Seniorenstudium in Mathematik

SeniorenstudiumEin Vorteil des Ruhestandes ist die viele Zeit, welche den Menschen dann zur Verfügung steht. Für immer mehr Menschen ist dies ein Grund, sich noch einmal besonderen Herausforderungen zu stellen. Diese Senioren ignorieren die gängige Meinung, dass die geistigen Fähigkeiten im Alter für ein Hochschulstudium nicht mehr ausreichen.

Auch wenn viele Sachen im jugendlichen Alter leichter gefallen sind, so zeichnen sich Senioren vor allem durch Fleiß und Disziplin aus und haben damit ihren jüngeren Kommilitonen oftmals etwas voraus. Fleiß und Disziplin wird besonders in der Mathematik gefordert, denn von selbst lernen sich die komplexen Themengebiete nicht. Was die Studenten im Seniorenstudium in Mathematik erwartet und was sie bei der Wahl der Universität zu beachten haben, wird im Folgenden erläutert.


Das Fach Mathematik

Der Beginn eines Mathematikstudiums erfolgt mit dem Grundlagenstudium. Dies beginnt mit der Linearen Algebra und der Analytischen Geometrie, welche in Grundzügen bereits aus der Abiturzeit bekannt sein sollte. Auch Teile der Analysis werden bereits in der Schulzeit bearbeitet, im Mathematikstudium entsprechend vertieft. Die Grundlagen werden abgeschlossen mit der Wahrscheinlichkeitstheorie und der Statistik sowie den Grundzügen der Angewandten Mathematik und der Numerik.

Mit diesen Grundlagen werden im vertiefenden Studium der Mathematik Kurse aus den Bereichen der Angewandten Mathematik, der Reinen Mathematik, der Analysis und der Algebra bearbeitet. Eine Abschlussarbeit rundet das Studium ab und dient zum Nachweis der wissenschaftlichen Arbeitsweise des Studenten.


Mathematik für Senioren

Die Fachbeschreibung für das Mathematikstudium liest sich bereits nicht einfach, dennoch gibt es auch bei älteren Menschen ein Interesse an diesem Studienfach.

Die Herausforderung ist dabei eine besondere Motivation, auch weil früher die Thematik nicht verstanden wurde und es nun besser funktionieren soll. Auch ist es unbestritten, dass die Mathematik eine gewisse Faszination ausmacht, denn mit Hilfe der Mathematik lassen sich ungemein viele Dinge erklären und nachvollziehen.

 

Möglich ist die Teilnahme an einem Mathematikstudium für Senioren auf verschiedene Art und Weise. Viele Senioren nehmen gerne das Angebot des Seniorenstudiums war, wobei ein Seniorenstudium in Mathematik sehr selten ist. An der Universität in Mannheim findet sich aber beispielsweise ein Seniorenstudium mit Angeboten aus der Fakultät für Mathematik. Dies ist allerdings kein vollwertiges Studium, sondern es werden nur vereinzelte Veranstaltungen der Fakultäten angeboten. Gleichzeitig gibt es noch ein zusätzliches Rahmenprogramm für die Senioren. Die Veranstaltungen der Fakultäten werden zusammen mit den jungen Kommilitonen durchgeführt.
Eine andere Möglichkeit ist die Gasthörerrolle einzunehmen, ohne dabei ein spezielles Seniorenstudium in Mathematik zu beanspruchen. Den Gasthörerstatus kann jedermann erlangen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorbildung. Der Nachteil ist hierbei, dass es sich ebenfalls nicht um ein vollwertiges Studium handelt und die Studenten davon abhängig sind, ob der jeweilige Dozent sie zu den Kursen zulässt.

Der dritte Weg schließlich führt über eine ordentliche Immatrikulation. Hierbei müssen die künftigen Studierenden im hohen Alter nur darauf achten, dass keine Zulassungsbeschränkung für das Fach Mathematik an der Universität existiert. Ist dies der Fall, steht einer Immatrikulation nichts im Wege, sofern die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind.


Zulassungsvoraussetzungen für das Studium im hohen Alter

Die Zulassungsvoraussetzungen für Senioren an Hochschulen sind abhängig vom Status der Studierenden.

Im letzten, oben beschriebenen Fall benötigen die Senioren eine allgemeine Hochschulreife für die Zulassung am Studiengang. Dies ist in der Regel das Abitur, nur in Ausnahmefällen gibt es auch fachspezifische Hochschulberechtigungen.

Gänzlich ohne Abitur kommen Senioren an eine Hochschule über ein Seniorenstudium in Mathematik. Das Problem ist dabei der schon erwähnte Umstand, dass nicht sehr viele Universitäten Mathematik im Seniorenprogramm haben. Aber auch in der Gasthörerrolle benötigen Senioren kein Abitur für die Teilnahme, schließlich ist dieser Weg unabhängig von der Vorbildung.


Kosten für ein Hochschulstudium im Alter

Auch im hohen Alter gibt es Bildung an einer Hochschule nicht komplett umsonst, wenn auch keine sehr hohen Studiengebühren anfallen. Die Kosten sind allerdings auch abhängig vom Studentenstatus.

Ein ordentlich eingeschriebener Student muss auch einen kompletten Semesterbeitrag begleichen, erhält damit aber in der Regel auch einen Studierendenausweis inklusive dem Studententicket. Die Kosten für einen solchen Semesterbeitrag können je nach Universität bis zu 300 Euro ausmachen.

Der Semesterbeitrag beziehungsweise die Gebühr pro Semester für einen Gasthörer ist in der Regel niedriger und beträgt etwa 100 Euro, an der Universität Mannheim sogar 125 Euro. Auch ein Seniorenstudium bewegt sich ungefähr auf diesem Gebührenniveau. An einigen Universitäten können die Gebühren sowohl für das Seniorenstudium wie auch für das Gasthörerstudium noch deutlich geringer sein.

Des Weiteren gibt es an vielen Hochschulen eine Ausnahmeregelung für den Fall der besonderen sozialen Härte, sodass gar keine Gebühr gezahlt werden muss. Die soziale Härte ist beispielsweise bei Sozialhilfeempfänger gegeben, die so trotz geringem Einkommen die Möglichkeit zum Besuch einer Hochschule bekommen.