Studienwahl: Welches Studium ist sinnvoll?

Exclamation and Question Mark IconDie Geisteswissenschaften sind ganz vorne

Bei reiferen Studenten sind vor allem Geisteswissenschaften beliebt, aber auch Wirtschaftswissenschaften oder Naturwissenschaften. Ganz vorne liegen Fächer wie Geschichte (Platz eins), Sprachen, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Archäologie, Kunstgeschichte und Pädagogik.

Je nach persönlicher Neigung sind aber durchaus auch ältere Semester in den Naturwissenschaften zu finden. Dementsprechend ist es schwierig zu sagen, wer was studieren sollte. Der überwiegende Teil der Seniorinnen und Senioren schreibt sich in geisteswissenschaftliche Studiengänge ein, weil sie ihre Allgemeinbildung aufbessern wollen, weil sie gesellschaftlich interessiert sind oder weil sie schlicht und ergreifend an speziellen Fächern Interesse haben.

Geisteswissenschaftliche Fächer haben zudem den Vorteil, dass – trotz inhaltlicher struktureller Vorgaben im Studium – die sogenannte akademische Freiheit tatsächlich noch relativ frei ist. Ein Studium kann letztlich nur gelingen, wenn es auch Spaß macht. Ein reguläres Studium erfordert auch von Senioren Disziplin, Motivation und Durchhaltevermögen. Die sind aber nur gegeben, wenn auch echtes Interesse hinter dem Fach steht. Daher sollte die persönliche Neigung das Auswahlkriterium Nummer eins sein.

Realistisch gesehen ist es aber natürlich schwieriger, als reiferes Semester noch eine Anstellung im Fach Archäologie zu finden, da hier die Stellen sowieso rar sind. Psychologie und Pädagogik sind hingegen Fächer, die durchaus vielfältigere Berufsperspektiven als zusätzliche Qualifikation bieten. Auch Sprachen können sehr nützlich sein.

Relevante Faktoren für die Studienwahl

Es gilt also abzuwägen: Was möchte ich? Was kann ich besonders gut? Was interessiert mich? Was ist für mich wichtig? Kann ich mein Studium später noch einmal im Beruf einbringen? Wenn ja, wo? Nicht zu vergessen ist, dass es viele Nischen gibt. Wo sich eine berufliche Nische für einen selbst auftun könnte, dies gilt es herauszufinden – möglicherweise ergibt sich auch im Studium eine Gelegenheit. Anlässe können Gespräche mit Kommilitonen oder Dozenten, Vorlesungen oder schlicht und ergreifend Aushänge am Schwarzen Brett sein, wo der- oder diejenige auf einen Sachverhalt trifft, der so noch unbekannt war und der sich als Chance entpuppt.

Die Frage nach dem richtigen Studiengang ist letztlich nicht eindeutig zu beantworten. Eine Rolle spielt sicher auch die berufliche Vorbildung der oder des Betroffenen. Paaren sich eine Anknüpfung an berufliche Kenntnisse mit einem Studium und ist überdies auch noch Interesse vorhanden, fällt die Wahl sicher leicht. Ist es zum Beispiel möglich, beim selben Arbeitgeber nach dem Studium nochmal eine Stelle in anderer Position anzutreten, ist dies ideal. Daher sollte sorgfältig geprüft werden, ob sich persönliche Neigung und berufliche Vorteile in Einklang bringen lassen. Auf jeden Fall kann es nicht schaden, sich während des Studiums Zusatzqualifikationen wie Sprachen anzueignen.

3 Kommentare

  1. Guten Tag,
    Ich lebe seit 23 Jahren in Amerika und habe hier meine Leherbildung fertig gemacht mit einem Bachelor in Education.

    Ich habe vor meinen Masters in Deutschland zu machen aber werde dann schon 50 Jahre alt sein.
    Ist das sinnvoll?
    Bekomme ich in diesem Alter noch einen Arbeitsplatz?

    Danke
    Miriam

    1. Author

      Liebe Frau Johnson,

      natürlich kann ich Ihnen nicht garantieren, dass sie dann noch einen Arbeitsplatz bekommen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass in eineigen Bundesländern wie z.B. Berlin Lehrer händeringend gesucht werden (ich kenne in meinem Freundeskreis einige Quereinsteiger im Lehrerberuf). Wenn das also Ihr Traum ist, sehr ich durchaus Chancen.

      Viel Erfolg!

  2. Hallo,
    ich möchte zum kommenden Wintersemester Psychologie studieren, mit dem Ziel, auch die psychotherapeutische Ausbildung zu absolvieren. In einem Jahr werde ich 50, ich muss mich selbst finanzieren. Da ich immer schon irgendetwas gelernt habe, wird das Lernen selbst mir nicht schwerfallen. Ich kann aber nicht einschätzen, wie es aussieht, wenn ich ja “nebenbei” mindestens 30 Stunden in einem Job arbeiten muss, um mich zu finanzieren. Wie sehen Sie das? Meine Arbeitszeiten sind zum Glück sehr flexibel…
    Herzliche Grüße
    Hanna

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