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5 Tipps, um mit 55 in Rente zu gehen

27. Februar 2019

Gesetzliche Rente mit 55?

Das deutsche Rentenrecht sieht nur einige wenige Berufsgruppen vor, die mit 55 Jahren ohne Abschläge den Ruhestand antreten können. Beamte oder Angestellte mit sehr hoher beruflicher Beanspruchung wie zum Beispiel Piloten oder Mitarbeiter der Flugkontrolle.

Sehen wir uns aber nun genauer an, unter welchen Umständen der Rentenantritt mit 55 Jahren klappen wird.

 

Erwerbsminderungsrente

Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, kommt für Sie vielleicht eine Erwerbsminderungsrente infrage. Sind Sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage mindestens 3 Stunden täglich zu arbeiten, wird Ihnen eine solche Rente gewährt. Eine Altersbeschränkung gibt es in diesem Fall nicht. Diese Rentenform stellt wirklich nur auf Ihren Gesundheitszustand ab und ist daher auch nicht an eine bestimmte Branche oder bestimmtes Alter geknüpft.

Kann Ihnen noch eine tägliche Arbeitszeit zwischen 3 und 6 Stunden täglich zugemutet werden, bekommen Sie eine Teilrente.

Die Erwerbsminderungsrente wird anfangs nur für 2 bis 3 Jahre gewährt. Dann werden die Voraussetzungen neu überprüft. Hat ein Bezug über 9 Jahre hindurch stattgefunden, wird die Rente als lebenslang eingestuft.

 

Frührente mit Abschlag

Sie wollen Ihr Leben noch bei voller Gesundheit genießen? Haben vor zu reisen, sich Ihren Hobbys zu widmen oder wieder mehr zur Ruhe zu kommen? Wer genügend beiseitegelegt hat, kann auch vor dem gesetzlichen Rentenantrittsalter einen Rentenantrag stellen. Die sogenannte Frührente berücksichtigt, dass Sie ab sofort keine Beiträge in die Rentenversicherung mehr einzahlen, und nimmt lebenslange Abschläge bei den staatlichen Rentenbezügen vor. Eine Tatsache, mit der trotzdem viele Bürger leben können, da sie genügend gespart haben oder lieber etwas bescheidener leben und dafür eben früher aus dem Erwerbsleben aussteigen. Die Rentenkasse errechnet Ihnen wann Sie die gesetzliche Frührente frühestens bekommen und welche monatlichen Bezüge sie bekämen.

 

Für die Vorbereitung einer Frührente möchten wir Ihnen ein paar Tipps mitgeben.

 

1. Gezielte Ersparnisse für die Rente

Wenn Sie eine sehr frühe Rente anstreben, sollten Sie sich genügend zu Seite legen, um später flexibler zu sein. Stehen sie noch im Erwerbsleben, wäre eine Art persönliches Rentenkonto sinnvoll. Sie überweisen einen fixen monatlichen Betrag dorthin und tasten das Konto bis zur tatsächlichen Rente nicht mehr an. Beginnen Sie damit möglichst früh.

 

2. Aufstellung Ihrer laufenden Kosten

Machen Sie möglichst rasch eine sorgfältige Aufstellung all Ihrer fixen Kosten. Dazu zählen: Miete, Betriebskosten, Versicherungen, Werkstattbesuche, Abgaben an die Stadt oder die Gemeinde, Kreditrückzahlungen, Ausgaben für Lebensmittel, Medikamente, Reinigungsmittel, Kosmetik, Kleidung, usw.
Zusätzlich sollten Sie ein Budget für Urlaub, Freizeitaktivitäten und ungeplante Reparaturen oder Neuanschaffung von Geräten einplanen.

Die Aufstellung der fixen Kosten wird vermutlich sehr einfach zu erstellen sein. Schwieriger wird es da schon bei den variablen Kosten für Leben und Freizeit. Um hier an einen realistischen Wert zu kommen, müssen Sie sich über einige Zeit selbst beobachten und Ausgaben mitnotieren.

 

3. Investieren

Wenn es Ihr Budget erlaubt sind Immobilieninvestitionen empfehlenswert. Sie schaffen so eine Wertanlage und generieren bei einer Vermietung zusätzliche monatliche Einnahmen.

 

4. Zuverdienste anstreben

Wenn Sie Ihr monatliches Budget etwas aufbessern möchten, können Sie in einem bestimmten Rahmen ohne Konsequenzen für den Rentenbezug dazuverdienen. Für Frührentner gilt eine Grenze von € 6300 pro Jahr. Überschreiten Sie den Betrag, kommt es zu einer Rentenkürzung. Nähre Angaben zum Zuverdienst können Sie hier nachlesen.

 

5. Abgleich der Kosten mit den Einnahmen

Bevor Sie den Rentenantrag tatsächlich stellen, müssen Sie auf jeden einen Einnahmen Ausgaben Vergleich durchführen. Sie sehen dann rasch, ob die Ersparnisse zur Überbrückung tatsächlich ausreichen.

Weitere Infos
Zuletzt noch ein Linktipp: Die Deutschen Rentenversicherung bietet zu diesem Thema weitere Informationen – zur Webseite der deutschen Rentenversicherung.
 

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