Musikkonservatorium mit über 50?

Exclamation and Question Mark IconDas Musikkonservatorium richtet sich an die ambitioniertesten Musiker der deutschen Künstlerlandschaft. Sie haben den Rang einer Hochschule für Musik und sind dazu gedacht, Schüler zu Musikern und Musikpädagogen auszubilden. In Deutschland findet man das Konservatorium daher vor allem unter der Bezeichnung einer Hochschule für Musik vor und muss auch entsprechende Zugangsvoraussetzungen erwarten.

Glücklicherweise ist das Konservatorium nicht die einzige Möglichkeit, eine anspruchsvolle Ausbildung im Bereich der Musik zu genießen.

Der Zugang zum Musikkonservatorium

Hochschulen für Musik nehmen ihre Bewerber nicht nach den Kriterien anderer Hochschulen auf. Die Plätze sind begrenzt und sehr begehrt, weshalb sie nur den talentierten Musikern zur Verfügung gestellt werden. Interessierte über 50, die ein Abitur haben oder beruflich qualifiziert sind, erfüllen meist schon die formalen Voraussetzungen und können sich für die Aufnahmeprüfung bewerben. In der Prüfung geht es darum, die Fertigkeiten im Umgang mit dem ausgesuchten Instrument zu zeigen, das man am besten beherrscht. Es handelt sich also vorrangig um ein Vorspielen vor einem Prüfungskomitee, bei dem es aufs Talent ankommt, das man unter Beweis stellt.

Menschen über 50 können die Prüfung durchaus bestehen, denn sie haben gegenüber den jüngeren Bewerbern oft einen Vorteil: Sie haben mehr Lebenserfahrung, sind oftmals ruhiger und gelassener und können ganz andere Leidenschaften in ihr musisches Spiel einbringen. Einige Jahre Musikunterricht leisten bei vielen älteren Menschen schon die entscheidende Hilfe, die sie brauchen, um den Sprung ans Musikkonservatorium zu schaffen.

Alternativen zum Konservatorium

Leider schaffen die meisten Bewerber es nicht, einen der begehrten Plätze am Musikkonservatorium zu erringen. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die musikalischen Fähigkeiten nicht trotzdem für eine erfolgreiche Laufbahn ausreichen. Die Plätze waren lediglich knapp, die Prüfer mussten sich entscheiden. Ältere Bewerber könnten versuchen, sich im nächsten Jahr wieder zu bewerben und die Prüfer zu fragen, was verbesserungswürdig wäre, damit sie wissen, woran sie noch arbeiten müssen.

Alternativ dazu gibt es viele Musikschulen, die die Karriere im musikalischen Bereich vorantreiben können, ohne den Rang einer Hochschule innezuhaben. Dort kann man sich jederzeit eintragen und kann auch um explizite Förderung bitten, wodurch man auch als älterer Musiker auf Erfolg getrimmt wird. Ein Besuch auf den Seiten der Musikschule kann Aufschluss darüber geben, ob sich das Institut eignet, um eine musikalische Karriere zu starten oder vielleicht die Fähigkeiten eines Musikers über 50 zu schulen, der nach wie vor ans Konservatorium möchte.

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