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Als Rentner im Wohnmobil leben und durch die Welt fahren – warum eigentlich nicht?

14. April 2018
Die Wohnung gegen ein Auto tauschen und damit ab in die Welt? Wie klingt das für Sie?

Der Ruhestand bietet zahlreiche Möglichkeiten, neue Hobbys und Aktivitäten zu finden. Während viele Rentner in ihrem Zuhause bleiben und sich dort mit ihrer neugewonnen Freizeit beschäftigen, zieht es einige von ihnen in die Welt. Als Rentner im Wohnmobil leben und durch die Welt zu fahren, stellt ein großes Abenteuer dar. Möchten Sie dieses Erlebnis wagen, müssen Sie lediglich ein paar Hinweise beachten, um die Welt einfach und sicher mittels vier Räder zu erkunden.

 

Rentner on Tour dank anhaltendem Wohnmobil-Boom

Das Wohnmobil ist seit Jahrzehnten eines der beliebtesten Fahrzeuge für den Urlaub. Es vereint Wohnfläche und Fahrzeug, sodass mit ihm Touren im In- und Ausland bewältigt werden können, ohne dass zusätzliche Unterkünfte benötigt werden. Seit ein Wohnmobil-Boom herrscht, verzeichnen Hersteller der Fahrzeuge hohe Gewinne. Rund vier Milliarden Euro werden jedes Jahr ausgegeben, um die Fahrzeuge mitsamt Ausstattung zu erwerben. Als Auslöser des anhaltenden Booms gelten Rentner, welche ihre Freizeit unternehmerisch gestalten und gleichzeitig die Welt sehen möchten.

Die sogenannte Best Ager Generation, Urlauber ab 50plus, verwendet Wohnmobile verschiedenster Hersteller, um beliebige Urlaubsziele anzustreben. In manchen Fällen schaffen sich die Rentner sogar Fahrzeuge im Wert zwischen 100.000 und 150.000 Euro an.

 

Als Rentner mit dem Wohnmobil unterwegs – die guten Jahre nutzen

Während der Berufstätigkeit besitzen die meisten Menschen wenig Zeit und Geld, um mit einem eigenen Wohnmobil Urlaub zu machen. Junge Menschen versuchen ihr Glück als Backpacker, um noch vor dem Eintritt in die Arbeitswelt die Welt zu sehen. Rentner hingegen besitzen den Vorteil, dass der Stress des Arbeitens bereits hinter ihnen liegt. Sie können nun entspannt reisen und sich Zeit lassen. Ebenfalls mangelt es vielen durch die jahrelange Berufstätigkeit nicht an Geld.

Das Wohnmobil als Reisebegleiter bietet sich aus diesem Grund an, um die Ersparnisse sinnvoll zu investieren und ein letztes Mal die Welt zu sehen, bevor der eigene Körper dauerhaft Ruhe benötigt. Möchten Sie in Ihrer Rente Ihre Zeit sowie Ihre guten Jahre sinnvoll nutzen, bieten sich somit Reisen mit dem Wohnmobil für Sie an.

 

Best Ager mit Reisefieber

Verspüren Sie im Alter Reisefieber, sollten Sie diesem nachgeben. Das eigene Wohnmobil sorgt dafür, dass Sie jene Orte sehen, welche Sie schon Ihr Leben lang ansteuern wollten. Möchten Sie zum Beispiel ans Nordkap fahren, können Sie dies leicht mit dem Fahrzeug tun. Auch ein Urlaub in Italien oder Kroatien kann mit dem Wohnmobil einfach absolviert werden. Das Fahrzeug benötigt lediglich einen passenden Stellplatz, wobei nahezu jede größere Stadt einen Campingplatz anbietet. Ebenso lassen sich die Reisen mit anderen Lebenszielen vereinen.

