Seniorenstudium in Soziologie

SeniorenstudiumWährend für einige Menschen beim Eintritt in den verdienten Ruhestand die große Frage aufkommt, was denn mit der vielen Zeit gemacht werden soll, steht die Antwort für andere Menschen in dieser Situation schon lange fest. Die freie Zeit wird für ein Studium an einer Universität genutzt.

Ob nun als Erstbesuch oder als Rückkehr zur alten Universität, das Interesse an Bildung ist bei der heutigen Seniorengeneration groß. Entsprechend haben sich auch die Universitäten auf diesen Trend eingestellt. Konnten die Senioren früher nur über den Gasthörerstatus ohne Probleme am Hochschulleben teilhaben, so ist heutzutage auch ein spezielles Seniorenstudium an vielen Universitäten möglich. Wie ein solches Seniorenstudium in Soziologie aussehen kann, soll im Folgenden erläutert werden.


Das Fach Soziologie

Wie viele geisteswissenschaftliche Fächer ist auch das Fach Soziologie bei älteren Menschen sehr beliebt. Über die Gründe darf natürlich spekuliert werden. Im Falle der Soziologie kann vermutet werden, dass das jahrzehntelange Zusammenleben in der Gemeinschaft die älteren Menschen dazu motiviert hat, sich nun mit den theoretischen Hintergründen auseinanderzusetzen.

Was auch immer die Motivation für das Studium ist, behandelt wird in der Soziologie das menschliche Zusammenleben in einer Gesellschaft. Dabei werden die Abläufe aufgedeckt und analysiert und die daraus entstehenden Folgen diskutiert. Sind die dabei grundlegenden Theorien im Studium erst einmal geschafft und wurden auch die notwendigen Grundlagen der Statistik gelernt, können sich die Studenten der Soziologie auf verschiedene Felder des Fachs konzentrieren. Dies sind beispielsweise die Familiensoziologie, die Geschlechterforschung oder die Konfliktforschung.

 

Soziologie für Senioren

Prinzipiell können Senioren mit einem Interesse am Fach Soziologie an jede Universität gehen und sich dort als Gasthörer einschreiben. Dabei sollte schon darauf geachtet werden, wie gut besucht die Veranstaltungen der Fakultät für Soziologie oder Fakultät für Sozialwissenschaften an der betreffenden Universität sind. Als Gasthörer haben die älteren Studenten leider nur beschränkte Studienrechte. Mit Rücksichtnahme auf ihre jüngeren Kommilitonen können die Gasthörer nur an Vorlesungen teilnehmen, wenn noch Plätze frei sind.

Vor dem Besuch einer Veranstaltung sollte daher immer der Kontakt mit dem entsprechenden Dozenten gesucht werden. Diese müssen dann entscheiden, ob eine Teilnahme möglich ist. Insbesondere bei Kolloquien und Seminaren ist dieses Nachfragen wichtig, da hier die Plätze oft stark begrenzt sind.

Wer sich für ein Seniorenstudium in Soziologie interessiert, der sollte ein Blick auf die Universität Paderborn werfen. Diese bietet eine große Auswahl an Veranstaltungen in Soziologie im Rahmen ihres Seniorenstudiums an. Das Seniorenstudium ist eine Erweiterung des Gasthörerstatus und beinhaltet zusätzliche Veranstaltungen nur für Senioren. Zudem versucht die Universität zu regeln, dass die Seniorenstudenten auch an den gewünschten Veranstaltungen in den Sozialwissenschaften teilnehmen können. Dort erfolgt die Teilnahme dann zusammen mit den jungen Studenten.

Auf Wunsch kann an der Universität Paderborn das Seniorenstudium auch als Zertifikatstudium absolviert werden. Die älteren Teilnehmer erhalten zwar keinen akademischen Grad, aber dafür ein Zertifikat von jeder erfolgreichen Teilnahme einer Veranstaltung.


Zulassungsvoraussetzung für das Seniorenstudium

Wie im Abschnitt vorher bereits geschrieben, steht jedem Menschen, von jung bis alt, die Möglichkeit offen sich als Gasthörer einzuschreiben. Auch beim Seniorenstudium gibt es an der Universität Paderborn keine Zulassungsvoraussetzungen. Gefordert werden nur Mut und die notwendige geistige Disziplin zur Teilnahme an den Vorlesungen, Seminaren und Kolloquien. Wer sich dazu imstande fühlt und das Interesse hat, kann sich entweder für das viersemestrige Zertifikatstudium einschreiben oder im Rahmen des Seniorenstudiums einfach die Veranstaltungen besuchen, die gerade interessant erscheinen.

Nur wer mehr als ein Seniorenstudium will, braucht auch eine Hochschulreife. Entsprechend erfolgt dann die Immatrikulation als ordentlicher Student mit all den verbundenen Rechten und Pflichten. Nach Teilnahme an den Veranstaltungen und dem Bestehen von Prüfungen und der Abschlussarbeit steht am Ende des Studiums dann aber auch ein akademischer Grad. 


Die Kosten

Die Kosten für eine solche Teilnahme am Universitätsbetrieb halten sich in der Regel auch in Grenzen. Im Durchschnitt verlangen die Universitäten etwa 100 bis 150 Euro pro Semester von den Gasthörern. Kleinere Universitäten sind oftmals günstiger und staffeln die Gebühren auch in Abhängigkeit der besuchten Veranstaltungen im Semester.


Auch ein Seniorenstudium ist nicht viel teurer. Beispielhaft soll hier das Seniorenstudium der Universität Paderborn betrachtet werden. Pro Semester verlangt die Universität 100 Euro, welche identisch ist mit der Gasthörergebühr. Etwas teurer ist als anderes Beispiel die Universität Mannheim mit 125 Euro Gebühr pro Semester, ebenfalls im Rahmen eines Seniorenstudiums in Soziologie.

Höhere Gebühren erwarten Senioren nur, wenn sie sich direkt in einen Studiengang mit Hilfe einer Hochschulreife einschreiben. Dann werden normale Semesterbeiträge fällig, die an einigen Universitäten bis zu 300 Euro pro Semester betragen können, allerdings auch ein Studententicket beinhalten. Auch können Kosten in Form von Studiengebühren entstehen, falls diese im jeweiligen Bundesland erhoben werden.

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