Studium

Studieren mit 60plus: So starten Sie durch

24. Januar 2020
Seniroenstudium mit 60plus

Auch nach einigen Jahrzehnten der Berufstätigkeit und nach vielen Erfahrungen im Leben möchten Sie auch mit 60plus durchstarten und sich ein neues Wissensfeld erschließen, Leute kennenlernen und akademisch arbeiten?
Dann sollten Sie darüber nachdenken, ein Studium an einer Hochschule oder Universität aufzunehmen, denn auch mit 60plus können Sie sich als StudentIn einschreiben.

In diesem Artikel nennen wir Ihnen Voraussetzungen, Vorteile eines Studiums mit 60plus und beliebte Fachgebiete.

 

Welche Voraussetzungen gibt es für ein Studium mit 60plus?

Zunächst ist für ein Studium an einer Hochschule die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife (also das Abitur) erforderlich.
Verfügen Sie nicht über diese Voraussetzungen, können Sie sich an den meisten Hochschulen als Gasthörer einschreiben. So kommen Sie in den Genuss der Vorlesungen und Kurse, ohne jedoch die Möglichkeit zu haben, einen bestimmten Abschluss zu erlangen.
Als Gasthörer nehmen Sie daher auch nicht an den Prüfungen der jeweiligen Fächer bzw. Studiengänge teil.

Für alle, die über eine Berufsausbildung verfügen und entweder eine Meisterprüfung abgelegt haben oder eine Hochschulzugangsprüfung erfolgreich hinter sich gebracht haben, steht auch der Weg an eine der zahlreichen Fernuniversitäten offen.
Mit der Möglichkeit, zeitlich flexibel und unabhängig das eigenen Fachgebiet zu studieren, finden Fernuniversitäten immer mehr Anhänger. Auch in der Altersklasse 60plus nehmen immer mehr Menschen das Angebot von Hochschulen und Fernuniversitäten an.

Auch wenn es Ihnen nicht vergönnt war, das Abitur abzulegen, stehen Ihnen also Möglichkeiten offen – die allermeisten Hochschulen bieten für ehemals Berufstätige auch spezielle Zugangsprüfungen an, um geeignete Kandidaten zu ermitteln. So steht Ihnen offen, sich im Alter wissenschaftlich zu Bilden.
Einzige Ausnahme bildet hier Bayern: Hier ist es noch immer feste Voraussetzung, das Abitur vorweisen zu können.

 

Warum mit 60plus studieren? Was sind die Vorteile?

Für viele Menschen klingt es verwunderlich, wenn Personen mit 60plus nochmals an die Uni zurückkehren möchten oder sich ihren Traum vom Erststudium erfüllen wollen.
Der Weg aus dem Berufsleben in den akademischen Betrieb ist für viele Menschen noch mit Fragezeichen versehen und wird gescheut – dabei gibt es eine ganze Reihe von positiven Auswirkungen auf die älteren Studenten:

  • Lebenslanges Lernen wird seit Jahren als wichtiger Grundstein für ein zufriedenes und gesundes Altern gesehen.
    Im Gespräch mit jungen Kommilitonen älterer StudentInnen wird von diesen häufig geäußert, dass die Studierenden mit 60plus „erstaunlich agil und fit“, „junggeblieben“ und „beeindruckend“ seien.
  • Das Aktivität, geistig wie körperliche, jung hält, gilt seit langer Zeit als bewiesen. Der Schritt an eine Universität fordert Sie heraus, sich neuen Situationen zu stellen, neue Kontakte zu knüpfen, sich auf neue Einflüsse einzustellen und so geistig flexibel zu bleiben.
  • Durch den Kontakt mit einer großen Zahl anderer StudentInnen können Sie auch Ihr soziales Umfeld deutlich erweitern.
    Viele StudentInnen, die das 60. Lebensjahr passiert haben, berichten, dass sie sich nicht länger „abgehängt“ sonder vielmehr gesellschaftlich akzeptiert und geschätzt fühlen.

