Ratgeber Facebook für Senioren: Auf ins soziale Netz!

Ratgeber Facebook für Senioren: Auf ins soziale Netz!

Facebook wird auch bei Senioren immer beliebter.
Facebook wird auch bei Senioren immer beliebter.

Soziale Netzwerke, wie Facebook, Twitter und Google+, werden heutzutage nicht nur von jungen Menschen genutzt. Auch für Senioren wird das Kontaktpflegen über Facebook immer beliebter.

Einer Studie zufolge benutzen bereits mehr als die Hälfte aller über 50-Jährigen soziale Netzwerke, Tendenz steigend. Warum das so ist, welche Vorteile Sie daraus ziehen und worauf Sie beim sozialen Netzwerken achten sollten, erfahren Sie hier!

 

Posten, Teilen und Liken sind für Senioren keine Fremdwörter mehr

Noch vor wenigen Jahren waren die Begrifflichkeiten, die in sozialen Netzwerken verwendet werden, für viele Menschen der älteren Generation noch ein unverständliches Fachchinesisch. Doch in den letzten Jahren hat sich dies rasant geändert. Laut einer Studie des Technologie-Branchenverbandes Bitkom bewegen sich bereits 55 Prozent aller über 50-jährigen Internetnutzer in sozialen Netzwerken. Besonders in den vergangenen zwei Jahren ist dieser Prozentsatz um neun Prozent gestiegen.

Das mit Abstand beliebteste soziale Netzwerke ist Facebook, das von 56 Prozent aller deutschen Internetnutzer aktiv verwendet wird. Erst danach folgen mit jeweils unter 10 Prozent Netzwerke wie Stayfriends, Xing, Wer-kennt-wen, Twitter und Google+. Laut Experten sind die Gründe, warum immer mehr Menschen der 50Plus-Generation auf Facebook aktiv sind, einfach zu erklären.

Es geht um Kommunikation und das Aufrechterhalten von Kontakt mit Freunden und Familienangehörigen, um Unterhaltung, aber auch um die Möglichkeit, sich Informationen zu beschaffen. Bei all dem Posten, Teilen und Liken sollten Sie sich aber auch über die Schattenseiten von sozialen Netzwerken informieren und eventuelle Vorsichtsmaßnahmen treffen.

 

Auf die Sicherheit Ihrer Daten achten

Sind Sie auf sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook, aktiv, so sollten Sie sich darüber bewusst sein, das Facebook rein über Werbung finanziert wird. Das bedeutet, das dieses soziale Netzwerk mit dem Verkauf von Nutzerdaten an dritte Firmen Ihr Geld verdient. Aus diesem Grund sollten Sie genau abwägen, welche Informationen Sie auf Facebook von sich preisgeben. Dies betrifft nicht nur Meinungen, Einstellungen, Informationen über Ihre privaten Aktivitäten, sondern auch Fotos, auf denen Sie oder Mitglieder Ihres Familien- und Freundeskreis zu sehen sind.

Auch ist es besonders wichtig, die Datenschutzeinstellungen auf Ihrer Benutzerhomepage von Facebook nach Ihren Wünschen entsprechend einzustellen. Denn hier können Sie festlegen, welche Facebook-Mitglieder Zugriff auf Ihre Posts, Fotos und alle anderen Daten erhalten. Statistischen Erhebungen zufolge kümmern sich nur knapp über die Hälfte aller über 50-Jährigen um den Schutz der Privatsphäre auf Facebook. Tatsächlich ist dies aber eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, die Sie vor unerwünschten Übergriffen auf Ihre privaten Informationen schützt.

 

Die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen auf Facebook & Co. beachten

Bevor Sie auf Facebook aktiv werden, nehmen Sie sich Zeit und lesen die Datenschutzbestimmung genau durch. Im Zweifelsfall sollten Sie Informationen nur mit jenen virtuellen Freunden teilen, die Sie tatsächlich kennen. Facebook bietet zwar eine Möglichkeit, private Nachrichten oder Chats zu verschicken. Jedoch sollten Sie persönliche Informationen lieber über Ihren E-Mail-Account versenden. Überlegen Sie auch im Vorfeld genau, welche Art von Informationen Sie über sich im Internet Preis geben möchten. Nicht jede Information und jedes Foto ist für öffentliche Augen bestimmt. Wählen Sie diesbezüglich ganz bewusst aus und posten Sie lieber ein Foto zu wenig als eines zuviel.

Bei der Kommunikation mit anderen über Facebook sollten Sie sich unbedingt an moralische Standards halten. Denn auch in sozialen Netzwerken gelten nationale und internationale Gesetze. Formulieren Sie Ihre Anliegen deshalb fair und sachlich. Bei der Auswahl Ihrer virtuellen Freunde sollten Sie sich vorwiegend auf jene konzentrieren, die Sie auch im echten Leben kennen. Wenn Sie fremde Personen zum Kontaktknüpfen in Ihre Freundesliste aufnehmen, so definieren Sie über die Einstellungen die Rechte dieser Personengruppe, sodass beispielsweise nur reale Freunde oder Familienangehörige Zugang zu Ihren Bildern und Ihren persönlichen Daten haben.

 

Senioren-Clubs und Nachhilfestunden für den Einstieg in Facebook nutzen

Für die 50Plus-Generation ist der Umgang mit Computern nicht immer selbstverständlich gewesen. Viele, die Facebook und das Internet zuhause nutzen, mussten erst den Umgang mit der Gerätschaft erlernen. Stehen Sie gerade vor demselben Problem, dann fragen Sie zuerst jüngere Familienmitglieder, wie Kinder und Enkelkinder, ob Sie Ihnen die eine oder andere Einführungsstunde ins Internet und im Umgang mit Facebook geben können.

In vielen deutschen Gemeinden und in den meisten größeren Städten werden aber auch Nachhilfestunden in Senioren-Clubs, in Vereinen oder durch andere soziale Organisationen geboten. In solchen Computertreffs wird Ihnen nicht nur gezeigt, wie Sie den PC nutzen und welche Möglichkeiten Ihnen das Internet bietet, sondern auch, welche Risiken der Umgang mit Facebook birgt und wie Sie Gefahren vermeiden können. Auch an Volkshochschulen oder ähnlichen Bildungseinrichtungen können Sie einen Kurs besuchen, der Internet-Themen fachkundig und zielgruppenorientiert behandelt.

 

Soziale Netzwerke bringen viele Vorteile für Senioren

Viele Senioren sind skeptisch gegenüber sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, da in den Medien immer öfter von den Gefahren und den Nachteilen neuer Technologien berichtet wird.

Jedoch bringen soziale Netzwerke für Senioren auch einen großen Nutzen. Denn kennen Sie sich erst einmal mit dem Computer und dem Internet aus, dann eignet sich Facebook ideal, um in Kontakt mit der Familie und mit Freunden zu bleiben, insbesondere, wenn diese nicht am selben Wohnort leben. Auch können sich Senioren untereinander prima vernetzen, um die Gefahr einer Vereinsamung im Vorfeld aus dem Weg zu räumen.