Umschulung Diätassistent/in bzw. Diätberater/in

informationenDiätassistenten und -assistentinnen beraten Personen, die sich gesund ernähren wollen und erstellen Diät- und Ernährungspläne für diejenigen, die eine bestimmte Diät einhalten müssen. Grundlage ihrer Tätigkeit sind die ärztlichen Diätverordnungen, nach denen individuelle Diättherapien konzipiert werden.

Diätassistenten und -assistentinnen sind in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken oder in ambulanten Praxen zu finden. Auch die Selbständigkeit in eigener Praxis steht ihnen offen. Weitere Arbeitsmöglichkeiten bieten sich in Seniorenheimen, in Wellness-Einrichtungen sowie bei Herstellern diätetischer Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel.

Voraussetzungen

Ein Realschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsabschluss ist die Grundlage für die Annahme zur Ausbildung. Alternativ kann ein Hauptschulabschluss mit einer nachfolgenden, mindestens 2-jährigen und abgeschlossenen Berufsausbildung akzeptiert werden. Darüber hinaus werden ein ärztliches Attest über den eigenen Gesundheitszustand und ein ausreichender Impfschutz empfohlen.

Dauer und Inhalte der Umschulung zum Diätassistent/zur Diätassistentin

Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre und enthält sowohl theoretische als auch praktische Abschnitte. Ein mindestens 6-wöchiges Krankenhauspraktikum soll mit den Arbeitsabläufen in der Pflege vertraut machen. Abgerundet wird das Lernprogramm je nach Bildungsträger mit Präsentationen oder regionalen Veranstaltungen, in denen die Schüler den Umgang mit Menschen trainieren können.

Weitere wichtige Inhalte der Ausbildung zum Diätassistent/zur Diätassistentin sind die Einflüsse der Ernährung auf Gesundheit und Krankheit, wie der Stoffwechsel funktioniert und welche Nährstoffe es gibt, welche Inhaltsstoffe bestimmte Lebensmittel haben und wie diese den Körper beeinflussen sowie die unterschiedlichen Ernährungsanforderungen in verschiedenen Lebensaltern. Verständlicher werden die Zusammenhänge durch das Studium der Körperfunktionen und des Körperaufbaus. So lassen sich auch krankhafte Veränderungen schneller erkennen. Besonders wichtig im täglichen Umgang mit Menschen und ihrer Ernährung ist das Wissen über den Ernährungszustand und wie man ihn ermittelt, um zusätzlichen Energie- und Nährstoffbedarf abzuleiten.

Ergänzt werden die Kenntnisse um spezielles Wissen zu Krankheiten und Therapien, zum Ablauf von Beratungen, Kommunikationsstrategien und Hygieneregeln. Die Auswertung und Verarbeitung der neuesten Fachliteratur und wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus dem Themengebiet gehört zum lebenslangen Lernen. Die praktische Ausbildung auf der anderen Seite vermittelt Anwenderwissen in den Bereichen Diät- und Ernährungsberatung, Koch- und Küchentechnik sowie Diätetik.

Abschluss und Perspektiven

Am Ende der Ausbildung wird eine Abschlussprüfung vor dem zuständigen Prüfungsausschuss der Bildungseinrichtung abgelegt. Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil prüft das Wissen in zwei Fächergruppen ab und wird in der Regel an zwei getrennten Tagen durchgeführt. In der Fächergruppe 1 erfolgt die Wissensüberprüfung aus den Bereichen der Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde, Anatomie, Physiologie, Biochemie, Ernährungslehre sowie der Lebensmittelkunde. In der Fächergruppe 2 sind die Diätetik, spezielle Krankheitslehre und Ernährungsmedizin vertreten.

Daran schließt sich das mündliche Prüfungsgespräch an, welches vor allem auf Diätetik, spezielle Krankheitslehre, Ernährungsmedizin, Organisation, Hygiene und Toxikologie eingeht.

Im dritten und letzten Teil, dem praktischen Prüfungsabschnitt, werden Anwendungskenntnisse verlangt, vor allem aus den Bereichen Diätetik, Koch- und Küchentechnik sowie Diät- und Ernährungsberatung.
Die Prüfung endet beim Bestehen mit der Ernennung zum Diätassistenten/zur Diätassistentin.

Die Zukunft als Diätassistent ist durchaus positiv zu bewerten. Weiterbildungen und Spezialisierungen auf bestimmte Krankheitsbilder oder Diätformen bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Arbeit in diesem Berufszweig. Durch die Anerkennungsmöglichkeit des Abschlusses im europäischen Ausland gibt es theoretisch keine Ländergrenzen, um sich zu verwirklichen. Nach einigen Jahren Berufserfahrung könnte auch eine der zahlreichen Fortbildungsmöglichkeiten interessant werden, z.B. zum Diätküchenleiter, zum Ernährungsmedizinischen Berater, zum Diabetesberater oder ein Studium zum Ökotrophologen.

Fördermöglichkeiten

In vielen Fällen fällt ein monatliches Schulgeld an. Eine Ausbildungsvergütung erfolgt nicht. Für jüngere Auszubildende und Umschüler greift häufig das BAföG zur Förderung und Sicherung des Lebensunterhaltes. Ältere Interessenten können je nach Ausgangslage eine Förderung mittels Bildungsgutschein bei der örtlichen Agentur für Arbeit beantragen.

Hier finden Sie weitere Artikel rund um die Umschulung mit 50, 51, 52, 53, 54, 55 oder älter:

Voraussetzungen für die Bewilligung einer Umschulung durch das Jobcenter

Umschulung nach einem Arbeitsunfall: Ansprüche, Möglichkeiten, Chancen

Umschulung wegen physischer Erkrankung (Bandscheibenvorfall, Rückenprobleme, Allergie, Asthma)

Umschulung wegen psychischer Erkrankung (Depression, Burnout)

Umschulung auch ohne Ausbildung möglich?

Habe ich während einer Umschulung Anspruch auf Wohngeld?

Habe ich während einer Umschulung Anspruch auf Urlaub?

Wie lange dauert eine Umschulung in der Regel?

Umschulung- spezielle Berufe:

Umschulung im Bereich Webdesign

Umschulung zum/zur Erzieher/in

Umschulung zu einer Arbeit mit Tieren (Tierpfleger/in, Tierarzthelfer/in, Tierheilpraktiker/in)

Umschulung zum/zur Immobilienmakler/in bzw. Immobilienkauffrau/ Immobilienkaufmann

Umschulung zum Koch/ zur Köchin

Umschulung zum Konditor/ zur Konditorin

Umschulung zum Lehrer/ zur Lehrerin

Umschulung zum Ergotherapeuten/ zur Ergotherapeutin

Umschulung zum Masseur/ zur Masseurin

Umschulung zum Altenpfleger/ zur Altenpflegerin

Umschulung zum Arzthelfer/ zur Arzthelferin

Umschulung zum Sozialassistenten/ zur Sozialassistentin

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