Kosten für ein reguläres Studium im Alter

Exclamation and Question Mark IconGrundsätzlich kostet ein reguläres Studium für SeniorInnen hinsichtlich Studien- und Immatrikulationsgebühren genauso viel wie für andere Studenten auch.

Allerdings sind Senioren häufig finanziell besser abgesichert, verfügen etwa über eine Eigentumswohnung oder über andere finanzielle Ressourcen.

Durchschnittliche Kosten für ein Studium im Alter

Gesetzt den Fall, dass dem nicht so ist, oder der bzw. die Betreffende nicht am Heimatort studieren will, müssen SeniorInnen genauso für Mietkosten aufkommen. Diese unterscheiden sich allerdings von Ort zu Ort. So gilt München als teures Pflaster, während Chemnitz deutlich günstiger ist. Von www.Bachelor-Studium.net wurde berechnet, dass der durchschnittliche Student 770 Euro im Monat an Lebenshaltungskosten braucht. Senioren werden eher nicht in eine WG ziehen wollen, sie brauchen eine eigene Wohnung. Diese schlägt mit durchschnittlich 330 Euro zu Buche. Hier gilt aber: sich am besten vor Ort erkundigen.

Statistisch gesehen braucht es ferner 35 Euro im Monat für Lernmittel. Alle anderen Kosten wie Auto/öffentliche Verkehrsmittel oder Telefon sind als Nicht-Student ebenso gegeben. Zu berücksichtigen ist, dass insbesondere in geisteswissenschaftlichen Fächern sicher mehr als 35 Euro für Lernmittel anfallen. Die Geisteswissenschaften sind lektüreintensive Fächer: Für jedes besuchte Seminar müssen gesondert Bücher gekauft werden, auch sind die Kopierkosten für wissenschaftliche Aufsätze zum Beispiel höher.

Studiengebühren

Ein anderes Thema sind die Studiengebühren, die viele Bundesländer in den letzten Jahren eingeführt haben. Obwohl einige davon angekündigt haben, diese wieder rückgängig zu machen, sollte zunächst vom Ist-Zustand ausgegangen werden. Die Studiengebühren variieren dabei von Bundesland zu Bundesland, manche erheben auch keine Gebühren oder nur bei Langzeitstunden bzw. nur die Immatrikulationsgebühren, die zwischen 40 und 75 Euro liegen.

Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verlangen 500 Euro Studiengebühren pro Semester, zuzüglich Immatrikulationsgebühren. In Bayern liegt die Höchstgrenze bei 500 Euro, beträgt aber mindestens 100 Euro für die Fachhochschule und 300 Euro für eine Universität. Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Schleswig-Holstein erheben keine zusätzlichen Kosten für ein Studium, einige dieser Bundesländer verlangen aber Immatrikulationsgebühren. In Rheinland-Pfalz schlägt ein Zweitstudium mit 650 Euro zu Buche. Das Saarland verlangt 300 Euro für das erste und zweite Semester, danach 500 Euro.

Zuschüsse durch das Amt für Ausbildungsförderung sind nicht möglich. Sollte ein Studium allerdings auch im Alter finanziell schwierig sein, dann kann bei Banken angefragt werden. Häufig bieten Geldinstitute attraktive Kredite zu Studienzwecken mit gesonderter Rückzahlungsverpflichtung. Sicher sind diese Kredite eigentlich für jüngere Semester gedacht. Allerdings dürfte es sich lohnen, sich mit der eigenen Bank in Verbindung zu setzen und die Optionen zu erörtern.

2 Kommentare

  1. Das man als älterer Mensch in manchen Bundeländern 500 euro extra zahlen muss ist Altersdiskriminierung und gehört abgeschafft. Viele haben vorher mit ihren Steuergeldern die Unis finanziert, und bekommen nun nicht nur kein Bafög, sie müssen, neben den Semesterbeiträgen noch Strafzoll zahlen. Das können sich viele nicht leisten.

  2. @S. März – Altersdiskriminierung
    Studium im Alter bleibt ein teures Hobby – BAFöG steht nicht zur Verfügung; auch alle Stipendien, die ich mir bisher auf die Voraussetzungen hin angeschaut habe, haben eine Höchstaltersgrenze. Man kann verstehen, dass die Stipendien-Geber noch lange Jahre etwas davon haben wollen… Was mich ärgert, ist, dass die Werbekostenregelung für Rentner und Pensionäre (102 EUR) pauschal keine weiteren Möglichkeiten zulässt, z. B. Studiengebühren bei der Einkommenssteuer geltend zu machen. Oder weiß jemand einen Weg? Immerhin tragen wir nicht nur mit den Steuern, die wir während des Arbeitslebens gezahlt haben, sondern mit den Steuern auf unsere Altersversorgung zur Finanzierung des Hochschulwesens bei. Für Tipps bin ich dankbar.

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