicklung. So bietet sich direkt im Internet die Möglichkeit, die Genehmigung zu beantragen und sich so den bürokratischen Weg zum dauerhaften Aufenthalt in Finnland zu ebnen. Dafür steht die Seite enterfinland.fi zur Verfügung.

 

Die Finanzierung der Auswanderung im Rentenalter

Nun gilt es zu prüfen, ob der Aufenthalt in Finnland auch unter finanziellen Gesichtspunkten für Sie möglich ist. Wie viel Geld steht monatlich zur Verfügung, wenn alle Erträge zusammengefasst werden? Nachdem diese Frage beantwortet ist, bietet sich die Möglichkeit einer Gegenüberstellung. Hierbei ist zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten in Finnland rund 20 Prozent höher sind, als in Deutschland. Auch aus diesem Grund sticht Finnland aus der Reihe der Auswanderungsländer hervor, die derzeit von deutschen Senioren ins Auge gefasst werden.

 

Die Sprache

Um sich vor Ort integrieren zu können, sind einige sprachliche Grundkenntnisse von großer Bedeutung. Dabei erweist sich das Finnische als echte Herausforderung, bei der Sie sich beweisen können. Da die Sprache nur weitläufig verwandt zu anderen europäischen Sprachen ist, verfügt sie über viele besondere grammatische Strukturen. Doch mit der Möglichkeit, im Alltag immer wieder ins Finnische zu wechseln und die Dienste von Sprachschulen vor Ort in Anspruch zu nehmen, ist zumindest ein Grundverständnis innerhalb von ein paar Monaten zu erreichen.

 

Wohnen in Finnland

Wie soll der eigene Aufenthalt bzw. die Auswanderung in Finnland nun gestaltet sein? Bereits die Suche nach einer geeigneten Wohnung wird zu einem spannenden Erlebnis. Auch in diesem Bereich liegen die Preise etwas über dem deutschen Niveau. Aus diesem Grund ist es bedeutsam, schon im Vorfeld einen Blick auf die Höhe der Kosten zu werfen, die pro Monat noch getragen werden können. In Helsinki kann eine zentral gelegene Wohnung mit zwei Zimmern zwischen 1.200 und 1.400 Euro pro Monat angesiedelt werden. Wer sich dagegen für die Weite der finnischen Natur zu begeistern weiß, hat günstigere Offerten auf seiner Seite, die hier in Anspruch genommen werden können.

Generell ist es für Staatsbürger der EU ein Leichtes, Zugriff auf den Immobilienmarkt vor Ort zu bekommen. Auf diese Weise kann noch vor der Ankunft nach attraktiven Offerten Ausschau gehalten werden. So findet sich mit etwas Glück jene Unterkunft, die genau den eigenen Vorstellungen entspricht und die ein angenehmes Leben vor Ort ermöglicht.

 

Soziale Kontakte knüpfen als Rentner

Natürlich ist es im Ruhestand zunächst angebracht, die eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Berufliche und familiäre Verpflichtungen reduzieren sich und neue Freiheiten können erschlossen werden. Gleichsam ist es ratsam, sich vor Ort nicht nur auf sich selbst zu fokussieren. Soziale Kontakte bieten überhaupt erst die Möglichkeit, sich dem Leben in Finnland zu nähern. Gleichzeitig sind sie bedeutsam für den Erhalt der psychischen und physischen Gesundheit. Während die geographische Entfernung zu Deutschland den Kontakt zu den Kindern und Verwandten zumindest erschwert, bietet sich jedoch in der neuen Heimat die Möglichkeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Einerseits ist es möglich, gezielt den Kontakt zu finnischen Rentnern zu suchen. Das sehr rege Vereinsleben, das in der neuen Heimat angetroffen werden kann, bietet sich dafür als Kontaktbörse an. Das gemeinsame Interesse, welches diesen Beziehungen zugrunde liegt, kann auch in den späten Jahren des Lebens einen interessanten und freundschaftlichen Austausch ermöglichen. Auch deutsche Auswanderer finden sich immer wieder ein, um über ihre Erfahrungen im neuen Land zu berichten. Hier steht die Chance zur Verfügung, in der Muttersprache zu kommunizieren, was das erste Brechen des Eises erleichtert.

 

Ankunft im Sommer

Viele Auswanderer, im Rentenalter oder nicht, verweisen darauf, dass sich die Sommermonate bestens für die Ankunft in Finnland eignen. In dieser Zeit zeigt das Land seine angenehm milde Seite und begeistert mit langen Sommernächten. Andere Anforderungen bringt der finnische Winter mit sich, den viele Auswanderer unterschätzen. In dieser Periode bricht die Sonne nur noch selten hervor, während große Schneemassen insbesondere im Norden ganze Ortschaften von der Außenwelt abschneiden. Nur wer sich im Vorfeld mit den Verhältnissen des Winters befasst, kann diese Herausforderung eines jeden Jahres gelassen meistern.

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