Eingliederungszuschuss/Eingliederungsgutschein für ältere Arbeitnehmer

Exclamation and Question Mark IconÄltere Arbeitnehmer haben es oftmals schwer, wieder eine Festanstellung zu finden, sobald sie einmal ihren Job verlieren oder die Arbeitsstelle wechseln wollen.

Dabei kommt es immer häufiger vor, dass gerade die älteren Mitarbeiter schneller ausscheiden als die jüngeren Angestellten, wenn die Belegschaft verkleinert werden muss. Wenn Menschen über 50 doch wieder eine Arbeitsstelle finden, ist das natürlich ein Grund zur Freude, denn sie waren zur rechten Zeit am rechten Ort und konnten trotz des Alters durch ihre Kompetenz und ihre einmaligen Qualitäten überzeugen. Doch um die Stelle zu bekommen, müssen sie nicht selten ungünstige Bedingungen annehmen – gerade, wenn es um die Bezahlung geht, denn auch der Arbeitgeber hat Bedenken.

Was ist der Eingliederungszuschuss?

Der Eingliederungszuschuss richtet sich zunächst nicht spezifisch an die Generation 50 plus, sondern an jeden, der eine neue Arbeitsstelle annehmen wird. Bei der zuständigen Agentur für Arbeit kann dann ein Eingliederungszuschuss beantragt werden, der zwar nicht dem Arbeitnehmer direkt zugute kommt, sondern vor allem für den Arbeitgeber einen Anreiz darstellt. Dieser kann bis zu 50% des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag als monatlichen Lohnkostenzuschuss gezahlt bekommen. Auf diese Weise sind die Konditionen besser, wenn die Wahl auf einen der Bewerber fällt, der für den Eingliederungszuschuss gesorgt hat.

Gerade für den älteren Mitarbeiter ab 50 kann der Eingliederungszuschuss wertvoll werden, denn auf diese Weise kann er den Arbeitgeber davon überzeugen, nicht nur wegen seiner Fähigkeiten die beste Wahl zu sein.

Was ist der Eingliederungsgutschein für ältere Arbeitnehmer?

Inzwischen hat auch die Bundesregierung erkannt, dass Menschen über 50 erhebliche Probleme dabei haben, eine neue Arbeitsstelle zu finden, wenn sie einmal ihren Job verloren haben. Deshalb gibt es den Eingliederungsgutschein, der sich gezielt an Menschen über 50 richtet und ihnen helfen soll, wieder den Weg in die Arbeitswelt zu finden. Dabei kann die zeitliche Dauer des Eingliederungszuschusses verlängert werden, sodass der Arbeitgeber einen weiteren Anreiz hat, sich für den älteren Bewerber zu entscheiden.

Der Eingliederungsgutschein ist eine Ermessensangelegenheit, was bedeutet, dass seine konkrete Ausgestaltung in jedem Fall anders aussehen wird. Der Ansprechpartner dafür ist der aktuelle Sachbearbeiter bei der Bundesagentur für Arbeit – er kann dazu beraten, welche individuellen, altersbedingten Fördermöglichkeiten offen stehen, und kann die erforderlichen Schritte für den Antrag eines Eingliederungsgutscheins in die Wege leiten. Am besten lässt man sich frühzeitig dazu beraten, sodass man im Fall der Fälle schnell reagieren und dem künftigen Arbeitgeber einen echten Anreiz bieten kann.

1 Kommentar

  1. Hallo,
    auch mein AG hat diesen Eingliederungszuschuss für Ältere bekommen, damit kann ich nun statt Minijob , mit einer SV-Stelle bei ihm weiterarbeiten. Bin allen sehr dankbar.
    Letzten Monat ist der Nachbeschäftigungszeitraum abgelaufen. Während dieser Zeit sollte ich zu einer Maßnahme, die ich vor Jahren erfolgslos schon gemacht hatte!
    Ich verstehe den Sinn nicht!! Auf der einen Seite wird alles getan, damit mein Arbeitgeber mich weiter beschäftigt und andererseits soll ich mich woanders bewerben! Bleiben denn die Bemühungen meines AG und von mir, dabei bedeutungslos?! (Weiterbildung und Lohnerhöhung) Ich gehöre ja nun auch schon zur älteren Generation. Es macht einen fertig, immer wieder diesen Druck spüren zu müssen, obwohl es doch effektiver wäre, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

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