Voraussetzungen für ein reguläres Studium für Senioren

Exclamation and Question Mark IconDie Bologna-Reformen sind angekommen

Seniorinnen und Senioren können sich wie alle anderen Studienanwärter mit Abitur für ein Hochschulstudium bewerben: in ganz Deutschland und in ganz Europa.

Die Vereinheitlichung der Studiengänge nach der Reform von Bologna macht außerdem akademische Abschlüsse schneller möglich, sofern ein Zeitplan eingehalten wird. Allerdings gibt es für ältere Studienanwärter in manchen Fächern genauso Zulassungsbeschränkungen wie für jüngere (zum Beispiel einen Numerus clausus). De facto schreiben sich aber wenige Senioren für ein reguläres Studium ein: Es ist jährlich eine überschaubare Zahl. Die meisten – und diese Zahlen gehen in die Zehntausende – entscheiden sich für ein Gasthörerstudium oder für ein Seniorenstudium.

Hohes Leistungspensum

Wer sich für ein reguläres Studium in einem straffen Zeitrahmen entscheidet, muss allerdings mit einem hohen Leistungspensum rechnen. Bei Referaten, Hausarbeiten oder Klausuren gibt es keine Boni für ein fortgeschrittenes Lebensalter. Es beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, der Selbstorganisation und Selbstdisziplin erfordert. Voraussetzung für ein reguläres Studium als SeniorIn ist selbstredend auch, dass geistige und körperliche Fitness vorliegt. Es gilt, das Tempo der jüngeren Kommilitonen mitzuhalten.

Daher ist es notwendig, sich auch mental auf die Studienzeit vorzubereiten und sich Gedanken zu machen, wie eine Selbstorganisation klappen kann. Sich rechtzeitig die Vorlesungsverzeichnisse anschauen, zu prüfen, was verlangt wird, Einführungsveranstaltungen besuchen, um einen Einblick die Realität des Studiums zu erhalten, Bibliotheken und ihre Funktionsweise kennenlernen, etc. : All dies gehört zur Studienvorbereitung dazu.

Aber abgesehen vom Leistungspensum, das auf den Studieneinsteiger zukommt: Es gilt auch, sich auf eine pulsierende Welt einzustellen, in der lebhaft debattiert, diskutiert und geforscht wird. Der Aspirant darf sich auf ein schillerndes Spektrum an Personen, Persönlichkeiten, Sachverhalten, Themen und neuen Erfahrungen freuen. Dies erfordert aber: Auch der Studienanfänger selbst muss aufgeschlossen sein, darf sich nicht auf seinem Erfahrungsschatz ausruhen, sondern muss offen für Neues sein; insbesondere für neue Lern- und Arbeitsmethoden und einen neuen Horizont des Wissens.

Vorbereitung ist das A und O

Machen Sie sich so früh wie möglich mit dem Veranstaltungsverzeichnis vertraut, viele Veranstaltungen erfordern nämlich eine Anmeldung vorab – dies bedeutet, dass der oder die Interessierte schneller sein muss als andere. In manchen Fällen können schon vor Vorlesungsbeginn Themenvergaben für Hausarbeiten stattfinden.

Neben den formellen Dingen wie zum Beispiel der Entrichtung von Studien- und Immatrikulationsgebühren und der Einschreibung ist es auch wichtig, früh die Fühler in das eigentliche Universitätsgeschehen rein zu strecken. Auch müssen beizeiten Immatrikulationsfristen und andere formale Vorgänge geprüft werden, um hier nicht aufgrund einer bürokratischen Angelegenheit Nachteile zu haben. Normalerweise veröffentlichen die Universitäten und Fachhochschulen Termine und Fristen frühzeitig in ihrem Internetauftritt.

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