Bildungsreisen für Senioren – warum überhaupt?

Bildungsreisen: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. © MasterLu - Fotolia.com
Bildungsreisen: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
© MasterLu – Fotolia.com

Senioren wissen, wie wichtig es für den Erhalt der eigenen körperlichen und geistigen Vitalität ist, seinem Gehirn möglichst viele Eindrücke anzubieten, die der Geist verarbeiten muss.

Dieser Lernprozess sorgt dafür, dass auch mit zunehmendem Alter die Gehirnleistung nicht nachlässt. Gemäß dem alten biologischen Grundsatz „Use it or lose it“ bleibt geistige Fitness bis ins hohe Alter gewährleistet, sofern man sich gerne geistig betätigt. Dazu zählt Lesen genauso wie das Sehen interessanter Dokumentationen und nicht zuletzt das Reisen. Dass Reisen bildet, ist schließlich eine Erkenntnis, die schon länger besteht.

Bildungsreisen waren bereits in Klassik und Romantik ein beliebtes Mittel zur Weiterbildung

Goethe tat es, Schiller ebenso und Lichtenberg, Seume und viele mehr: Sie alle reisten, um sich kulturell weiterzubilden. Goethe verschlug es „in das Land, wo die Zitronen blühen“, nach Italien, Schiller bereiste Deutschland, Lichtenberg holte sich Inspirationen in England und Johann Gottfried Seume wanderte gar zu Fuß bis nach Sizilien auf seinem „Spaziergang nach Syrakus“.

Wer die Möglichkeit hatte, der reiste, denn Reisen brachten neue Eindrücke und neue Eindrücke brachten Bildung. Reisen war das Merkmal des Adels und des neu entstandenen Bildungsbürgertums. Seitdem haben sich Reisen bis in die heutige Zeit als beliebteste Freizeitbeschäftigung halten können, auch wenn sie qualitative Wandlungen durchlebt hatten.

Im zwanzigsten Jahrhundert diente Reisen eher zur Erholung vom Berufsalltag und weniger als Bildungsinstrument. Erst mit dem demographischen Wandel und der zunehmend älter, aber auch fitter werdenden Gesellschaft erinnert man sich an das Reisen als Bildungsinstrument.

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