Zeitaufwand für ein Seniorenstudium

Exclamation and Question Mark IconDer Zeitaufwand für ein Seniorenstudium ist überschaubar. Dies liegt in der Natur der Sache, denn ein Seniorenstudium ist klar als nicht-reguläres Studium definiert. Daher kann von den Aspiranten auch nicht das gleiche Leistungspensum abverlangt werden.

Durchschnittlich (!) vier erbrachte Leistungsnachweise (die Klausuren, Referate oder Hausarbeiten beinhalten) werden von Universitäten gefordert, außerdem muss eine Abschlussarbeit geschrieben werden, die dem Standard einer wissenschaftlichen Hausarbeit entspricht und so das erworbene wissenschaftliche Wissen wiederspiegelt. Daneben stehen die Veranstaltungen, die im Gasthörer-Status absolviert werden, zumeist Vorlesungen. Der Aufwand für ein Seniorenstudium ist also nicht besonders groß, sondern überschaubar, kann aber von Hochschule zu Hochschule und abhängig vom Ehrgeiz des einzelnen variieren.

Mindestpensum für SeniorInnen

Um das Seniorenstudium effektiv zu gestalten, sollten jedoch minimal 15 Wochenstunden Arbeitszeit inklusive Vorlesungen eingeplant werden. Sechs Wochenstunden reine Vorlesungs- bzw. Seminarzeit sind die Regel, hinzu kommen Vorbereitung und Nachbereitung. Genaue Informationen über den jeweiligen Hochschulstandort gibt es bei den für SeniorInnen zuständigen Stellen an den Universitäten. Vielleicht macht Ihnen das Seniorenstudium aber auch so viel Spaß, dass Sie sich freiwillig tiefer in die wissenschaftliche Materie stürzen. Letzten Endes ist ein Seniorenstudium ja hauptsächlich interessengeleitet und von Wissensdurst geprägt.

Veranstaltungen werden zum Beispiel gezielt besucht, dahinter steckt ein bestimmtes Interesse am jeweiligen Thema. Senioren sind außerdem durchschnittlich gesehen detailverliebter als ihre jüngeren Kommilitonen und gehen einer Sache gerne sorgfältig auf den Grund. Dabei handelt es sich aber ausschließlich um freiwilliges Studieren, nicht um ein vorgeschriebenes Pensum.

Spaß am Lernen

Es kann also durchaus sein, dass SeniorInnen mehr Zeit mit ihrem Studium verbringen, als die offiziellen Stellen vorschreiben. Denn ein Seniorenstudium ist auch eine einmalige Gelegenheit, die Zugang zu Wissensquellen wie fachlichen Veranstaltungen und Bibliotheken ermöglicht und ein Wissensspektrum realisierbar macht, das so normalerweise nicht zugänglich ist. Auch wenn das Seniorenstudium nicht viel an Leistung abverlangt, so sollte dennoch die Zeit genutzt werden, um Wissenslücken zu füllen, vorhandene Materialien zu nutzen und die Möglichkeit, Gespräche zu führen, entsprechend berücksichtigt werden.

Nicht zu vergessen ist auch die Möglichkeit, die Sprachlabors zu nutzen und sich Sprachkenntnisse anzueignen bzw. diese aufzufrischen. Idealer als an einer Universität ist dies nicht möglich. Daneben gibt es auch viele interessante Gegebenheiten und Veranstaltungen jenseits des eigentlichen Studiums, die einen Besuch lohnen und den Horizont erweitern können. Ein Seniorenstudium ist daher eine größere Chance, als nur die vorgegebenen Leistungsanforderungen zu absolvieren.

Es bietet den Schlüssel zu einer Welt, die ihren eigenen Gesetzen folgt – den Gesetzen des Drangs nach vorne, des Entdeckens neuer Möglichkeiten und des sozialen Austauschs.

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