 

Auch die Chance, das nachzuholen, was in jungen Jahren aus verschiedenen Gründen verpasst wurde, wird bei vielen älteren Studierenden als Grund für ein spätes Studium angegeben.
Besonders in den 1950er und 1960er Jahren war es nur 5-7% der Jahrgänge vergönnt, überhaupt Abitur machen zu dürfen, vielmals sprachen wirtschaftliche Bedürfnisse und Nöte dem Wunsch nach Bildung entgegen.
Heute die Chance erneut zu ergreifen ist für viele ältere Studierende ein Traum.

Natürlich gibt es viele andere Gründe, mit 60plus ein Studium zu beginnen, doch egal ob Sie sich selbst fordern möchten, neugierig sind, Kontakte knüpfen möchten oder dem typischen Rentnerklischee entgegenwirken wollen: Mit einem Studium mit 60plus tun Sie etwas Gutes für sich!

 

Für ältere Studieninteressierte gibt es neben den regulären Vorlesungen an den Hochschulen auch die Möglichkeit, spezielle Angebote für Senioren wahrzunehmen.

 

Was ist ein Seniorenstudium?

Mit speziellen Angeboten wenden sich immer mehr Hochschulen ganz gezielt an Senioren, die sich nach ihrer beruflichen Laufbahn wissenschaftlich fortbilden und betätigen möchten. Mit häufig interdisziplinär angelegten Studiengängen werden verschiedene Themengebiete abgedeckt und speziell auf Senioren abgestimmte Vorlesungen konzipiert.

Seniorenstudiengänge schließen, anders als reguläre Studiengänge, nicht mit einem wissenschaftlichen Titel ab, sondern sollen den Teilnehmern ermöglichen, bis weit ins hohe Alter geistig flexibel zu bleiben und gefordert zu werden.

Für viele Teilnehmer dieser Angebote ist es besonders reizvoll, sich mit anderen Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation auszutauschen, wieder andere bevorzugen den Umgang mit jüngeren Kommilitonen – hier können Sie frei nach Ihrem Wunsche wählen.

 

Welche Fachgebiete mit 60plus studieren?

Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen, welche Fachrichtungen für ältere Studierende besonders geeignet wären. Jedoch machen Erhebungen deutlich, dass besonders die Geschichtsstudiengänge bei älteren Semestern sehr beliebt sind.

Auch Philosophie, Soziologie, vergleichende Religionswissenschaften und andere Geisteswissenschaften sind bei älteren Studierenden besonders beliebt. Einen guten Überblick zu angebotenen Studiengängen und den jeweiligen Inhalten finden Sie auch hier.

Eine gute Möglichkeit ist auch das Fernstudium:

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Kann man mit 60plus promovieren?

Der Doktortitel als höchster wissenschaftlicher Abschluss in Deutschland wird über die Promotion erreicht und verlangt den Anwärtern einiges ab: Organisationsfähigkeit, Motivation und gutes wissenschaftliches Arbeiten werden von ihnen verlangt.

Eine Promotion ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden, Voraussetzung ist lediglich die Erlangung eines entsprechenden wissenschaftlichen Abschlusses, also Master, Diplom, Magister oder Staatsexamen.

Mit der richtigen Einstellung, einer guten Unterstützung durch den jeweiligen „Doktorvater“ und harter Arbeit, ist so auch für StudentInnen 60plus das Erlangen der Doktorwürde möglich.

 

Studieren mit 60plus – Fazit

Auch in der zweiten Lebenshälfte ist es noch möglich, ein Studium zu beginnen. Egal, ob Sie einen Abschluss anstreben oder sich wissenschaftlich bilden möchten: Mit den richtigen Voraussetzungen und der entsprechenden Einstellung können Sie auch mit 60plus erfolgreich und begeistert studieren.
Selbst die Doktorwürde zu erlangen, ist für StudentInnen mit 60plus möglich – wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihrer wissenschaftlichen Karriere!

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