Wissensbörsen

Wissensbörsen – selbst Wissen weitergeben.

Die Absicht einer Wissensbörse liegt in dem Ziel, dass Senioren ihre Erfahrung und ihr Können weitergeben und so eine Verbindung zwischen Generationen herstellen zu können.

Es handelt sich hierbei um eine Plattform, die zu einem solchen Austausch von Bildungsinhalten und (beruflichen) Handlungskompetenzen eigens errichtet wird – dies kann unterschiedliche Formen annehmen. Entweder geht es hier um den „Forencharakter“ im Internet selbst – d. h. (fachliche) Inhalte aller Art werden direkt online ausgetauscht (durch E-Mail, auf Foren). Weiterhin ist es durchführbar, dass Menschen ab 50 inhaltlich orientierte Gruppentreffen vereinbaren, die über einen längeren Zeitraum hinweg bestimmte Einzelthemen (Schach, Astronomie, Religion, Gesellschaftslehre) verfolgen (einer Seminarveranstaltung vergleichbar). Ebenso können Einzeltreffen arrangiert werden. In beiden Fällen ist es insbesondere auch möglich, dass Musiker in einem Lebensalter von 50plus die Möglichkeit erhalten, ihren Talenten und Fertigkeiten neuen Raum zu verschaffen und dies mit Gleichgesinnten und ähnlich Begabten verfolgen können.




Die geteilte Freizeitaktivität

Menschen ab 50, die möglicherweise verrrentet und/oder verwitwet sind, erhalten durch den Kontakt zu einer Wissensbörse keine Möglichkeit, zu vereinsamen oder in ihrer Lebensqualität nachzulassen. Einerseits geht es hier sicherlich um schlichtes (Berufs-)Wissen, welches ältere Teilnehmer in ihrem Berufsleben erwarben und dessen Weitergabe jüngeren Menschen für deren eigenes Vorankommen einen Wissensvorsprung vermittelt. Andererseits jedoch kann es auch um die gemeinsame Ausgestaltung von Hobbys gehen, die auch in Form von Ausflügen (Zoobesuche, Kurzreisen, Radtouren, Theaterbesuche etc.) ihren sozialen Niederschlag finden. Somit lassen sich nun mit dem Begriff „Wissensbörse“ beileibe nicht nur soziale Begegnungen in Verbindung bringen, die tatsächlich nur und ausschließlich mit „Fachwissen“ in Zusammenhang stehen. Sondern, so sei abschließend zusammengefasst, es werden Theoriewissen, Handlungskompetenz und (Alltags-)Kultur durch…


…themenorientierte Zusammenkünfte ermöglicht

Beispiel, wie angedeutet: Ältere Menschen vermitteln den Horizont über Beruf, Wissenschaft und (internes) Faktenwissen an Jüngere, die dadurch für ihre konkrete Aufgabenbewältigung in Schule, Ausbildung und Studium eine essentielle Hilfestellung erfahren. Dies bezieht sich jedoch auch auf allgemeinbildende Wissensnivellierungen wie Internet- bzw. Computerfertigkeiten.

…kulturelle Horizonte betont, geteilt und erweitert
Beispiel: Theater-, Museum- und Konzertbesuche werden gemeinsam durchgeführt. Aber ebenfalls kann hier die generationsüberschreitende Vermittlung von Brauchtum und häuslichen Fertigkeiten (Küche, Feiertags- und Glaubenstraditionen, Erziehung und anderes) zum Gegenstand werden.

…Formen des sozialen Miteinanders entdeckt, gepflegt und intensiviert

Beispiel: Lebenskrisen werden durch rein soziale Interaktion aufgefangen, nämlich Krankheit, Todeserfahrungen, Verluste, Ängste und andere psychische Herausforderungen können kommuniziert und begleitet werden. Ebenso jedoch verweist dieser Punkt auf die positiven Seiten des Erlebens: Freizeitbeschäftigungen, sportliche Aktivitäten, Geburtstage o. ä. werden in der Gruppe erlebt.

…praktische Kapazitäten für das direkte Alltagserleben umgelagert und somit Mängel ausgeglichen
Ein Beispiel hierfür: (Jüngere) Autobesitzer helfen (älteren) Menschen beim Einkauf, bei beabsichtigten Verwandtenbesuchen o. ä.

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