Umschulung zum Konditor/zur Konditorin

informationenDer Beruf des Konditors/der Konditorin ist ein reiner Ausbildungsberuf und daher nicht als Umschulung zu erlernen. Einzig Bäcker können bei ausreichender Berufserfahrung auf Anerkennung eines Ausbildungsjahres hoffen. Die Aufgaben des Konditors sind vom Bäckerhandwerk sehr verschieden.

Kreativität und Können im Umgang mit Glasuren, Zucker und Marzipan verbinden sich hier zu wahren Kunstwerken. Pralinen, Torten, Konfekt und Feinbackwaren sind die Aushängeschilder des Berufsstandes. Man findet Konditoren im eigenen Betrieb, aber auch in Cafés, Bäckereien, Hotels und Restaurants. Sie sind darüber hinaus ebenso in Großbäckereien und in der Süßwarenindustrie zu Hause.

Voraussetzungen

Der Zugang zur Ausbildung als Konditor/Konditorin ist nicht rechtlich geregelt und es gibt auch keine Altersbegrenzung. Grundsätzlich wird mindestens der Hauptschulabschluss benötigt. In der Regel werden jedoch von vielen Betrieben Kandidaten mit Realschulabschluss bevorzugt eingestellt. Neben guten Deutsch-, Mathematik- und Chemiekenntnissen sollte der Bewerber weitere Eigenschaften mitbringen. Dazu gehören ein feiner Geruchs- und Geschmackssinn, Spaß an der Zubereitung von Nahrungsmitteln sowie ein Talent zum Verzieren, Gestalten und Garnieren. Unerlässlich ist zudem ein außerordentliches Maß an Ordnung, Sauberkeit und Hygiene.

Dauer und Inhalte der Ausbildung zum Konditor/zur Konditorin

Die Ausbildungsdauer beträgt 36 Monate, wobei für ausgebildete Bäcker eine Reduzierung auf 2 Jahre möglich ist. Die Inhalte reichen von der Bedienung und Pflege moderner Küchengeräte bis zur Herstellung von Speiseeis und Süßspeisen. Die Herstellung von Desserts und Torten, verschiedensten Backwaren bis hin zu Lebkuchen und Marzipan wird während der Ausbildung mit Kreativität und Kunstverstand zum fertig ausgebildeten Konditor verschmolzen. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen in Gesetzeskunde, Hygiene, Betriebswirtschaft und im Abrechnungswesen.

Abschluss und Perspektiven

Die Ausbildung endet nach 3 Jahren mit der Gesellenprüfung vor der örtlichen Handelskammer. Es wird ein schriftlicher Teil über Gesetze, Betriebswirtschaft und Hygiene abgelegt sowie eine zweiteilige praktische Aufgabe, die zum Beispiel die Herstellung einer Festtagstorte und eines kleinen Menüs mit Suppe und Dessert abverlangt.

Die Berufsaussichten für Konditoren und Konditorinnen sind sehr gut. In der ernährungsbewussten Gesellschaft werden insbesondere die Feinschmecker und Genießer angesprochen, sodass der Verkauf von Konditoreiprodukten derzeit ständig wächst. Dieser Wachstumstrend zeigt sich nicht nur in Deutschland sondern weltweit, sodass vor allem auch Auswanderungswillige durchaus gute Chancen haben. Nach einigen Jahren Berufspraxis können zudem Weiterbildungen durchgeführt werden, die auf die Meisterprüfung vorbereiten. Damit bieten sich zusätzliche Aufstiegschancen. Umfassendere Informationen hierzu finden sich auf den Kursnet-Seiten der Arbeitsagentur, dem Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung. Diejenigen, die über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, können außerdem Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie oder Lebensmittelchemie studieren, um sich für Führungsaufgaben in Betrieben oder für die selbständige Arbeit in der eigenen Konditorei zu schulen.

Fördermöglichkeiten

Da es sich beim Konditor um einen reinen Ausbildungsberuf handelt, entfallen die Fördermöglichkeiten. Je nach Lebensalter erfolgt jedoch eine nach Lehrjahr gestaffelte monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von 300 bis 450 Euro. Darüber hinaus besteht wie bei jedem Arbeitnehmerverhältnis ein tariflich geregelter Urlaubsanspruch.

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