Leben

Klavier lernen für Senioren: 5 Tipps

11. Dezember 2018

Ein Instrument im Alter zu erlernen erscheint vielen Senioren als zu schwierig. Es ist aber machbar und viele Erwachsene fortgeschrittenen Alters haben es erfolgreich geschafft. Dass das Lernen in jungen Jahren leichter von der Hand geht, steht außer Frage. Wenn Sie allerdings davon träumen, noch ein Instrument zu erlernen, dann sollten Sie Ihren Traum unbedingt verwirklichen. Denn wer etwas wirklich möchte, wird vollen Einsatz zeigen, üben und damit erfolgreich sein.

Ein Piano oder Flügel ist ein wunderschönes Instrument. Es bereitet dem Spielenden Freude, die Töne bis in den Bauch hinein zu spüren. Beim Erlernen trainieren Sie Ihr Gehirn. Die rechte und linke Gehirnhälfte arbeiten zusammen, neue Verknüpfungen werden hergestellt. Sie leisten dabei einen großen Beitrag zu Ihrer persönlichen geistigen Fitness. Wer im Alter noch ein Instrument erlernt, tut sich selbst, seinem Körper und seinem Geist etwas Gutes.

Mit den folgenden 5 Tipps werden Sie bald Ihre ersten Stücke am Klavier spielen können:

 

1. Regelmäßiger Unterricht

Melden Sie sich am besten in einer Musikschule an, oder suchen sie sich einen Privatlehrer. Sich das Klavierspielen mittels Lehrbuch selbst beizubringen, könnte zwar grundsätzlich funktionieren, ist aber meist mühsamer und mit eigener Unsicherheit verbunden.

Der Verband Deutscher Musikschulen VdM bietet auf seiner Website eine Suchmaske an, welche alle Musikschulen in Ihrer Nähe samt Kontaktdaten auflistet. Auch an den Deutschen Volkshochschulen kann man Klavierunterricht nehmen.
Sollten Sie nicht sofort einen Platz bekommen, lassen Sie sich auf die Warteliste setzten und suchen Sie gleichzeitig nach Alternativen. Manchmal lohnt es sich, ein privates Inserat zu schalten und so einen Lehrer zu finden.

Eine halbe bis eine Stunde Unterricht pro Woche sind ausreichend. Sprechen Sie mit Ihrem Lehrer oder Ihrer Lehrerin in jedem Fall über Ihre Erwartungen und Wünsche. Geben Sie den Unterrichtenden die Möglichkeit Sie und Ihre musikalischen Vorlieben kennenzulernen. Ein guter Lehrer wird so gut es geht auf diese Wünsche eingehen. Sie sollen schließlich Spaß an der Sache haben und es wird Ihnen auch leichter fallen, unseren Tipp 2 umzusetzen.

 

2. Klavier lernen durch konsequentes Üben

Ideal ist, wirklich täglich am Instrument zu üben. Integrieren Sie das Üben am besten fix in Ihren Tagesablauf. Viele Senioren üben gerne am Vormittag, da ihre Konzentrationsfähigkeit dann am höchsten ist. Vielleicht sind Sie aber auch eher ein Abendmensch. Beobachten Sie sich selbst und wählen Sie einen passenden Zeitpunkt aus. Täglich zu üben bedeutet nicht, dass Sie sich immer eine Stunde ans Klavier setzen müssen. Im Gegenteil. Am Beginn ist es ratsam, kurze, intensive Übungsphasen einzuplanen. Dafür aber eben möglichst täglich.

 

3. Zugang zu einem Klavier

Überlegen Sie sich noch bevor Sie mit dem Unterricht starten, wann und wie oft Sie Zugang zu einem Klavier haben werden. Vielleicht haben Sie Freunde, Bekannte oder Familie, bei denen Sie üben können. Für den Anfang wird Ihnen das auch reichen. Wenn Sie sicher sind, dauerhaften Unterricht zu nehmen, würden wir Ihnen raten, ein Klavier auszuleihen oder gar zu kaufen. Gebrauchte Instrumente sind oft günstig zu haben. Oder Sie weichen auf ein sogenanntes E-Piano aus, das in der Anschaffung auch neu sehr günstig ist.

 

4. Kleine Herausforderungen annehmen

Bewegen Sie sich immer wieder vorsichtig aus Ihrer Komfortzone heraus und versuchen Sie auch schwierigere Stücke. Sie dürfen sich zwar nicht überfordern, um Frust zu vermeiden, trotzdem darf es ruhig herausfordernd sein. Nur so werden Sie weiterkommen und dazulernen.

 

5. Für und mit andere(n) musizieren

Bleiben Sie am Ball und lassen Sie Ihre Mitmenschen an Ihren Erfolgen teilhaben. Vielleicht erlernen auch Ihre Enkelkinder das Klavierspielen und freuen sich darüber mit Oma oder Opa vierhändige Stücke zu spielen. Mit Anderen gemeinsam zu musizieren ist ein sehr schönes Erlebnis. Suchen Sie sich nach Möglichkeit Gleichgesinnte, um mit Ihnen gemeinsam Musik zu machen.

Wir hoffen sehr, Ihnen mit diesem Beitrag Mut gemacht zu haben. Denn was gibt es Schöneres, als seine eigenen Emotionen und Stimmungen mit einem Instrument ausdrücken zu können. Die Musik hat unterhaltende aber auch therapeutische Wirkung. Sie erlaubt uns, für kurze Zeit Sorgen zu vergessen und in andere Sphären einzutauchen. Sie werden davon profitieren.

  1. Beim Klavierunterricht ist es mir immer peinlich, wenn ich ein Stück nicht zu Ende spielen kann. Aber es hilft wirklich, wenn man Stück für Stück schwierigere Hürden nimmt. Notfalls kann man immer noch zurückgehen.

  2. Der Artikel gibt mir Mut. Ich wollte schon immer ein Instrument spielen können. Mein Favorit dabei ist Gitarre. Allerdings haben mir viele gesagt, ich sei zu alt dazu. Vielleicht sollte ich es einfach mal versuchen

  3. Meine Oma war über 70, als sie anfang, Klavier zu spielen. Es bereitete ihr immer Freude. Beim Erlernen trainierte Sie Ihr Gehirn. Das leistete einen großen Beitrag zu ihrer persönlichen geistigen Fitness. Sie fühlt sich viel wohler jetzt.

  4. Danke für die Tipps zum Lernen von Klavierspielen im Alter. Meine Oma ist in Rente gegangen und weiß nun nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen soll. Sie wollte schon immer ein Instrument lernen, deswegen haben wir ihr ein Mietklavier besorgt. Gut zu wissen, dass auch Rentner regelmäßig üben muss.

    1. Ich habe mit 72 Jahren angefangen Klavier zu spielen. Anfangs war ich oft am verzweifeln und meinte,
      ich lerne es nie. Inzwischen macht es mir so viel Freude,dass ich mich automatisch jeden Tag ans Klavier setze und übe. Bringt das Leben mal etwas Traurigkeit, setze ich mich ans Klavier. Das ist die beste
      Therapie.

  5. Ich finde den fünften Tipp besonders gut geeignet zum Klavierlernen. Meine Großmutter hat mit 55 Jahren nochmal angefangen Klavier zu lernen. Denn sie wollt eine Klavierbegleitung für meine Querflöte geben. Das war nicht nur sehr nett, sondern zeugt auch von einem gewissen Mut, finde ich.

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