Was ist der Unterschied zwischen einer Bildungsreise und einem Bildungsurlaub?

Exclamation and Question Mark IconDie Begriffe „Bildungsreisen“ und „Bildungsurlaub“ werden gerne fälschlicherweise synonym gebraucht.

Dabei gibt es einen frappierenden Unterschied zwischen einer Bildungsreise und einem Bildungsurlaub.

Bildungsurlaub und der gesetzliche Anspruch von Arbeitnehmern darauf

Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub, der ihnen zusätzliche berufliche Weiterbildung ermöglicht. Hierzu stehen Arbeitnehmern zusätzliche Urlaubstage zu, die der Arbeitgeber gewähren muss, falls es sich um ein echtes Weiterbildungsangebot mit berufsrelevanter Zusatzqualifikation handelt. Sprachreisen sind ein beliebtes Beispiel für Bildungsurlaub.

Wer in England, Malta oder den USA Englisch lernen oder seine geringen Englischkenntnisse verbessern möchte, weil er sich mit diesen berufliches Weiterkommen erhofft, hat Anspruch auf einen Bildungsurlaub. Dabei fährt derjenige nicht zu Erholungszwecken in das jeweilige Land, sondern er absolviert dort unten einen kompakten Sprachkurs mit Unterrichtseinheiten. In der Regel stehen einem Arbeitnehmer pro Jahr fünf Tage Bildungsurlaub zu.

Verzichtet der Arbeitnehmer ein Jahr lang auf seinen Bildungsurlaub, kann er das darauffolgende Jahr auch den zusätzlichen Urlaubsanspruch mit geltend machen und für zehn Tage in Bildungsurlaub fahren. Welche Urlaubsangebote als Bildungsurlaub in Anspruch genommen werden können, darüber informieren in der Regel die Betriebsräte oder die Gewerkschaften.

Bildungsreisen und der freiwillige Anspruch auf Weiterbildung

Bildungsreisen sind freiwillige Reisen, die derjenige unternimmt, um sich selbst weiterzubilden. Auch Sprachreisen können Bildungsreisen sein, wenn sie nicht mehr der beruflichen Zusatzqualifikation, sondern alleine der persönlichen Weiterbildung dienen. Bildungsreisen sind aber auch Reisen in besonders geschichtsträchtige Länder wie die Türkei, nach Ägypten, Israel, Italien, China oder Polen. Hier lernt der Reisende besonders viel über geschichtliche Ereignisse und deren Zusammenhänge kennen, meistens über eine Rundreise, die den Reisenden zu möglichst vielen Orten führt.

Wer sich auf Bildungsreisen begibt, möchte etwas für seine persönliche Bildung tun. Er will Länder kennenlernen, von denen man schon viel gehört hat. Der Bildungsreisende ist wissens- und informationshungrig. Er möchte voller Neugier und vielleicht auch erfüllt mit viel Pathos an den Orten mit eigenen Füßen stehen, an denen vor langen Zeiten Welt- oder Religionsgeschichte geschrieben wurde. So ist es für jeden Christen ein ergreifendes Gefühl, wenn er einmal selbst durch Israel reist zu den Stätten, an denen Jesus Christus vor zweitausend Jahren gewirkt hatte.

Es ist ein Unterschied, ob man sich Reisereportagen im Fernsehen ansieht oder ob man selbst einmal auf der Großen Mauer in China steht, das Grabmal Jesu sieht oder durch die Pyramiden von Gizeh schreitet. Das, was man auf Bildungsreisen selbst erlebt, prägt sich nachhaltig ein.

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