Lesepate werden

Sie lesen gerne? Werden Sie doch Lesepate!

Die Welt der Bücher, der Geschichten, Dokus und Märchen ist faszinierend. Besonders kleine Leute sind begeistert bei der Sache und können nicht genug bekommen von Erzählungen, die ihre Fantasie anregt und sie beflügelt.

Kindern etwas vorzulesen ist selbst ein großer Spaß, denn man hat die Möglichkeit sich ganz in der Geschichte fallen zu lassen und sie wunderbar zu betonen, auszuschmücken und danach noch über einzelne Passagen zu sprechen. Jede Mutter, jeder Vater weiß das. Aber jeder Elternteil weiß leider auch wie viel Zeit oft nötig ist, um interessiert und konzentriert den Kindern etwas vorzulesen. Man ist manchmal nur froh, wenn die Tante, der Großvater oder manchmal die große Schwester diesen Part übernimmt.

Die Kindergärten und Vorschulen kennen auch diese Situation. Für sie gibt es eine besondere Lösung mit vielen guten Nebeneffekten: Lesepaten werden in den Kindergarten eingeladen, um den Kleinen eine Geschichte vorzulesen, sie danach über die Geschichte zu befragen oder sonstige Aktivitäten anzustoßen. Die Kinder sind hier begeistert bei der Sache sodass sich die Idee der Lesepaten bereits bundesweit durchgesetzt hat und auch in anderen Bereichen begeisterte Anhänger findet.

Über die Tätigkeit

Lesen ist vielseitig und anregend. Lesen begeistert und beflügelt die Fantasie. Menschen ab 50 finden oft endlich die Zeit wieder zu lesen. In eine Geschichte einzutauchen. Die Fähigkeit und das Interesse bei anderen diese Lust am Lesen zu wecken ist die Aufgabe von Lesepaten, die von Schulen oder Kindergärten eingeladen werden, um mit den Kindern Lesestunden abzuhalten. Ein Lesepate ist nicht direkt ein Pädagoge, aber er arbeitet mit dem pädagogischen Team zusammen und unterstützt sie bei ihrer Arbeit.

Als Lesepate ist man also für kurze Zeit Mitarbeiter auf freier Basis. Die Lektüre die gelesen wird, wird oft von der pädagogischen Leitung einer Einrichtung vorab ausgewählt und dann mit den Kindern spielerisch „vorbereitet“. Es geht oft um Themen, die gerade von Bedeutung für den pädagogischen Plan sind. Dabei stehen mal Gefühle im Mittelpunkt, Wut, Versöhnung, Trauer oder Glück und mal sind es thematische Schwerpunkte wie Natur, Religion, arm und reich oder Familie. Für die Kinder ist das Beisein eines Lesepaten ein besonderes Ereignis und wird durchweg positiv wahrgenommen.

Für wen ist die Tätigkeit als Lesepate geeignet?

Die Tätigkeit als Lesepate ist für alle Personen ab 50 eine positive Erfahrung. Sie erfordert keine besonderen Vorkenntnisse, denn Lesen sollte jeder können, und findet in einem freundlichen Umfeld statt. Der Umgang mit Kindern ist Voraussetzung für diese Tätigkeit, wenngleich die pädagogische Arbeit von einem meist anwesendem Team geleistet wird, sollte man schon ein kleines Maß an erzieherischer Vorleistung erbracht haben zum Beispiel indem man selbst ein Kind großgezogen hat und dadurch wertvolle Erfahrungen für diese Aufgabe mitbringt. Kinder verzeihen vieles, aber flüssiges Lesen sollte möglich sein und auch eine klare, ausdrucksstarke Stimme wäre nicht zu viel verlangt.

Da man in dieser Tätigkeit Hilfestellung durch das Personal vor Ort erfährt werden kaum Situationen auftreten, wo man völlig auf sich allein gestellt ist. Trotzdem ist es gut, wenn man keine Schwierigkeiten hat aufzutreten und allgemein über eine selbstsichere und gefestigte Persönlichkeit verfügt. Denn dies ist eine gute Voraussetzung um dasselbe im kindlichen Gegenüber zu fördern.

Was wird verdient?

Verdienstmöglichkeiten in dieser Tätigkeit sind eher gering. Eventuell sollte man ganz auf das Geld verzichten, denn gerade in dem Bereich der Schule und Bildung wird seit vielen Jahren von den Regierungen ein Sparkurs gefahren. Die Mithilfe im pädagogischen Bereich, die Freude am Umgang mit Kindern sollten Lohn und Motivation zugleich für diese Aufgabe sein.

3 Gedanken zu „Lesepate werden“

  1. Gerne würde ich mitmachen. Denn ich lese täglich für meine Enkelin .Es ist immer ein Erlebnis, ein Moment von Glück und Freude für uns Leider habe ich einen Akzent. Ist es ein Hindernis?

    Antworten
  2. Guten Tag,

    bin dreifache Oma und 70 Jahre alt. 2 Enkel sind dem Vorlesealter schon entwachsen, der
    jüngste Enkel ist erst 5 Monate alt und wohnt leider auch weiter weg,
    Da ich selbst eine Leseratte bin, würde ich gerne den Kindern die Freude am Lesen
    näherbringen. Ich fände es auch für mich bereichernd, da ich Kinder sehr mag und diese
    heute leider durch die digitale Welt ihrer eigenen Phantasie beraubt werden.

    Beste Grüße
    Gabriele aus Hessen

    Antworten
    • Liebe Gabriele,

      da Sie sicherlich nahe Ihres Wohnorts eine ehrenamtliche Lesepatin werden möchten, empfehlen wir, dass Sie die sozialen Träger unmittelbar in Ihrem Heimatort kontaktieren. Dort freut man sich sicherlich sehr, wenn Sie Ihre Zeit und Energie für Kinder zur Verfügung stellen möchten. Denkbar sind zum Beispiel
      die Evangelische Kirchengemeinde in Ihrem Ort
      das Deutsche Rote Kreuz in Ihrer Gemeinde
      – oder Sie fragen direkt bei der Stadtverwaltung an und lassen sich Kontakt zu einem Kindergarten, einem Kinderhort oder einer Grundschule herstellen. Möglicherweise können Sie auch direkt Erziehern oder Lehrern direkt Kontakt aufnehmen und so Kinder zum Vorlesen kennenlernen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg!

      Antworten
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