Im Alter nochmal umziehen: So gelingt der Umzug 50plus

Im Alter nochmal umziehen: So gelingt der Umzug 50plus

Auch im Alter kann ein Umzug für völlig neue Perspektiven sorgen.
Auch im Alter kann ein Umzug für völlig neue Perspektiven sorgen.

Mit zunehmenden Alter wird die Vorstellung von einem Umzug immer monströser. Denn es sammelt sich im Laufe der Jahre so einiges an Hausrat an. Zudem bedeutet das Umziehen im Alter eine enorme Herausforderung. Denn hier wird nicht nur das Mobiliar bewegt, sondern auch die gesamte Lebenssituation verändert.

Für einen Umzug im gesetzteren Alter sollte man deshalb im Vorfeld gut Planen und alles gut durchdenken, damit dieses Vorhaben nicht zur körperlichen oder seelischen Belastung wird.

Die ersten Vorüberlegungen anstellen

Egal, warum ein Umzug im Alter ansteht, ein Wohnung-, Haus- oder Ortswechsel ist immer mit einer ordentlichen Portion Chaos verbunden. Sämtlicher Hausrat muss gut sortiert und bruchsicher in Kisten verpackt, und danach im neuen Domizil wieder untergebracht werden. Ein Umzug bedeutet immer Stress. Deshalb ist gute Planung alles, damit der Umzug auch im Alter nicht zur Belastung wird.

Durchdenken Sie als Senior deshalb sämtliche notwendigen Schritte im Vorfeld und machen Sie sich eine Checkliste, damit es mit dem Umzug gut klappt. Stellen Sie auch gewissen Vorüberlegungen an, die Ihre Wohnsituation im neuen Domizil betreffen. Überlegen Sie sich, welche Wohnform für Sie die richtige ist. Dabei muss es sich nicht nur um eine eigene, seniorengerechte Wohnung oder ein Haus handeln, sondern kann auch eine Senioren-WG oder ein betreutes Wohnen sein.

Benötigen Sie eine barrierefreie Altersresidenz, dann sollten Sie auch dahingehend die notwendigen Vorbereitungen treffen oder treffen lassen. Viele Senioren wünschen sich die wohnliche Nähe zu ihren Kindern und Enkelkindern. Wenn dies der Fall ist, dann können Sie Ihre Wohnungssuche bereits regional eingrenzen. Denken Sie bei der Wohnungssuche auch an eine gute Infrastruktur. Denn ein Supermarkt und andere Geschäfte für den täglichen Bedarf in der Nähe der Wohnung machen das Leben im Alter durchaus einfacher. Haben Sie Ihr zukünftiges Wohndomizil gefunden, dann geht es an den Umzug. Überlegen Sie auch dahingehend, ob Familie, Freunde oder Nachbarn helfen können, oder ob Sie lieber eine Spedition beauftragen wollen.

Die Checkliste mit drei Phasen

Der nächste Schritt für den gelungenen Umzug ist eine Checkliste, die sich in drei Phasen aufteilt. Auf dieser Checkliste notieren Sie sämtliche notwendigen Aktivitäten und Termine. Die drei Phasen der Checkliste unterteilen Sie in „Vor dem Umzug“, „Der Umzugstag“, und „Nach dem Umzug“. Diese Checkliste können Sie ständig erweitern, falls Ihnen noch etwas einfällt. Mit dieser guten Planung werden Sie sicherlich nichts vergessen, und ein reibungsloser Ablauf des Umzuges ist sozusagen vorprogrammiert. Denn bereits vor dem Umzug gibt es so einiges zu erledigen.

Organisieren Sie Freunde und Verwandte oder eine Spedition, die das Tragen der Möbel und Umzugskisten für Sie übernehmen.

In Hamburg gibt es sogar einen Umzugsservice nur für Senioren:

Woran Sie unbedingt denken sollten

Informieren Sie Behörden und andere Stellen, insbesondere die Rentenversicherung, von Ihrem Adresswechsel. Ein Nachsendeantrag bei der Post wird die Zeit, bis wirklich alle Stellen Ihren Wohnungswechsel zur Kenntnis genommen haben, überbrücken. Vor dem Umzug sollten Sie auch unbedingt diesen Umstand für ein ordentliches Ausrangieren Ihre über Jahre oder Jahrzehnte hinweg angesammelten Gegenstände und Möbel nützen. Findet der Umzug in eine kleinere Wohnung statt, dann müssen Sie notgedrungen auf ein paar Möbel verzichten. Aber auch Geschirr, Dekorations- und Bekleidungsstücke müssen nicht unbedingt alle aufgehoben werden. So ein Ausmisten hat aber auch, psychologisch betrachtet, etwas Befreiendes und wird Ihnen nicht nur den Umzug erleichtern.

Möbel, Geräte und Wertgegenstände können Sie an Verwandte verschenken, oder gebraucht verkaufen, sodass Sie aus dem Ausrangieren auch noch etwas Geld für die Umzugskosten beziehen können. Dinge, die sich nicht mehr verkaufen lassen, können Sie einer karitativen Einrichtung, wie der Caritas oder dem Deutschen Roten Kreuz, spenden. Fangen Sie mit dem Ausmisten schon früh genug an, damit Sie bis zum eigentlichen Umzugstag alles losgeworden sind, damit Sie diese Gegenstände nicht mehr in die neue Wohnung oder ins Haus mitnehmen müssen. Selbstverständlich benötigen Sie auch geeignetes Umzugsmaterial für das Transportieren all Ihres Hab und Guts.

Sie können Umzugskisten entweder im Baumarkt kaufen, oder aber auch bei vielen Speditionsfirmen mieten. Manche Speditionen bieten sogar ein eigenes Packservice an, sodass Sie sich um rein gar nichts mehr kümmern müssen. Falls Sie selbst Ihren Hausrat in Kisten verpacken, dann bitten Sie doch Verwandte und Freunde um Hilfe. Denn zusammen geht es nicht nur rascher, sondern macht auch gleich mehr Spaß!