Möchten Sie beispielsweise ehrenamtlich in anderen Ländern tätig werden, können Sie diese einfach mit Ihrem eigenen Fahrzeug bereisen. Als Best Ager steht Ihnen die Welt offen. Ideen, wie Sie als Rentner mit einem Wohnmobil Ihre Freizeit gestalten können, erhalten Sie auf der Website Heukelbach.org

 

Vor- und Nachteile des eigenen Wohnmobils

Das eigene Wohnmobil als Urlaubs- und Lebensfahrzeug bietet Ihnen zahlreiche Vor- und Nachteile. Das möglicherweise dauerhafte Leben als Camper bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, auf welche Sie sich rechtzeitig einstellen müssen. Fragen wie

  • Wo kann ich parken und wie lange kann ich dort bleiben?
  • Wie ist das Leben im Wohnmobil im Winter?
  • Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

müssen Sie rechtzeitig für sich selbst beantworten, um festzustellen, ob das Wohnmobil tatsächlich die richtige Lösung für Sie ist.

Einer der zentralen Vorteile des eigenen Wohnmobils ist die Freiheit. Sie sind nicht an einen festen Wohnsitz gebunden, sondern können jeden Tag einen neuen Ort erkunden. Ebenfalls können Sie dort kleine Tätigkeiten verrichten und sich mit der einheimischen Bevölkerung anfreunden. Vor allem Freigeister erhalten mit dem Wohnmobil zahlreiche neue Möglichkeiten, ihr Leben unabhängig und einzigartig zu gestalten. Außerdem entfallen für Sie zentrale Bestandteile des Alltagslebens. Sie müssen keine herkömmliche Miete mehr bezahlen oder Zahlungen wie Strom und Heizung tätigen. Lediglich die anfallenden Campingplatzgebühren müssen beglichen werden, welche teilweise deutlich geringer sind als die Monatsmiete einer kleinen Wohnung. Zugleich müssen Sie Ihre Nachbarn nicht ertragen und können wegfahren, wenn Ihre Mitcamper sie stören sollten.

Das Leben im Wohnmobil bietet zugleich gewisse Nachteile. Ihr Lebensraum beschränkt sich auf das Innere Ihres Fahrzeuges, welches meist beengt ausfällt. Fahren Sie zudem nicht alleine, müssen Sie den knappen Platz mit Ihren Mitfahrern bzw. Mitbewohnern teilen. Obwohl vor allem moderne Wohnmobile hohen Komfort bieten, ähnelt dieser nicht einem eigenen Wohn- oder Schlafzimmer. Auch tägliche Aufgaben, zum Beispiel Wäsche waschen, einkaufen gehen oder Müll entsorgen, müssen anders verrichtet werden. Sind Sie eher eine Person, welche feste Alltagsabläufe und viel Platz benötigt, eignet sich das Leben als Dauercamper im eigenen Wohnmobil eher nicht für Sie.

 

Wohnorte mit dem Wohnmobil

Als Rentner mit einem Wohnmobil offenbaren sich Ihnen verschiedenste Orte, welche als neuer Wohnort dienen können. Dennoch existieren keine expliziten Seniorensiedlungen. Innerhalb Deutschlands dürfen Sie generell mit Ihrem Wohnmobil überall parken, wo es nicht explizit verboten ist. Übernachten Sie in Ihrem Wohnmobil, dürfen Sie dies auf normalen Parkplätzen jedoch nur im Ausmaß von einer Nacht tun. Park- und Rastplätze sind vom Campieren ausgenommen. Dies bedeutet, Sie dürfen dort keine Campingtische, Stühle, Vorzelte oder Markisen aufstellen und ausfahren. Campieren Sie in anderen europäischen Ländern, müssen Sie sich in vorhinein gut informieren, da in jedem Land andere Regelungen gelten.

Verstöße gegen die Campingvorschriften führen zu teilweise hohen Geldstrafen. Private Grundstücke als Abstellfläche benötigen zudem das Einverständnis des Grundstücksbesitzers. Generell erlaubt ist das Campieren mit dem Wohnmobil immer auf dafür vorgesehen Stellplätzen, wobei meist eine Gebühr anfällt. Weitere Informationen zu diesem Thema und den Vor- wie Nachteilen des Wohnens im Campingwagen finden Sie auf Camperdays.de

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