Ehrenamtlich unterrichten

Lehrer gesucht! Ehrenamtlich an Schulen unterrichten

Seit vielen Jahren bereits wird der Lehrermangel in Deutschland vorausgesagt. Die heutige Lage an deutschen Schulen zeigt es bereits deutlich: Pro Anzahl Schüler stehen viel zu wenige Lehrer gegenüber.

Dies hat negative Auswirkungen auf den Bildungsstand des Landes denn Lehrermangel bedeutet eine Verminderung der Qualität in Lehre und Betreuung der Schüler. Um diesem Umstand entgegen zu wirken wird vermehrt nach neuen Methoden und Maßnahmen gesucht. Eine davon ist es ehrenamtlich pädagogische Helfer zu engagieren, die Interesse zeigen, eine verantwortungsvolle und häufig auch sehr fordernde Aufgabe zu übernehmen.

Über die Tätigkeit

Ein Ehrenamt ist mit einer Aufgabe für die Gesellschaft verbunden. Ehrenamtlich arbeiten heißt karitativ tätig sein, denn mit seiner Arbeit unterstützt man andere – in diesem Fall eine Schule und im weitesten Sinne den Bereich der Bildung eines Landes. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter ist man jedoch nicht freiberuflich tätig und man sollte das Ehrenamt daher nicht mit einer Aufgabe verwechseln, die man ausübt, wenn man gerade Lust dazu hat. Insbesondere im Ehrenamt an einer Schule wird man häufig an strenge Abläufe des Schulalltags gebunden und ist sozusagen ehrenamtlich verpflichtet seinen Aufgaben nachzukommen.

Die fest angestellten Mitarbeiter sind im gleichen Maße auf den ehrenamtlichen Kollegen angewiesen. Sie verlassen sich auf ihn und binden ihn fest in eine Tätigkeit ein. Das Ehrenamt an einer Schule wird häufig für Unterrichtseinheiten verwendet, für die der „normale“ Lehrkorpus keine Zeit findet, wie zum Beispiel Kunsterziehung oder Sachkunde Unterricht bzw. Bereiche dieser Fächer, die extra Kurse verlangen oder ergänzt werden müssen. In diesem Fall wird der ehrenamtlich tätige Mitarbeiter „einberufen“.

Für wen ist die Tätigkeit als Lehrer geeignet?

Wer sich für solch eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert braucht pädagogische Grundkenntnisse. Eine Ausbildung in Sozialpädagogik oder Grundschulpädagogik wäre ideal. Aber auch andere, damit verwandte Bereiche bringen sinnvolle Kenntnisse für das Ehrenamt an Schulen ein. Hier wären der Beruf der Erzieherin und viele Arten von therapeutischen Berufen – zum Beispiel Musik- oder Kunsttherapeutinnen – vorteilhaft. Wichtige Eigenschaften sind Geduld und Toleranz und die Fähigkeit zu kommunizieren.

Gerade staatliche Schulen stehen vor der Herausforderung viele kulturelle Hintergründe, die eine moderne Gesellschaft ausmachen, miteinander zu vereinen und Werte und Normen unserer Kultur zu vermitteln, ohne andere Kulturen in ihrem Wert zu mindern. Dies erfordert viel Extraarbeit und soziale Kompetenz. Menschen ab 50 bringen oft soziale Kompetenz mit. Die Aufgeschlossenheit anderen Kulturen gegenüber ist jedoch zusätzlich für ein Ehrenamt an Schulen eine sehr wichtige Eigenschaft. Wenn man sich für diese Aufgabe entscheidet, sollte man sich darüber im Klaren sein. Interesse an der Förderung von jungen Menschen, Stressresistenz und eine kommunikative Persönlichkeit sind für diese Aufgabe weitere wertvolle Pluspunkte.

Was wird verdient?

Der Verdienst entfällt, denn wie der Name schon sagt ist die Tätigkeit unentgeltlich. Nichtsdestotrotz eine gewinnbringende Aufgabe im Alter von 50plus.

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